Condition Monitoring

Null Fehler im Fokus

Condition Monitoring als Komplettpaket
In einer Anlage werden Snap-Armbänder schnell aus einem Lager ausgefasst, bedruckt und ausgelagert – mit geeigneten Tools für Diagnose und Condition Monitoring.
Fehler erkennen, lokalisieren, vermeiden – mit geeigneten Systemen zu Condition Monitoring und Diagnose lassen sich Maschinenstillstände auf ein Minimum zu reduzieren. Hier helfen Gesamtpakete mit Sensorik, Kamerasystemen, Ventilinseln, Visualisierung, Front-End-Controller und Dienstleistungen aus einer Hand.

Ein Gesamtpaket für Diagnose und Condition Monitoring hat Festo vorgestellt. In einer Anlage werden Snap-Armbänder schnell aus einem Lager ausgefasst, bedruckt und ausgelagert. Dabei drückt eine elektrische Achse beim Bedrucken auf die Tube, während eine pneumatische Achse die Armbänder an die Positionen transportiert. Ein Bedienpult kann mögliche Fehler anhand der Diagnosefunktionen der Ventilinsel anzeigen.

Ein kompaktes Kamerasystem überwacht die Vorgänge. Mit der hohen Abtastrate von 185 bis 2.000 Bildern pro Sekunde lassen sich einzelne oder periodisch schnelle Bewegungsabläufe analysieren und einstellen. Treten während der Inbetriebnahme der Maschine Fehler auf, hilft die Kamera, die Ursache schnell zu ermitteln und Störungen von vorneherein zu vermeiden.

Das modulare Ventilinselkonzept CPX/MPA oder CPX/VTSA, eine Kombination aus dem Remote-IO-Terminal CPX und der Magnetventilinsel MPA oder VTSA, zeigt sofort Fehlerquelle, -ort und Maßnahmen an. Dazu gehören die Fehlererkennung und -lokalisierung als modul- oder kanalorientierte Diagnose der E/As, die Ventildiagnose pro Kanal, Klartextanzeige vor Ort und Datenaufbereitung und -übertragung über Feldbus. Bei einer Ausbaustufe mit Ethernetschnittstelle sind auch integrierte IT-Lösungen wie Fernwartung, E-Mail- oder SMS-Alarm und Diagnose-Trace mit Fehlerspeicher inklusive. Zur vorausschauenden Wartung dienen bei CPX/MPA die integrierten Features zum Condition Monitoring wie Schaltspielzähler, permanente Überwachung der Spulenströme für Magnetventile sowie der modulweisen Kontrolle der Spulenspannung für Magnetventile.

Anzeige

Mit einem Ethernetanschluss auf CPX sind Diagnosedaten sofort und weltweit als integrierte IT-Lösung verfügbar. Über das Zählen von Zyklen lassen sich Wartungseinsätze bestimmen. Im Störfall kann das Modul den Fehlerort weitermelden. Sind die Werte bekannt, lassen sich Stillstände durch rechtzeitige Wartung vermeiden, Produktionsabläufe optimal steuern und Störungsursachen schneller beseitigen. Ventilinseln sind mit ihrer Verbindung von Elektrik, Pneumatik und Networking ideale Orte für die maschinennahe Diagnose. Ein Softwarepaket wie der CPX-Web-Monitor macht alle Diagnosedaten dynamisch in einem Web-Browser sicht- und anwendbar im lokalen Anlagennetzwerk, im Intranet oder weltweit. In die modulare elektrische Peripherie kann ein Front-End-Controller CPX-FEC integriert werden, der im Feld autarke Steuer- und Regelkreise, komfortable Visualisierung vor Ort sowie Vorverarbeitung am Feldbus ermöglicht. Per Fernwartung können Anlagenbetreiber ihre Maschinen von jedem beliebigen Ort im Auge behalten und Konfigurationen durch Online-Zugriff verändern: CPX-FEC verbindet Automatisierungs- und Informationstechnologie, ebenso die Feldbusknoten mit den Industrial-Ethernet-Protokollen Profinet IO, Ethernet IP oder EtherCat. Die Ethernetschnittstelle macht nicht nur das Vernetzen von Automatisierungskomponenten untereinander möglich, sondern eröffnet den Zugang zu allen gängigen IT-Diensten.

Die Überwachung von Durchfluss und Druck in den Pneumatikschläuchen übernehmen Sensoren. Sie liefern permanent aktuelle Werte für den Soll/Ist-Vergleich an die CPX, das modulare elektrische Terminal für Ventilinseln. Eine anwendungsspezifisch erstellte Software realisiert und visualisiert mit diesen Daten punktgenau, ob es sich um Leckagen handelt, die beispielsweise durch gelockerte Verschraubungen, Drosselungen aufgrund geknickter Schläuche oder Dejustage handelt. Via Front-End-Display FED werden Störungen in punkto Zykluszeiten, Luftverbrauch oder Leckagen vor Ort angezeigt.

Neben den Automatisierungskomponenten im Diagnosesystem erhöhen die Festo Services Maschinenverfügbarkeit und Prozesssicherheit. Die Analyse und Optimierung der Druckluftqualität sorgt für präzise und langzeitstabile Messergebnisse, besonders bei Dauereinsatz der Durchflusssensoren im rauen Umfeld der Fertigung. Erst optimale Druckluftqualität erhöht die Lebensdauer von Sensoren und pneumatischen Komponenten in der Gesamtanlage. Mit dem Energy Saving Service lassen sich Leckagen beseitigen.(pb)

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Bionic-Cobot

Bionische Ansätze in der Robotik

Mensch-Roboter-Kollaboration. Der Bionic-Cobot ist von den natürlichen Bewegungsabläufen des menschlichen Arms inspiriert. Mit ihm zeigt Festo, wie eine ungefährliche und direkte Mensch-Roboter-Kollaboration aussehen könnte.

mehr...
Anzeige