Prozesslernfabrik CiP

Leuchtturm auf der Lichtwiese

Prozesslernfabrik CiP ist ausgewählter Ort im Land der Ideen
Am CiP lernen Studenten erkennen, wie Produktionsprozesse optimal ablaufen. (Foto: Born)
Exzellenz in der Produktion: Die TU Darmstadt transferiert Wissen aus Forschung in die Wirtschaft. In der Prozesslernfabrik arbeiten Studenten an wertschöpfungsoptimalen Systemen in der Fertigung.

Dort, wo Ideen entstehen, darf auch mal gefeiert werden. So geschehen am 10. Juni 2008, als das Center für industrielle Produktivität (CiP) an der Technischen Universität Darmstadt (TUD) die Auszeichnung „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ erhielt. Klaus-Peter Güttler, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, zeigte sich begeistert von der Initiative. Denn das Bewusstsein über die Stärken des Standortes Deutschland sei leider stellenweise unterentwickelt. Umso mehr gelte es, die Arbeit der Prozesslernfabrik als Besonderheit und Leuchtturmobjekt zu würdigen – gerade im Rhein-Main-Gebiet und speziell hier in Darmstadt stimme schließlich die wissenschaftliche Infrastruktur.

Das Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen der TUD hat unter der Leitung von Professor Eberhard Abele auf dem Campus Lichtwiese die Prozesslernfabrik aufgebaut. Gemeinsam mit der Unternehmensberatung McKinsey und in Partnerschaft mit 16 Industrieunternehmen ist eine Lernfabrik entstanden, in der sich Theorie und Praxis auf einzigartige Weise zusammenfügen und Synergien stiften. Seit gut einem Jahr lernen sowohl Studenten der TUD als auch Mitarbeiter aus Industrieunternehmen, die die Lernfabrik mieten können, Produktionsprozesse ganzheitlich zu sehen und sie zu verbessern. Ziel ist es, erkennen zu lernen, was Wertschöpfung ist und was Verschwendung. In einem ganzheitlichen Konzept aus Forschung und Lehre profitiert die Ausbildung direkt von der Innovation aus der Forschung.
„Exzellenz in der Produktion erfordert hervorragend ausgebildete junge Ingenieure und Mitarbeiter in der Industrie“, gab Professor Abele zu bedenken. Der Ingenieur von morgen müsse ganzheitlich denken und die horizontale Prozesskette beherrschen. Abele wünscht sich „Enthusiasmus für Produktionsprozesse“. Die Nachwuchskräfte sorgen für die künftige Prosperität dieses Landes. Deshalb müssen „Ingenieure die Produktionen optimal und wirtschaftlich leiten und umsetzen können“, sagte er. Denn Fortschritt basiert nicht nur auf guten Ideen, sondern vor allem auf ihrer Umsetzung im Produktionsalltag. Dafür ist das CiP der geeignete Ort: Ideen, die am Institut für Produktionsmanagement oder auch anderswo entstehen, können hier getestet und verbessert werden. Dass durch ganzheitliches Konzept aus Forschung und Lehre am CiP Studeten fit für die Zukunft gemacht werden, freute natürlich auch den TUD-Präsidenten, Professor Hans Jürgen Prömel. „Universitäten müssen den Anspruch haben, Orte der Ideen und Kreativität zu sein“, konstatierte er. „Wir wollen den Studenten die beste Qualifikation mit auf den Weg geben“. Petra Born

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