Förderband

Futter für die Montage 4.0

Förderband 4.0. Auch IFC baut an der Smart Factory und stellt ein intelligentes Zuführband vor. In ihm sind Funktionen integriert, die das Band ausfallsicher und energieeffizient machen.

IFC fokussiert die Teilezuführung und stattet das Zuführband mit intelligenten Funktionen aus. (Foto: Born)

In der Fabrik der Zukunft kommunizieren die Maschinen miteinander; Produkte bahnen sich ihren eigenen Weg durch die Produktion, und die Förderbänder denken mit. Der starren Produktion am Fließband wird ein Ende bereitet. Künftig wird auch intelligente Fördertechnik darüber entscheiden, zu welcher Maschine ein Produkt gebracht wird. Förderbänder könnten der Maschine mitteilen, welches Bauteil als nächstes festgeschraubt werden muss. Auf Störungen reagieren die Förderbänder flexibel und bewahren die Produktion vor Stillstand.

Eine weitere Vision ist, dass in einer flexiblen Fabrik der Zukunft die Produkte selbst den besten Weg wählen. Ein Verbund aus intelligenter Fördertechnik bewertet situativ den Auftrag, legt die Reihenfolge der Produktionsschritte fest und wählt den Weg der geringsten Auftragsauslastung der Maschinen – ohne Stau und Ausfall. Voraussetzung: die Vernetzung der Maschinen, Förderbänder und Flurförderzeuge mit einer einheitlichen Kommunikationsschnittstelle. „Sofern noch an dieser Thematik gearbeitet wird, können die beteiligten Komponenten und Systeme eines Montage- und Zuführautomaten individuelle Wege gehen, die in die Richtung einer vernetzten Produktion à la Industrie 4.0 zeigen“, meint IFC-Chef Andreas Schirmer. Gelingt beispielsweise das Prüfen und Vermessen der Zuführteile im laufenden Betrieb, ließen sich Qualität und Effizienz in der Produktion steigern. Setzt man – wie Zuführspezialist IFC es tut – das Förderband in den 4.0-Fokus, lassen sich die Parameter Strom, Temperatur, Drehzahl und Betriebsstunden für Funktionen auswerten. Damit gewinnt die Komponente Förderband an Intelligenz, die über die Nutzung als pure Transportkomponente hinausgeht. Konstruktiv gesehen befinden sich die Sensoren für Strom, Temperatur und Drehzahl auf der Steuerelektronik. Koppelt man einen Betriebsstundenzähler und LAN-Adapter direkt in das Anlagen- beziehungsweise Firmennetzwerk, sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich Wartungsarbeiten gezielt und termintreu planen lassen.

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Das Förderband zeigt an, wann ein Service vorzunehmen ist. Installiert man eine Stromüberwachung, die für unterschiedliche Geschwindigkeiten jeweilige Ströme zulässt und bei längerer Wertüberschreitung beispielsweise um zehn Prozent, so erfolgt eine optische oder akustische Warnung, die die Überprüfung von Riemen und Kugellager nach sich zieht. Auch hier gilt es, gezielt und geplant Wartungsarbeiten einzuleiten und damit den Service zu optimieren. Bisher steigt im Falle einer Störung oder eines Stillstands der Strom rapide an, und per Überlastabschaltung steht das Band.

Temperatur und Drehzahl sind weitere Funktionsfaktoren für ein Förderband. Während bei ersterem eine Sicherheitsabschaltung bei Überhitzung erfolgt, lässt sich per Drehzahl eine Regelungseinstellung vornehmen. In Bezug auf eine Spannungs-Sollwertvorgabe kann eine definierte Geschwindigkeit vorgegeben werden. Kommt die Meldung eines Stillstands, so ist sofortiger Service erforderlich. Schwanken die Geschwindigkeiten aufgrund streifender Führungen, verlaufender Riemen oder beschädigte Lager, schwanken die Bänder in der Laufgeschwindigkeit – und eine Wartung steht an. pb

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