Desoutter-Inbetriebnahme-Service

Moderne Werkzeuge richtig nutzen

Moderne Schraubsysteme dokumentieren die Verschraubung oder leiten Werker per Monitor an. Um die Leistungsfähigkeit auszuschöpfen, begleitet Desoutter seine Kunden bei der Inbetriebnahme mit dem Programm Start-up.

Die Unterweisung der Mitarbeiter, die mit dem Schraubsystem umgehen müssen, gehört zum Start-up-Paket dazu und wird per Zertifikat bestätigt. © Desoutter

„Wer die Qualität erhöhen und Kosten zum Beispiel in der Montage senken will, benötigt eine umfassende Kontrolle über seine Gesamtprozesse – und natürlich über jede Einzeloperation innerhalb dieser Prozesse“, sagt Emil Gümüsdagli, der bei Desoutter in Maintal den Bereich Service leitet. Durch den Einsatz von Prozessleitsystemen, intelligenten Werkzeugen und weiterer IT könnten Unternehmen heute sicherstellen, dass jeder Arbeitsschritt, wie beispielsweise das Anziehen einer Schraube, korrekt und mit dem richtigen Ergebnis erfolge – und dieses auf Jahre hinaus dokumentieren.

„In der Montage haben sich in den letzten Jahren durch computergesteuerte Schraubsysteme und etwa die Anforderungen der VDI/VDE 2862 – die Mindestanforderungen zum Einsatz von Schraubsystemen und -werkzeugen in der Industrie definiert – Quantensprünge vollzogen“, sagt Gümüsdagli. „Damit steigen auf der einen Seite die Qualität, die Effizienz und auch die Produktivität. Auf der anderen Seite haben die Anwender aber auch mehr Details zu beachten.“

Moderne Werkzeuge seien wesentlich komplexer und leistungsfähiger als einfache Druckluft- und Elektroschrauber – damit aber auch beratungsintensiver. „Die Systeme müssen nicht nur auf die Anwendung, sondern auch auf die individuellen Anforderungen des Kunden abgestimmt werden“, erklärt der Desoutter-Manager. „Bei der Inbetriebnahme unserer Schraubsysteme an der Linie sind daher in der Regel unsere Techniker mit vor Ort, um etwa die erste Parametrierung vorzunehmen.“

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Neuparametrierung ist sinnvoll
Die Erfahrung der Desoutter-Experten zeige, dass diese Voreinstellungen in der Praxis, nach den ersten Tagen in der Serie, oft nachjustiert werden müssten: Wenn etwa bei den Schrauben größere Gewindetoleranzen oder Reibwerte auftreten als gedacht oder gar andere Bauteile zum Einsatz kommen als ursprünglich festgelegt. Oder wenn die Lieferanten wechseln. „Selbst bei kleineren Abweichungen ist eine Neuparametrierung sinnvoll“, betont Gümüsdagli. „Die Produktionsleiter nehmen dann in der Regel gleich wieder Kontakt zu uns auf, um einen Experten für die Programmierung anzufordern.“

Desoutter-Techniker installieren die neuen Schraubsysteme, nehmen sie an der Linie in Betrieb und führen vor Ort auch erste Parametrierungen durch. © Desoutter

Denn einerseits müssten die Montageverantwortlichen in den Betrieben heute immer mehr Aufgaben übernehmen, so dass sie nicht mehr alles bewältigen können. „Und unsere Mitarbeiter haben natürlich einen Erfahrungsschatz, den unsere Kunden gerne nutzen dürfen“, meint der Business-Manager. Er jedenfalls halte das Risiko für zu groß, dass sich nach einem Serienstart aufgrund vorschnell und nicht optimal gesetzter oder angepasster Schraubparameter Qualitätsmängel an ganzen Produktchargen einstellten. Letztlich stellten sich viele Dinge in der Praxis oft anders dar, auch wenn man im Vorfeld versuche, alle Eventualitäten abzuklopfen.

Anlaufbegleitung von Experten
Um solchen Unwägbarkeiten zuvorzukommen, bietet Desoutter eine Begleitung der Inbetriebnahme neuer Schraubsysteme an. Das Service-Paket nennt sich Start-up und umfasst die gesamte Anlaufbegleitung. Neben der Installation, Parametrierung und Werkzeugeinstellung gehören Funktionstests zum Paket. Die Sicherung der Schraubdaten, eine Maschinenfähigkeitsuntersuchung sowie die Prüfung nach DGUV-Vorschrift 3 werden ebenfalls von Desoutter-Mitarbeitern vorgenommen. Die Anwender werden in der korrekten Handhabung der Werkzeuge unterwiesen, und schließlich wird die Produktion überwacht, bis sichergestellt ist, dass alles reibungslos funktioniert.

„Manche Kunden haben uns zu einem späteren Zeitpunkt erneut wegen Unregelmäßigkeiten angesprochen, die sich dann aus Anwenderfehlern erklärten“, sagt Gümüsdagli. Jetzt gehöre die Unterweisung der mit dem System befassten Werker zum Start-up-Paket dazu. Weil der Prozess über den gesamten Start begleitet wird, können Anwender ihre Fragen direkt stellen und in der Folge Kleinigkeiten selbst beheben, wenn es einmal haken sollte. „Die Anwender gewinnen an Sicherheit, produzieren von Anfang an in der gewünschten Qualität und haben die zertifizierte Gewissheit, dass wir alle Konstruktionsvorgaben und Normen sicher einhalten“, so Gümüsdagli.

Die Kosten für den Start-up berechnet Desoutter je nach eingesetzten Werkzeugen und Produktionsbedingungen mittels eines Kalkulators, so dass Unternehmen vor Produktionsstart abschätzen können, was sie für den effizienten Start in die Serienfertigung investieren müssten. as

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