Montage-Assistent

20 Prozent produktiver mit Klaus

Die Digitalisierung ist für die manuelle Fertigung schwierig zu meistern. Besonders in den Bereichen, wo individuelle Produktion und kleine Kenngrößen gefragt sind, ist eine Automatisierung wirtschaftlich oft nicht realisierbar. Hier kann der Schlaue Klaus helfen.

Bei Ziehl Abegg unterstützt der Schlaue Klaus bei der Leiterplattenbestückung in der Elektronikfertigung. © Optimum

Der Schlaue Klaus von Optimum stellt für Betriebe in der manuellen Fertigung eine gute Ergänzung dar. Das System ist so aufgebaut, dass jeder Arbeitsschritt visuell genau erläutert wird. Schritt für Schritt wird der Werker durch den Prozess geführt. Dabei überwacht der Schlaue Klaus ständig, ob die einzelnen Arbeitsschritte auch korrekt ausgeführt worden sind. Erst bei erfolgreicher Durchführung gibt das er sein Okay und fährt mit dem nächsten Schritt fort.

20 Prozent Steigerung der Produktivität
In dieser Funktion ist der Schlaue Klaus auch bei Ziehl Abegg im Einsatz. Er unterstützt bei der Leiterplattenbestückung in der Elektronikfertigung und hat die Leistungsfähigkeit der ganzen Abteilung auf ein neues Niveau gehoben. Das Verfahren setzt auf einen einfachen Dreischritt:       

Das System ist so aufgebaut, dass jeder Arbeitsschritt visuell genau erläutert wird. Schritt für Schritt wird der Werker durch den Prozess geführt. © Optimum

Mittels Auftragsnummer greift der Schlaue Klaus zunächst auf Daten in der firmeninternen Datenbank zurück. Hier ist jeder einzelne Arbeitsschritt im Zuge der Installation des Systems hinterlegt worden. Ein Abgleich erfolgt in Echtzeit. Per Monitor erhält der Mitarbeiter anschließend eine Anleitung zu jedem Arbeitsschritt. Der Schlaue Klaus führt den Werker durch den gesamten Prozess und prüft, ob die Arbeitsschritte korrekt ausgeführt worden sind. Ist ein Arbeitsschritt erfolgreich ausgeführt, bestätigt der Schlaue Klaus schließlich den Erfolg und fährt mit dem nächsten Schritt fort. Passt etwas nicht, weist der digitale Kollege den Werker darauf hin und dieser kann dann umgehend korrigieren. So gehören Fehler der Vergangenheit an.

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Ziel von Ziehl Abegg war es, die Fehler in der Produktion zu minimieren. „Der Schlaue Klaus war so etwas wie der Blitz im Gehirn“, erinnert sich Produktionsleiter Hermann Mütsch an die erste Präsentation bei Optimum in Karlsruhe. Sechs Arbeitsplätze hat das Unternehmen mit dem Schlauen Klaus ausgestattet. Denn die Vorgaben wurden problemlos erfüllt. Die Fehlerquote liegt bei 0ppm. Als schöner Nebeneffekt sorgen zusätzliche Sicherheit und der Wegfall der Nachkontrolle dafür, dass die Produktivität um 20 Prozent gesteigert werden konnte.

Der digitale Kollege ist auch deshalb beliebt, weil er enorm flexibel ist. Klaus ist so programmierbar, dass für den Konstruktionsablauf entweder eine feste Reihenfolge vorgegeben wird oder eine freie Montage der Teile möglich ist. Sogar eine Mischform aus beiden Varianten lässt sich realisieren.

Alle sichtbaren Merkmale eines Werkstückes können durch vorheriges Einlernen identifiziert werden. In der Fertigung wird die richtige Position angezeigt und überprüft. Bei Dioden unterhalb kann eine zweite Kamera zur zusätzlichen Unterstützung und Erkennung dienen. Sogar eine visuelle Unterscheidung der verschiedenen Pole einer Batterie ist dem Schlauen Klaus möglich.

Für viele Unternehmen entscheidend ist, dass das System in der Lage ist, die Variantenvielzahl eines Werkstückes korrekt zu identifizieren. Durch die Unterstützung des Assistenzsystems wird eine Fertigung in geringen Losgrößen wirtschaftlich attraktiv. Individuelle Produktion in kleinen Mengen ist kein Problem mehr.

Ist ein Arbeitsschritt erfolgreich ausgeführt, bestätigt der Schlaue Klaus den Erfolg. © Optimum

Mit Laser präzisier arbeiten
Um die Ablenkung bei besonders anspruchsvollen Arbeitsschritten so gering wie möglich zu halten, ist Klaus seit kurzem mit einem Laser ausgestattet. Dieser ermöglicht eine visuelle Unterstützung zusätzlich zur bildschirmgestützten Anleitung. Die Lichtpunkte des Lasers sind in der Lage, die Punkte anzuzeigen, an denen eine Komponente hinzugefügt werden muss. Auch Position und Ausrichtung lassen sich entsprechend darstellen. Die Rückmeldung an den Werker erfolgt durch einen Farbwechsel des Lasers und weist auf die Richtigkeit oder Fehler hin.

Einer der größten Vorteile laut Hersteller ist, dass mithilfe des Assistenzsystems ein umfangreiches Wissensmanagement möglich wird. Mitarbeiter anlernen, ihnen Prozesse beibringen und sie zum selbstständigen Arbeiten motivieren, übernimmt der neue Kollege. Auch die Erfahrungen, die andere Mitarbeiter in der Fertigung gemacht haben, können übernommen werden und stehen über eine zentrale Serverstelle in allen Niederlassungen eines Unternehmens zur Verfügung.

In komplexeren Fertigungsbereichen entfällt nicht nur die lange Anlernzeit, die gleich zwei Mitarbeiter bindet, auch die Fehlerzahl wird minimiert, da das System durchgehend kontrolliert. Dadurch erhöht sich zusätzlich die Arbeitsgeschwindigkeit. Und der Druck der richtigen Montage komplexer Bauteile wird den Mitarbeitern abgenommen. as

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