Werkstückträgerumlaufsystem

Merkmal Vielseitigkeit

Werkstückträgerumlaufsystem Versamove. Zur automatisierten und vernetzten Teilefertigung gehört zwingend der Transport von Werkstückträgern. Flexibel und präzise soll er sein, gern mit Roboter-Anbindung. Für diese Anforderungen hat Maschinenbau Kitz Versamove entwickelt.

Verkettung des Systems Versamove mit Montageautomation. (Foto: mk Technology)

„Der Trend zu einer individualisierten Produktion mit dem theoretischen Ziel von Losgröße eins hält nach wie vor an“, so Christian Becker, Produktmanager bei der mk Technology Group. „Zukünftig wird die Fertigung von kleinen Losgrößen den Produktionsalltag bestimmen. Um die steigenden Herausforderungen mit der Realisierung zunehmend kleinerer Losgrößen zu meistern, hat mk ein Werkstückträgerumlaufsystem entwickelt, das diesen Attributen Rechnung trägt.“ Modularität, Kompatibilität und Vielseitigkeit stehen also ganz oben: Durch den modularen Aufbau von Versamove sei eine schnelle und transparente Planung und Projektierung gewährleistet. Versamove lässt sich flexibel erweitern und an die Gegebenheiten vor Ort anpassen. Der Hersteller hat bei der Entwicklung des Systems auf Kompatibilität mit bereits am Markt bestehenden Systemen geachtet. So können zum Beispiel auf Versamove standard auch Fremd-Werkstückträger eingesetzt werden. Bestehende Anlagen lassen sich auf diese Weise mit Versamove erweitern. Und schließlich steht „Versa“ für Versatility – Vielseitigkeit. Versamove lässt sich in nahezu allen Bereichen der Automatisierung und des Materialflusses einsetzen. Der Hersteller bietet mit Versamove den kompletten Rundumservice samt Steuerung, Inbetriebnahme und Wartung.

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Mehrere Größen – viele Anwendungsgebiete
Versamove ist in drei Ausführungen erhältlich: Die Ausführung Standard ist für 40 Kilogramm schwere Teile pro Werkstückträger ausgelegt. Mit Versamove plus lassen sich Größen bis 1.040 mal 1.040 Millimeter und 100 Kilogramm realisieren. Die Ausführung Versamove ultra kann Werkstückträger mit Abmessungen bis 1.200 mal 1.200 Millimeter und 300 Kilogramm pro werkstückträger transportieren. Versamove standard ist der kleine Alleskönner: Er transportiert Werkstückträger ab einer Größe von 240 mal 240 bis 400 mal 400 Millimeter. Abmessungen sind individuell oder auch im 80-Millimeter-Raster möglich. Damit ist das Transportsystem kompatibel zu anderen am Markt gängigen Systemen, wozu auch das eigens entwickelte 45-Millimeter-Aluprofil beiträgt, das als Basisaufbau für das gesamte System dient. Eine Anbindung an bestehende Anlagen ist daher möglich.

Für die Flexibilität bietet der Hersteller drei verschiedene Zweistrangförderer als Transferstrecken an. Für den schnellen Taktbetrieb und eine hohe Präzision und Laufruhe eignet sich der Zahnriemenförderer. Der Staurollenkettenförderer sei ideal für einen Transport auf Stau oder für stark belastete Anwendungen, auch in schmutzigen Umgebungen, geeignet. Ganz neu hat der Anbieter als dritte Option einen Zweistrangförderer mit einer kurvengängigen Flachplattenkette entwickelt. Auch dieser Förderer ist für den Staubetrieb geeignet. Auch hiermit lassen sich Kurven realisieren.

Kurvenlösung mit Scharnierband am Versamove Standard. (Foto: mk Technology)

Hubeinheiten ergänzen das System
Durch seinen modularen Aufbau ist Versamove vielfältig einsetzbar und gut an die Gegebenheiten vor Ort anpassbar. Der Hersteller bietet neben den Strecken auch Hub-Querförderer und Hub-Dreheinheiten an. So lassen sich Werkstückträger auch bei komplexen Raum- und Lageanforderungen sicher transportieren. Um fest definierte Transportebenen zu erreichen oder um einen vertikalen Umlauf zu realisieren, eignet sich der pneumatisch betriebene Kurzhublift; er kann Höhenunterschiede von 200 bis 600 Millimeter überbrücken. Besonders für die automatisierte Fertigung ist eine präzise Indexierung der Werkstückträger erforderlich. Mit einer Wiederholgenauigkeit bis 0,1 Millimeter in X-, Y- und Z-Richtung richten die Positioniereinheiten die Werkstückträger genau aus.

Versamove sei neben der Vielseitigkeit auch wartungsfreundlich: Eine automatische Ketten-Spannstation und eine Zentralschmiereinheit verlängern die Lebensdauer der Transportketten und reduzieren aufwendige Wartungsintervalle. Für die prozesssichere Automatisierung kann der Anwender RFID-Chips in den Werkstückträgern einbetten; so lassen sich über Sensoren und Schalter Lage und Fertigungsstatus der Werkstücke komplett überwachen und steuern. pb

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