Tensor-Elektrokleinschrauber

Genauigkeit hochgeschraubt

Null-Fehler-Montage bei Medizintechnik- Komponenten
Fertigungsschritt des ersten Dual-Source-Computertomographen der Welt, der als schnellster CT in erster Linie für Herzuntersuchungen eingesetzt wird. Seine hochauflösenden, bewegten Organ-Aufnahmen erleichtern die Diagnose. Tensor-Schrauber von Atlas Copco Tools montieren die Spannungsversorgungseinheiten der Somatom-Tomographen. (Bild: Siemens)
Zeitintensive Hundertprozent-Kontrollen beherrschten bisher die Montage des Bremer Transformatorenherstellers mdexx – bis vor einem Jahr. Jetzt spart der Einsatz gesteuerter Tensor-Elektrokleinschrauber den Nacharbeitsaufwand ein und erhöht die Fertigungsqualität.

Das Tensor-SL-Schraubwerkzeug ist Montage- und Prüfgerät in einem. Es gibt dem Werker die richtige Montageabfolge vor und dokumentiert die Schraubresultate. Mit schnellen, routinierten Griffen lässt sich das Werkzeug am Bauteil entlangführen. Die Schraubspitze taucht beinahe im Sekundentakt in die runden Öffnungen der Klemmengehäuse ein; der Werker fixiert darin die Enden unterschiedlich dicker Kupferdrähte. Kaum hat er knapp vier Dutzend Klemmschrauben angezogen, beginnt er den gleichen Vorgang am nächsten Bauteil aufs Neue – wieder mit beeindruckender Geschwindigkeit und Sicherheit.

Mit dem Einsatz von Tensor-SL-Schraubern von Atlas Copco Tools hat der Transformatorenhersteller die Null-Fehler-Montage erreicht; schon eine einzige unentdeckte, fehlerhafte Draht-Klemmen-Verbindung wäre fatal, weil sie die spätere Funktion der Maschine beeinträchtigen könnte. Um das zu verhindern, wurden diese Schraubfälle mit vier bis zehn Newtonmeter in der Vergangenheit mehrfach nachkontrolliert. Zeit- und arbeitsintensives Nachknicken jeder einzelnen Schraubverbindung waren das einzig probate Mittel. Diese Zeiten sind nun vorbei. Denn ein einziger Pistolenschrauber aus der Tensor-SL-Serie macht die sieben Pneumatikwerkzeuge der BU-99-Montagestation überflüssig. Der Elektroschrauber-Typ beherrscht bis 250 Parametersätze, kann also reichlich verschiedene Drehmomente speichern und für die jeweilige Verbindung abrufen.

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Die Schraubtechnik hat noch weitere Vorzüge: In der Steuerung lässt sich eine mobile Säule aus Aluminium-Normprofilen einbauen und um ein sogenanntes Minidisplay ergänzen. Das frei konfigurierbare Standardzubehör aus dem Atlas-Copco-Sortiment zeigt die Schraubergebnisse an und führt beim Transformatorenhersteller den Werker in der richtigen Montageabfolge durch den Schraub-Job. Ein blaues Feld in dem großen Display zeigt deutlich, an welcher Position der Werker die nächste Klemmverbindung erstellen muss. Die Steuerung des Tensor SL erkennt nicht nur, ob in die Klemme ein Draht eingelegt ist, sondern auch, ob er den richtigen Durchmesser hat. Der Tensor SL überwacht das Lösemoment, zählt zurück, registriert das fehlerfreie Neuverschrauben und quittiert die erfolgreiche Korrektur mit einer deutlich sichtbaren I.O.-Meldung. Selbst nach längeren Arbeitsunterbrechungen lassen Tensor und Minidisplay den Montagemitarbeiter genau an der richtigen Stelle weiterschrauben. Das vereinfacht die Arbeit und gibt Sicherheit.

Bei der Spannungsversorgung eines Somatom-Computertomographen der neuesten Generation sind pro Arbeitsgang 400 Schraubverbindungen zu erledigen. Nach den Tensor-Erfahrungen hat dir Firma mdexx auch die Montage der Tomographen-Stromversorgung gründlich umgestaltet. Die Schraubfälle an den Kabelklemmen und deren Drehmomente sind im Wesentlichen gleich, allerdings sind die Bauteile etwas filigraner. Hier kann der Tensor SL seine Vorzüge voll und ganz ausspielen, weil er die Anforderungen an höchste Genauigkeit erfüllt. Außerdem ist jeder einzelne Schraubfall dokumentierbar. PR/pb

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