Montageanlagen

Schritt zur Kooperation

Partner-Vernetzung: Montage-Expertenteam ST.E.P.
Layout einer Modell-Montageanlage (Foto: Stein)
Wirtschaftlicher Montageanlagenbau erfolgt mit Modular-Standards von 17 Technologie-Spezialisten



Ausgehend von der Initiative Peter Steins, Geschäftsführer von Stein Automation in Villingen-Schwenningen, entschieden sich im Jahr 2001 17 Mittelstands-Unternehmer aus allen Bereichen der montagenahen Produktions- und Verfahrenstechnik zu einer technik- und marktorientierten Kooperation namens ST. E. P. – der Name steht für Stein Experten Pool. Ziel der GmbH ist die Lieferung kompletter Montageanlagen aller Schwierigkeits- oder Komplexitätsgrade. Dafür haben die ST.E.P.-Partner jeweils ganz spezielles Prozess-Know-how, das durch die Kooperation zu gesamten Systemlösungen führt.

Die hier erstmals strikt auf eine praxisgerechte Art praktizierte Partnervernetzung sorgt bei Anwendern und Anlagenlieferanten für eine deutliche Senkung der Entwicklungs-, Planungs-, Einkaufs-, Lagerhaltungs-, Fertigungs-, Montage-, Service- und Dokumentationskosten. Von der Beratung bis zum After Sales Service stehen für das jeweilige Fachgebiet ausgewiesene Experten zur Verfügung, bei denen auch die Fäden für die mechanischen, elektrischen und softwarebasierten Schnittstellen zusammenlaufen. Auf der Grundlage gemeinsam erarbeiteter Vorgaben und Schnittstellen-Definitionen wurden sowohl mechanische Grundzellen als auch ein Steuerungskonzept, ein Bedienkonzept, Programmiertools und die Schnittstellen konzipiert. Jeder ST.E.P.-Partner versieht seine Zellen, die ein einheitliches Design und eine einheitliche Bedienoberfläche haben, mit seiner auf die Anforderungen zugeschnittenen Ausrüstung, testet danach seinen Lieferumfang voll aus und liefert die montagefertige Montagezelle oder Arbeitsstation an den Generalunternehmer oder an den Kunden. Das vereinheitlichte Zellendesign hat den Vorteil, dass die Bauteile und Baugruppen sowie die Ersatzteile weitgehend standardisiert und somit kostengünstig herzustellen sind.

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Der nächste wichtige Schritt betrifft das Bedien- und Steuerungskonzept. Hier gingen die ST.E.P.-Partner so weit, sowohl die Steuerung selbst als auch die Programmierung, die Visualisierung, die Teilprogrammierung in Funktionsbausteinen, die Programmiertools und die Bedienoberfläche auf eine einheitliche Basis zu bringen. Basis des Bedienkonzepts ist die klare Forderung nach schneller und einfacher Bedienung von Anlagenteilen bis hin zur Gesamtanlage. Kennzeichnend sind hier die Befehlsaktivierung über Touchscreen- und Symboltasten-Betätigung. Außerdem kann der Bediener mittels Hilfe-Betätigungsfeld per Fingerdruck den jeweiligen Klartext einblenden. Im Störungsfall wird der entsprechende Problembereich graphisch markiert. Durch Tippen auf die markierte Stelle erfolgt die Weiterschaltung ins nächste Menü. Die ST.E.P.-Programmiertools ermöglichen es SPS-geschulten Programmierern und Bedienern, ihr Know-how mittels Medium IPC problemlos in Szene zu setzen. Wann immer möglich, wird mit Funktionsmodulen gearbeitet, sofern sich diese auch partnerweit anwenden lassen. Die Pflege und Aktualisierung der Standard-Menübilder obliegen jedem Partner selbst, wobei hier auch einheitliche Richtlinien zu beachten sind.

Zur Lösung solcher Schnittstellen-Problembereiche wie Anlagenmanagement, Anlagen übergreifende Bedienerführung, statistische Erfassung von Stations- und Stau-Informationen, statistische Erfassung von Produktinformationen und Aufbereitung von Traceability-Daten (Teile-Nachverfolgung) wurde schließlich die ST.E.P.-Schnittstelle entwickelt, die eine Verbindung zum Werkstückträger-Transportsystem WTS darstellt und über die Schnittstelle RS 232 auf den IPC beziehungsweise den PC gelangt. Zum Abrufen von Anlagen- und Zelleninformationen kann sich der Bediener über Modem einklinken und Störungen schnell beheben oder jederzeit Optimierungen durchführen. Die in jeder Hinsicht „offene“ Anlagenstruktur führt in jedem Fall zu individuellen Montagesystemen und ermöglicht auch für künftige Aufgaben beliebige Anlagen-Konfigurationen. Selbst komplexe Montageanlagen lassen sich mit dieser Philosophie und dem Know-how-Background in knapp sechs Monaten erstellen. PR/pb

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