Montage- und Prüftechnik

„Einfach rüberschicken“

Mechanische Komponenten für Montageautomation
Söhner ist in der Prozessentwicklung zu Hause – von der Entwicklung des Designs über die Materialauswahl bis zur Ausgestaltung der gesamten Herstellungskette.
Sinkende Stückzahlen bei steigenden Varianten in der Montage bei zunehmend straffem Kostenrahmen setzen ein zuverlässiges Beschaffungsmanagement voraus. Misumi steht für eine unkomplizierte und kostengünstige Zulieferung mechanischer Komponenten.

Wer sich bei einer bekannten Internetenzyklopädie über Schwaigern nahe Stuttgart informiert, stößt in der Rubrik Wirtschaft und Infrastruktur sofort auf die Firma Walter Söhner. Das größte ansässige Unternehmen vor Ort bietet differenzierte Verbundtechnologie-Lösungen wie Prototypen-, Etagen-, Drei-Platten-, Heißkanal- und Mehrkomponentenwerkzeuge oder Werkzeuge zur Band- und Rotor-/Stator-Umspritzung. Seit der Gründung 1966 hat sich der Familienbetrieb – damals mit dem Fokus auf Werkzeug- und Formenbau – zu einer leistungsstarken Gruppe mit sechs Standorten von Fernost bis in die USA und derzeit insgesamt rund 1.200 Mitarbeitern entwickelt. Neben dem Schwerpunkt Automotive gehören auch Lösungen für die Bereiche Haushaltstechnik, Sanitär, Elektronik, Elektrotechnik und Medizintechnik zum Portfolio.

Der Maschinenpark umfasst aktuell unter anderem 110 konventionelle Werkzeugmaschinen, 40 CNC Bearbeitungszentren, 216 Spritzgießmaschinen und 25 Fertigungslinien. Im Stammhaus in Schwaigern werden Projekte für alle Söhner-Standorte von der Konzeption bis zur Serienfertigung betreut. Insgesamt leisten dort 25 Ingenieure und Techniker in Konstruktion und Entwicklung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der hohen Fertigungstiefe. Eine Herausforderung angesichts der Kundenanforderungen: sinkende Stückzahlen bei steigenden Varianten und zunehmend straffem Kostenrahmen. Um das zu realisieren, zählt neben der kreativen Leistung und Innovationsfähigkeit der Mitarbeiter modernste Technik ebenso wie ein effizientes Projekt- und Beschaffungsmanagement. An die Zusammenarbeit mit Zulieferern stellt das Unternehmen hohe Ansprüche.

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Wenn es um diverse mechanische Komponenten geht, schwört Oliver Böckle auf Misumi. Vor etwa drei Jahren wurde der Konstrukteur aus der Abteilung Automatisierungstechnik + Design bei Walter Söhner durch einen Tipp auf den Schwalbacher Spezialisten für mechanische Standardkomponenten und Normteile aufmerksam – seither nimmt das Bestellvolumen kontinuierlich zu. „Weil das Misumi-Konzept ideal zu unserem passt“, bringt Böckle die Zusammenarbeit auf den Punkt.

Ein Lieferant als Ansprechparnter

Gründe hierfür gibt es mehrere – zum Beispiel die Bezugskosten. Misumi liefert mehr als eine Million Norm-, Kauf- und Zeichnungsteile aus einer Hand. Abgesehen vom vereinfachten Lieferantenhandling und dem daraus resultierenden Sparpotenzial in Bezug auf Zeit und damit auch Kosten sind die Komponenten aus Schwalbach bei vergleichbarer Qualität oft deutlich günstiger; das gilt vor allem für die Kaufteile. „Da kann auch die Eigenteilfertigung manchmal nicht mithalten – ebenso wie bei den Lieferzeiten“, weiß Böckle. Die sind ein weiteres wichtiges Kriterium. „Wir müssen schnell reagieren und Lösungen entwickeln, da können uns lange Lieferzeiten schlichtweg ausbremsen.“ So wurde beispielsweise zum Bauteil für einen Antrieb bei einem anderen Anbieter eine Lieferzeit von vier Wochen genannt – bei Misumi war das Teil innerhalb von 13 Tagen verfügbar. Eine echte Praxishilfe sind auch die CAD-Daten zum direkten Download, die Böckle zu 85 Prozent über die Homepage der Europa-Zentrale und der „Schwester“ in den USA beschafft. „Wenn ich morgens um zehn Uhr CAD-Daten anfordere und am nächsten Morgen sehe, dass sie um halb acht abends da waren, ist das verlorene Zeit – ein ganzer Tag. Denn ich kann ja nichts in die Konstruktion einbauen“.

Bei Misumi unterdessen stehen die Daten binnen kurzem zur Verfügung. Auch bei echten Problemfällen bieten die Schwalbacher unbürokratische Hilfe: Ist das bislang eingesetzte Bauteil eines Herstellers nicht mehr lieferbar oder zu teuer geworden, sucht der Konstrukteur nicht lange, wo er es herbekommen könnte. „Ich mache ein Foto davon, schicke es rüber, und die kümmern sich“. Sollte die Komponente in der benötigten Ausführung nicht zur Verfügung stehen, werden die entsprechenden Anpassungen ohne Aufpreis vorgenommen. Höhere Bezugskosten bei Sonderlösungen sowie Mindermengenzuschlag wegen des Verwaltungsaufwands sei gängige Praxis, betont Böckle. Bei Misumi ist das an- ders: Die Lieferung erfolgt ohne Mindestbestellwert, Mindermengenzuschlag und ohne Versandkosten, selbst bei Stückzahl eins. Besonders angetan ist Böckle auch vom Hauptkatalog Mechanische Komponenten für Sondermaschinenbau & Montageautomation. Alle Infos schnellstmöglich zu er- halten sowie verlässliche Preise und Lieferzeiten zu erfahren schafft Planungssicherheit im gegenwärtigen Arbeitsalltag mit hohem Termindruck. pb

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