Schraubenzuführgerät Serie Sechs

Genau im Takt

Sichere und benutzerfreundliche Schrauben-Zuführtechnik
Das Schraubenzuführgerät der Serie 6 mit füllstandsunabhängiger Selbstregelung.
Mit Innovation und Redesign bestehender Produktfamilien begegnet Deprag Schulz wachsenden Anforderungen in der modernen Serienmontage. Der Automatisierungsexperte hat eine neue Generation von Schraubenzuführgeräten auf den Markt gebracht.





Milliarden von Schrauben werden in der täglichen industriellen Fertigung verschraubt. Schrauben mit unterschiedlichen Geometrien, leichte und schwere, Schrauben, die mit Fingern kaum zu fassen sind, Schrauben für elektrische Zahnbürsten, Mobiltelefone, Küchenrührgeräte, für Automobil- oder Flugzeugteile. Sie werden am Handarbeitsplatz verschraubt oder in halbautomatischen und komplexen vollautomatisierten Fertigungsanlagen „gesetzt“. Taktgenau und zuverlässig „zugeschossen“ muss die Schraube am Schrauber zur Verfügung stehen – nur dann ist die Produktion effizient und prozesssicher.

Ziel: Taktgenaues Zuführen

Deprag fertigt Vibrationswendelförderer zum Transport von Schrauben, Gewindestiften, Bolzen, Nieten, Muttern, Scheiben, O-Ringen und anderen Kleinteilen: Ein Schwingmagnet unterhalb des Fördertopfes verursacht in Verbindung mit Wechselstrom, einem Federpaket und einem eingebauten Regelgerät Mikrowurfbewegungen und sorgt damit für den Transport des Fördergutes im Topf. Schwankungen in der Fördergeschwindigkeit entstehen durch Temperaturschwankungen in der Förderanlage selbst (Kalt-/Warmzustand) oder der Umgebung (Sommer/Winter). Vor allem aber die sich fortlaufend verändernde Füllstandshöhe im Fördertopf mit der daraus resultierenden Massenveränderung führt bei handelsüblichen Zuführanlagen zu Temposchwankungen – das Fördergut wird dann nicht taktgenau zur Verfügung gestellt.

Anzeige

In der Industrie ist das technische Problem der Massenveränderung bekannt. Die Nachteile der gängigen Zuführungssysteme werden mit Aufwand und Kosten umgangen. Beispielsweise lässt sich am Fördertopf ein zusätzlicher Füllstandserkennungssensor anbringen, der über eine Steuerung mit einem Teilenachfüllbunker kommuniziert und das Nachfüllen von Schrauben freigibt.

Bei der Entwicklung der neuen Generation von Schraubenzuführgeräten wollten die Ingenieure in Amberg die Schwankungen in der Fördergeschwindigkeit beseitigen. Das konnten sie mit der neuen Generation von Zuführgeräten erreichen. Nun steht die Schraube immer mit der gleichen Fördergeschwindigkeit an der Vereinzelung zum Schrauben bereit. Ein Messwertaufnehmer erfasst die Schwingungsamplitude im Fördertopf, und das Schraubenzuführgerät der Serie 6 reguliert sich selbst – unabhängig von Füllstand und Temperatur. Ob innerhalb einer komplexen, automatisierten, stationären Fertigung in Montageanlagen oder im manuellen Einsatz beim Schrauben mit handgeführten Schraubern – das Zuführgerät stellt die Schraube immer ohne Schwankungen der Fördergeschwindigkeit zur Verfügung; taktgenau und zuverlässig „zugeschossen“ steht sie zum Verschrauben bereit.

Mehr Komfort für den Bediener

Das Gerät passt sich dem Menschen an: Mit dem RFID-Interface-System können sich bis zu zehn Mitarbeiter an der Steuerung anmelden. Ihre personenspezifischen Parameter – einmal über das komfortable Display eingegeben – sind bei Schichtwechsel sofort abrufbar. Mit dem Bedienerchip aktiviert der Werker seine persönlichen Einstellungen: Das Gerät arbeitet in seinem individuellen Arbeitsrhythmus.

