Tensor-SL-Schrauber

Falsche Teile entlarvt

Sichere Frequenzumrichter-Montage mit Tensorschraubern

Der Tensor-SL-Schrauber macht Schluss mit falschen Verschraubungen bei der Frequenzumrichter-Montage. (Foto: Atlas Copco)

Bei der Montage von Frequenzumrichtern leisten Tensor-SL-Schrauber von Atlas Copco gute Dienste. Die Werkzeuge erkennen falsche Gewinde und fehlerhafte Schrauben. Ein mehrstufiges Anziehverfahren schützt die empfindlichen Leiterplatten vor mechanischen Belastungen durch Verspannungen.

Auf Verschraubungen muss man sich verlassen können. Das gilt nicht nur für die Firma Karl E. Brinkmann (KEB) in Barntrup. Das Unternehmen fertigt Frequenzumrichter mit Leistungen von 0,37 bis 630 Kilowatt; mit ihnen werden Elektromotoren gesteuert und geregelt – zum Beispiel in Fahrstühlen, Rolltreppen, Wäschereianlagen und Kompressoren. Heikel ist die Montage der Endstufen – wenn die Schrauben nicht richtig angezogen sind, führt das beim abschließenden Leistungstest zur Zerstörung. Um bei diesen Verschraubungen mit Drehmomenten zwischen 0,5 und 4,5 Newtonmeter auf Nummer sicher zu gehen, setzt KEB gesteuerte Elektroschrauber der Bauart Tensor SL von Atlas Copco Tools ein.

Zuvor montierten die Barntruper ihre Umrichter ausschließlich mit einfachen Elektroschraubern, die über eine Kupplung mechanisch abschalteten. Doch mit denen gab es immer wieder Qualitätsprobleme bei den Endstufen-Verschraubungen. Seit die Werker mit den Tensor-SL-Schraubern arbeiten, ist das anders. Denn die ziehen drehmomentgesteuert und drehwinkelüberwacht an. Fehler, die auf Verschraubungen zurückzuführen sind, gibt es nicht mehr. Auch qualitativ schlechte Schrauben und fehlerhafte Gewinde erkennt der Tensor SL. Er kann 255 Schraubparameter bewältigen. Auch die Drehmoment-Wiederholgenauigkeit von plus/minus zehn Prozent schafft er; der Hersteller sichert für diese Werkzeugserie plus/minus fünf Prozent über sechs-Sigma zu.

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Zu jedem Tensorschrauber bei KEB gehört eine so genannte Selektorbox, ein Magazin für acht Steckschlüssel. Welchen der Werker daraus für die gerade anstehenden Schraubfälle zu entnehmen hat, zeigt ihm eine Signalleuchte an. Die Schraubersteuerung schaltet dann automatisch auf die entsprechenden Anziehparameter um. Außerdem führt sie eine Gruppenzählung durch und gibt erst dann das Gesamt-i. O. für den programmierten Montageablauf, wenn alle Schrauben eines Montagezyklus korrekt angezogen wurden. Die Schraubmontage erzielt eine Prozesssicherheit der Stufe drei. Das ist die höchste für Schraubverbindungen, deren Anziehergebnisse nicht dokumentiert werden müssen – obwohl Tensor-SL-Schrauber durchaus dokumentationsfähig und zu den höchsten Prozesssicherheitsstufen vier und fünf in der Lage sind.

Für die Montage der Endstufen sind die Tensorschrauber so programmiert worden, dass deren Befestigungsschrauben, die durch eine Leiterplatte hindurchgehen, angezogen und zunächst wieder einige Umdrehungen gelöst werden. Danach wird die Leiterplatte fest verschraubt. Erst anschließend werden die Endstufen-Schrauben auf das Endmoment angezogen. Auf diese Weise verhindert man, dass die empfindlichen Leiterplatten mechanischen Belastungen durch Verspannungen ausgesetzt werden.

Die Arbeitsplätze sind durch den Wegfall vieler Schrauber aufgeräumter und übersichtlicher geworden. Auch die Folgekosten sind geringer: Weniger Schrauber verringern den Aufwand für Wartung und Kalibrierung. Ein Servicetechniker des Herstellers übernimmt regelmäßig jährlich das Durchchecken, Kalibrieren und Zertifizieren; dadurch lassen sich auch die Ausfallzeiten gering halten. Dass die Tensorschrauber kleiner und leichter sind als andere Schrauber, freut den Werker. Zudem schalten sie sanfter ab als Elektroschrauber mit Abschaltkupplung. pb

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