Montagetechnik

Heben im Dienste für Klein­wagen

Ungewöhnliches Konzept beim Erfinder des Montagebandes
Ford ist mit 350.000 Mitarbeitern weltweit einer der größten Automobilbauer. Das bekannte Unternehmen betreibt unter anderem in Köln-Niehl ein Montagewerk in dem man mit Hilfe einer Kran-Sonderlösung täglich 1.800 Fiesta und Fusion montiert.

Eine Sonderanlage für eine Montagelinie bei den Kölnern ist die von R. Stahl gelieferte Spezial-Hebeeinrichtung die zum Umsetzen von Motormontageplattformen im Einsatz ist. Sie ist an dem Punkt montiert, an dem man die Motoren vom Zulieferer-Park auf Plattformen setzt und zum Montageband bringt. Da die Versorgung des Montagebandes permanent sichergestellt sein muss, ist als Redundanz für den Portalroboter eine spezielle Krananlage über der Zelle montiert. Die Düsseldorfer Niederlassung der Kran- und Fördertechnik-Spezialisten konzipierte einen Zweiträger-Hängekran mit 1.000 Kilogramm Traglast. Der kompakte Kran wurde aus Standardelementen des Kleinkransystems KT 2000 gebaut. Das System eignet sich für leichte Hänge- und Arbeitsplatzkrane, auch mit sehr komplizierten Streckenführungen, Weichen und Abzweigungen. Für die Ford-Werke wurden zwei parallel gekoppelte Kettenzüge STD 50 4-4/4 mit vier Kettenabgängen (Vierpunkt-Lastaufnahme im Raster von 980 mal 1.340 Millimetern) gewählt. Sie übernehmen bei Ausfall des Portalroboters fast nahtlos den Transport der Montageplattformen. Der vom Kunden geforderte absolute Gleichlauf der vier Ketten – denn der Transport der Plattformen muss immer waagrecht erfolgen – ergibt sich aus einer Koppelung der beiden Kettenzüge per Kardanwelle. Sie verbindet mechanisch den Antrieb des ersten Zuges mit dem Getriebe des zweiten. Der Kran ist für fünf Meter Hubhöhe und 1,5/6,3 Meter pro Minute Hubgeschwindigkeit ausgelegt. Die Anlage wurde in die Belastungsgruppe H2/B2 eingestuft.

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Durch Zubehör an viele Decken

Verschiedenes Montagezubehör erleichtert die Anpassung an diverse Deckenstrukturen. Auch unter vorhandene Konstruktionen lassen sich die Kleinkrane montieren. Zwei Diagonalverbände stabilisieren den Kranbrückenträger in Sonderbauart. Zum Verfahren des Krans wird ein Reibradantrieb eingesetzt, das dem beladenen Kran eine Geschwindigkeit von 5/20 Meter pro Minute ermöglicht. Auf der Kranbrücke befindet sich ein Ge­rätekasten, der die Schützsteuerung für Kran-, Katzfahrt und Hubwerk enthält. Weitere Einzelheiten: Die Serie wird mit Traglasten von 125 bis 5.000 Kilogramm angeboten. Eine hochfeste Kettenführung und eine wartungsarme Bremse minimieren die Betriebs- und Wartungskosten. Die Rutschkupplung lässt sich bei den Produkten aus Künzelsau einfach von außen einstellen – sie spricht schnell und verzögerungsfrei an. Guido Matthes

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