Es besteht die Option, weitere Diagnosefunktionen per Sensortechnik zu nutzen. Störungsmeldungen sind in verschiedenen Sprachen hinterlegt und erscheinen leicht verständlich im Klartext. Ist beispielsweise der Fördertopf leer, zeigt sich der Hinweis „Füllhöhe“ gut erkennbar im Display. Konnte eine Schraube nicht korrekt zugeschossen werden, gibt es die Fehlermeldung „Einschusskontrolle“. Stück- und Tagesszähler sowie die Messung der Verschraubzeit tragen zur Prozesssicherheit bei.

Wird das Schraubenzuführgerät in eine Fertigungsanlage integriert, ergeben sich mit der Serie 6 große Vorteile. Eine Reihe von Funktionen sind bereits in der integrierten Ablaufsteuerung vorgesehen: Sie kann durch vorhandene Schnittstellen mehrere Peripheriegeräte wie Ventile, Füllstandsüberwachung des Fördertopfes, Einlauf- oder Einschusskontrolle der Schraube ansteuern und überprüfen. Für die kundenseitige Steuerung der Fertigungsanlage (SPS) entfällt ein nicht zu unterschätzender Programmieraufwand. Durch den werksseitig umfassend erprobten Ablauf ergibt sich vom „Einschießen“ der ersten Schraube an eine große Prozesssicherheit. pb

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Förderstrecke

Prozesse optimieren

Beim Flex-Conveyor verweist AMI Förder- und Lagertechnik auf prozessoptimierende Zusatzfunktionen. „Der Flex-Conveyor ist für den Transport von Behältern jeglicher Art geeignet. Länge und Breite der Förderstrecke passen wir sehr flexibel an...

mehr...

Schraubstrategie

Kunststoff fügen

Die Kunststoffdirektverschraubung hat sich im Bereich der mechanischen Verbindungstechnik bewährt und wird seit mehr als 30 Jahren erfolgreich eingesetzt. Verschraubungen in Kunststoff bekommen Anwender mit dem Koala-Verfahren von Desoutter in den...

mehr...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

Produktionsanlagen effizient und kostenoptimiert automatisieren
Hirata bietet sowohl schlüsselfertige Komplettanlagen als auch die Teilautomatisierung einzelner Produktionsschritte: Palettieren, Montieren, Messen/Prüfen, Kleben/Vergießen, Lasermarkieren usw. Dadurch können unterschiedlichste Aufgabenstellungen sowohl technisch als auch wirtschaftlich optimal gelöst werden. 

Zum Highlight der Woche...
Anzeige

Highlight der Woche

FMB 2018: Innovationen für Maschinenbau und Produktion
Vom 7. bis 9. November 2018
finden Sie auf der 14. FMB – Zuliefermesse Maschinenbau in Bad Salzuflen die neusten Technologien, Produktinnovationen und Automatisierungslösungen in den zentralen Bereichen Konstruktion, Fertigung und Montage. Hier treffen Sie Branchenpartner und Entscheider mitten im Spitzencluster für intelligente technische Systeme.

Zum Highlight der Woche...

Produktion

Bearbeitung auf engem Raum

Bei den Bearbeitungszentren der Forte-65-Baureihe von Hedelius handelt es sich um Drei-Achs-Bearbeitungszentren mit großen Verfahrwegen bei kompakter Bauweise. Die Maschinen eignen sich durch Stabilität und Leistung für den Werkzeug- und Formenbau...

mehr...

Automationsstation

Speedy und intuitiv

Speedy 200 ist eine autarke und mobile Automationsstation mit integriertem Speicher und optionalen Zusatzfunktionen von Martin Systems. Sie ist kompakt ausgelegt und intuitiv zu bedienen.

mehr...