Endmontagekonzept FAStplant

Schnelle Autos schnell montiert

Endmontagesystem aus Stuttgart für den Automobilbau
Das neue Endmontagekonzept in Indien verspricht dem Automobilhersteller eine Zeitersparnis bis zwölf Wochen zwischen Layoutfreigabe und Inbetriebnahme.
BMW setzt bei der Montage am neuen indischen Produktionsstandort Chennai auf ein modulares Endmontagekonzept. Standardisierte Module sorgen für Flexibilität und Anpassung an Prozess und Kapazität.

Für die neue CKD-Montagelinie vor Ort im Zukunftsmarkt Indien entschied sich auch BMW für das flexible Montagesystem FAStplant Assembly Kit von Dürr aus Stuttgart. Für den Autohersteller war die um ein Drittel reduzierte Aufbauzeit in Verbindung mit der Minimierung des Prozessrisikos entscheidend. Vormontierte und vorgetestete Module ermöglichen die schnelle Inbetriebnahme. Konkret bedeutet das für den Autohersteller in Chennai eine nur achtwöchige Montage- und Inbetriebnahmezeit. Seit diesem Februar wird dort der 3er BMW montiert, die 5er-Serie folgte im Mai.

FAStplant Assembly Kit ist eine vollständig erweiterbare Gesamtlösung, die bis hin zum Druckluftschrauber alles liefern kann. Das modulare System ist gebäudeunabhängig, jedes Modul ist in sich abgeschlossen. Die Module bestehen aus dem Stahlbau als Tragkonstruktion sowie einer Hängefördertechnik mit Mechanik und Elektrik – in diesem Fall einer Elektrohängebahn. Komplett in die Module integriert sind auch Medien wie Druckluft, Beleuchtung und Energie. Zusätzlich besteht durchgängig die Möglichkeit für das Abhängen von Handlinggeräten in jedem Takt.
Insgesamt lieferten die Stuttgarter 14 FAStplant-Module mit den Abmessungen sechs mal 5,4 mal 7,5 Meter nach Indien. Bereits in der Basisversion können Fahrzeuggewichte bis 2,5 Tonnen transportiert werden. Im Oval der 14 Endmontagemodule bewegen vier Elektrohängebahnen die Fahrzeuge von Arbeitstakt zu Arbeitstakt mit je einem Scherenhub, der stets die richtige Höhe zu den Arbeitsvorgängen ermöglicht. Den Stuttgartern bestätigt dieser Auftrag nicht zuletzt auch die gute Entwicklung des Indiengeschäftes – bereits seit zehn Jahren ist das Unternehmen mit einem eigenen Expertenteam vor Ort.

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Das Endmontagekonzept unterstützt steigende Anforderungen nach einer flexiblen und schnell anpassbaren Endmontage. Es besteht aus vormontierten, frei platzierbaren Fördertechnikmodulen, die sich in wenigen Tagen zu einer Montagelinie zusammenfügen lassen. Die Module enthalten alle Schnittstellen für die Anbindung von Montage- und Prüfgeräten. Durch das Baukastenprinzip können bestehende Linien problemlos auch auf neue Fahrzeugmodelle umgerüstet sowie erweitert, geteilt oder verkürzt werden. Durch das Konzept verkürzen sich Planung und Aufbau der Montagelinie signifikant. Im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen können dadurch bis zwölf Wochen eingespart werden. Auch DaimlerChrysler, Audi und Toyota nutzen bereits das Stuttgarter Endmontagekonzept. pb

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