Verbindungstechnik

Mit Gefühl

Einsparpotenzial bei der Montage kleinster Schrauben
Das Microtorque-Schraubsystem von Atlas Copco Tools eignet sich für die Montage sehr kleiner Schrauben.
Anwender, die in der Montage elektronischer oder feinmechanischer Bauteile kleinste Schrauben verwenden, brauchen sich über ausgerissene Gewinde, deformiertes Trägermaterial oder vergessene Schrauben ab sofort keine Gedanken mehr zu machen.

Die Microtorque-Modelle von Atlas Copco ziehen auch Schrauben kleiner als M1 prozesssicher an. Das Essener Unternehmen hat neuerdings ein komplettes Programm an Schraub- und Messtechnik auch für kleinste und mittlere Drehmomente. Bereits ab 0,5 Newtonzentimeter lassen sich Schrauben-Winzlinge anziehen – je nach Anwendung in der Feinmechanik, Optik oder Elektronik. Der Hersteller betont, dass moderne Montagetechnik sparen hilft, denn die präzisen Schraubwerkzeuge entdecken kleinste Fehler schon bei der Montage und warnen die Werker rechtzeitig. Damit sinkt der Ausschuss, und es verlässt kein fehlerhaftes Bauteil mehr das Werk.

Die gesteuerten Microtorque-Kleinstschrauber der Baureihe MT haben einen eingebauten Messwertgeber, der sich mit seiner hohen Wiederholgenauigkeit auch für die dokumentationspflichtige Montage eignet. Sie lassen sich einfach und präzise programmieren. Wenn zum Beispiel Schrauben in Kunststoff einzudrehen sind, müssen Drehzahl und Eindrehmoment mit Bedacht gewählt werden. Auch der Schraubenhersteller Ejot aus Bad Laasphe weiß das und setzt für Tests auf ein Microtorque-System aus Essen. Ist die passende Schraubstrategie einmal programmiert, gibt es keine Probleme mehr. Falsche Drehmomente, schief eingedrehte Schrauben, Gewindeausrisse, vergessene Schrauben oder Risse in Platinen sind fortan passé.

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Wichtig ist das Zusammenspiel von Schraube und Schraubtechnik, mit dem sich Montageprobleme bereits in der Planungsphase neuer Produkte ausschließen lassen. Kunden des Schraubenherstellers kaufen nicht nur Schrauben, sondern erhalten zugleich Angaben, mit welchem Eindrehmoment und welcher Einschraubtiefe sie diese montieren sollen, wie hoch die Vorspannkräfte sein dürfen, welches Trägermaterial in Frage kommt und welche Randbedingungen außerdem zu beachten sind. Hierauf reagierte der Essener Werkzeughersteller mit der Microtorque-Baureihe. Bereits vor einem Jahr hatte sich das Unternehmen mit der Übernahme von Microtec Systems aus Villingen-Schwenningen deren Know-how im Bereich von Schraubwerkzeugen für kleinste Drehmomente gesichert. Seitdem gesellen sich die Microtorque-Schrauber zu den bekannten, ebenso prozesssicheren Tensorschraubern für größere Drehmomente.

Die gesteuerten Microtorque-Elektroschrauber sammeln und dokumentieren alle Schraubdaten. Praktisch auf Knopfdruck kann die produzierte Montagequalität angezeigt und auch einem Kunden dargestellt werden. Sollten Fehler wiederholt auftreten, lassen sich daraus Verbesserungspotenziale ableiten und die gewünschte Produktqualität optimieren. Bei Fehlern geben die Werkzeuge deutliche Warnsignale ab und ermöglichten eine Prozesssicherheit der Stufe drei oder vier. pb

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