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Produktions- und MontageautomatisierungMotek: Smarte Lösungen für die manuelle Montage

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Variantenvielfalt, kleinere Stückzahlen und kürzere Produktzyklen machen es nötig, Werker bei der manuellen Montage zu unterstützen. Etwa mit Datenbrillen und Pick-by-Light-Systemen. Smarte Lösungen und intelligente Systeme nicht nur für die manuelle Montage werden auf der Motek zu sehen sein.

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MitarbeiterinformationssystemRückmeldung von der Werkbank

Mitarbeiterinformation als Schlüssel zu Effizienz und Prozesssicherheit
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Mitarbeiterinformationssystem: Rückmeldung von der Werkbank
Mit einem durchgängigen, rechnergestützten Ansatz zur Erstellung und Verteilung produktionsrelevanter Informationen hat sich eine Forschungsarbeit am Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik der Universität Erlangen-Nürnberg befasst.

Produzierende Unternehmen müssen in Zeiten der Globalisierung und Produktindividualisierung vor allem zwei gegenläufige Trends in Einklang bringen. So ist einerseits die Kundenforderung nach neuen und speziellen Produktausführungen bei hoher Flexibilität und Termintreue zu befriedigen. Auf der anderen Seite muss – unabhängig davon – wirtschaftlich produziert werden.

Diesem Anforderungsfeld vor allem hinsichtlich der Flexibilität begegnen Unternehmen zunehmend wieder mit mitarbeiterorientierten Produktionsstrukturen, in denen Werker im Sinne eines sozio-technischen Systems elementarer Teil der Produktion sind. Jedoch ist auch diese Organisationsform mit Problemen behaftet, beispielsweise der Informationsbereitstellung. Selbst ein bestens motivierter und qualifizierter Mitarbeiter wird nicht in der Lage sein, die erforderliche Qualität effizient zu erreichen, wenn ihm die benötigten Informationen zu den auszuführenden Tätigkeiten nicht aktuell vorliegen.

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Typischerweise werden diese produktionsbegleitenden Informationen mit hohem Aufwand - aber ohne belastbare Gestaltungsrichtlinien - mit Office-Anwendungen erstellt, ausgedruckt und in den Produktionsbereich verteilt. Dieses Vorgehen ist fehleranfällig und ineffizient, weil kaum eine zielgerichtete softwareseitige Unterstützung bei der Anweisungserstellung möglich ist und die unternehmensweite Aktualität nicht gewährleistet werden kann. Weiterhin treten häufig Probleme durch Verlust, Verschmutzung oder die umständliche Handhabung des Informationsträgers Papier auf.

Am Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (Prof. Dr. Klaus Feldmann) der Friedrich-Alexander-Universität zu Erlangen-Nürnberg wurde daher eine Lösung zur durchgängigen Mitarbeiterinformation zwecks Steigerung von Effizienz und Prozesssicherheit in der Produktion entwickelt. Dieser Ansatz besteht aus drei Feldern, in denen die gesamte „Wertschöpfungskette der Informationsbereitstellung“ - von der Informationsgestaltung über deren Erstellung bis zur Verteilung und Rückmeldung - betrachtet und verbessert wurde.

Den Kern der Arbeiten bildet dabei eine Softwarelösung zur aufwandsarmen und einfachen Erstellung von Arbeitsanweisungen. Sie basiert auf der Modellierung der Produktstruktur in einem Vorranggraphen, aus dem durch systemunterstützte Hinterlegung von Anweisungsinformationen (teil-) automatisiert Anweisungsdokumente generiert werden können. Aus diesem System lassen sich die Produktionsdokumente für die papiergebundene Verteilung oder auch direkt für eine rechnergestützte Distribution nutzen. Dafür wurde ein assoziiertes IT-basiertes Mitarbeiterinformationssystem mit dem Anspruch entwickelt, durch zielgerichtete Anzeige der aktuellsten Informationen Prozesssicherheit an manuellen Arbeitsstationen zu erreichen. Unter der Maßgabe, dass ein korrekt informierter Mitarbeiter auch in höchstmöglicher Qualität produzieren kann, wird durch dieses System ein Regelkreis aufgespannt, mit dem ein Auftrag erst dann zur Bearbeitung freigegeben wird, wenn der Werker etwaige Änderungen in den Arbeitsdokumenten gelesen und bestätigt hat. Ferner wurde somit eine Möglichkeit geschaffen, Rückmeldungen an administrative Bereiche direkt „von der Werkbank“ durchzuführen und somit die Nebenzeiten erheblich zu reduzieren. K. Feldmann, S. Lang

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