Fraunhofer-Studie

Zukunftschancen für visuelle Assistenzsysteme

Digitale Assistenzsysteme gewinnen in der Herstellung an Bedeutung für die Vernetzung von Mensch, Maschine und Produkt. Das bestätigt auch eine Studie des Fraunhofer IAO.

Der Utility Film von Memex fungiert als eine Art digitale Arbeitsanweisung, welche den Anwender Schritt für Schritt durch die Abläufe führt. © Memex

Die Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation entstand im Rahmen eines Umsetzungsprojektes des Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrums Stuttgart in Zusammenarbeit mit Memex. Ziel ist es, den aktuellen Einsatz von digitalen Assistenzsystemen im Produktionsumfeld widerzuspiegeln und auch deren Perspektiven für die Zukunft zu ermitteln. So wurden Produktionsverantwortliche aus insgesamt 144 Unternehmen nach ihren Erwartungen befragt, welche Assistenzsysteme sich an ihren Produktionslinien in Zukunft etablieren werden. Gemeint sind damit Techniken und/oder Technologien, die Werkern helfen sollen, sich auf eine immer größere Produktvielfalt einzustellen als eine Folge von Industrie 4.0 und dem Trend zur „Losgröße 1“.

Eines der wesentlichen Resultate der Studie: Nahezu alle Befragten sehen digitale Assistenzsysteme in Form von Visualisierung in den kommenden fünf Jahren in den Unternehmen im Einsatz. Fast 95 Prozent der Teilnehmer planen sogar die Verwendung von digitalen Visualisierungen in ihrer eigenen Firma.

Steigende Nachfrage auch bei den Anbietern
Memex ist seit 15 Jahren auf dem Feld der Video-Instruktion tätig. Über die Jahre avancierte man so zu einer festen Größe vor allem im Bereich der Visualisierung. Mittlerweile zählen namhafte Firmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Medizintechnik und der Automotive-Branche zum stetig wachsenden Kundenkreis.

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Zu den Produkthighlights gehört der „Utility Film“, mit dem sich zeitsparend Produktionsabläufe visuell nachvollziehbar vermitteln lassen. Diese Form des Instruktionsvideos hat das Unternehmen nicht nur technisch etabliert, sie schult auch Unternehmen dabei, solche Utility-Filme in Eigenregie zu erstellen und in ihre jeweilige Umgebung zu integrieren.

Die Umgebung kann beispielsweise der Montagearbeitsplatz im Shopfloor sein oder an der Produktionslinie. „Mit dem Utility Film und der dazugehörigen webbasierten Plattform unterstützen wir Anwender bestmöglich bei ihren bevorstehenden Aufgaben, und sorgen dafür, dass beliebig komplexe Prozesse bereits bei der ersten Anwendung fehlerfrei durchgeführt werden können“, so Robert Rothenberger, Geschäftsführer bei Memex. Bezugnehmend auf die Umfrageergebnisse betont er: „Wir haben in den letzten Jahren ein steigendes Interesse an unseren Anwendungen und Schulungen festgestellt, das sich jetzt auch in der Studie wiederspiegelt.” Deshalb wurde im Herbst 2019 eine neue Version der Clip-Bearbeitungssoftware auf den Markt gebracht. Die webbasierte Plattform macht die Erstellung und Verwaltung von Utility Filmen einfacher.

Visualisierung: Mehr als 90 Prozent planen mit dieser Technik
Direkt an den Produktionslinien den Werkern mit maßgeschneiderten Videos richtige Methoden zeigen – das wird in vielen Unternehmen als Zukunftsweg erachtet. So steht laut Studie bei einem Großteil der Unternehmen die digitale Visualisierung als Assistenzsystem hoch im Kurs. Von den befragten 144 Firmen planen mehr als 90 Prozent, diese Technik in den nächsten fünf Jahren in ihren Unternehmen einzusetzen. Vor allem in den Unternehmensbereichen Fertigung und Montage wird das als sinnvoll erachtet. „Ein starkes Zeichen dafür, dass in Zeiten der Digitalisierung visuelle Instruktion für die Qualifizierung immer wichtiger wird”, so Rothenberger.

Die neue, webbasierte Plattform soll die Erstellung und Verwaltung von Utility Filmen nun noch einfacher und anwenderfreundlicher machen. © Memex

So unterstützt die Visualisierung von Daten den Werker und Monteur im Shopfloor dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen und sich einen Überblick über die aktuelle Prozesssituation zu verschaffen. Über visualisierte Montageanleitungen erhalten die Mitarbeiter zudem präzise Informationen zum eigentlichen Montageprozess. Und nicht zuletzt sparen sich die fertigenden Unternehmen durch die didaktisch aufgebauten Utility-Filme langwierige Anlernzeiten und vermeiden zudem Fehler in Fertigung und Montage.

Auch der Utility-Film von Memex fungiert als eine Art digitale Arbeitsanweisung, welche den Anwender Schritt für Schritt durch die Abläufe führt. Durch diese neuartige Form der Wissensvermittlung können nicht nur Arbeitsabläufe gleich beim ersten Mal fehlerfrei ausgeführt werden, vor allem neue Mitarbeiter profitieren von der schnellen und sicheren visuellen Einlernmethode. Die Darstellung der realen Umgebung funktioniert dabei ohne Sprache, Schritt-für-Schritt und ersetzt die klassische Arbeitsanweisung mit Bild und Text. Weitere Vorteile sind u.a. die einheitlichen Standards beim Erlernen neuer Prozesse und die Vermittlung der besten bekannten Methoden für die individuell angewendeten Verfahren.

Visualisierung setzt sich auch gegen Augmented Reality durch
Die Fraunhofer-Wissenschaftler haben die Firmen schließlich nach ihren Erwartungen zum Einsatz anderer Technologien wie etwa Augmented Reality befragt. Zwar werde dieser Technologie ein hohes Potential für eine zukünftige Nutzung in allen Bereichen zugebilligt. Gewichte man jedoch dazu die aktuelle Nutzung der Assistenzsysteme “so wäre die Visualisierung auch hier der Gewinner”, bilanzieren die Verfasser der Studie. Zudem hätten fast 95 Prozent der befragten Unternehmen einen konkreten Einsatz der digitalen Visualisierung bereits konkret geplant – diese Technik werde also „weiterhin ein maßgebliches digitales Assistenzsystem sein.“

Für Robert Rothenberger ist die Studie des Fraunhofer-Instituts eine positive Bestärkung, mit der Eigenentwicklung „Utility Film“ richtig zu liegen und das Produkt stärker an den Technologien des Industrial Internet of Things auszurichten. „Memex kombiniert schon heute Arbeitsanweisungen auf Basis von 3D-Animationen, Augmented Reality und anderen Visualisierungen“, betont Robert Rothenberger. „Wir haben dabei den Anwender und seine Lern- und Arbeitsergebnisse im Fokus. Dafür werden die Technologien so kombiniert, dass sie die Qualifizierung in ihren Unternehmen einen entscheidenden Schritt nach vorne bringen können.” as

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