ESD-Schäden

Damit der Funke nicht überspringt

ESD-Schäden verhindern. Durch elektrostatische Entladungen werden elektronische Baugruppen oftmals bei der Montage oder Fertigung beschädigt. Mit den richtigen Arbeitsplatzsystemen und Schulungen können ESD-Schäden verhindert werden.

Beispiel eines ESD-Arbeitsplatzsystems mit Ionisation. (Bild: ESD-Protect

Bei der Fertigung kleiner elektronischer Baugruppen sowie der Montage elektronischer Geräte und Systeme sind elektrostatische Entladungen häufige Ursachen für Schäden an empfindlichen Halbleitern. Dieses physikalische Phänomen wird als ESD (Electro-Static-Discharge) bezeichnet und resultiert aus der elektrostatischen Aufladung von Menschen und Gegenständen.

Sowohl Haut und Haare als auch die Bekleidung sind fähig, hohe Ladungen aufzunehmen und zu speichern. Verstärkt wird dies durch niedrige Luftfeuchtigkeit, Teppichböden, synthetische Kleidung oder isolierende Schuhe. Die filigranen Komponenten heutiger elektronischer Baugruppen können bereits bei einer elektrostatischen Entladung mit einer geringen Spannung ab etwa 100 Volt irreparabel beschädigt werden. Für den Menschen werden elektrostatische Entladungen erst ab einer Spannung von etwa 3.500 Volt spürbar. Das Fachpersonal merkt oft überhaupt nicht, dass es womöglich Beschädigungen verursacht hat. Vielmehr ergeben sich häufig Vorschädigungen, die sich erst im dauerhaften Betrieb eines Gerätes zu handfesten Funktionsstörungen ausweiten. Die Folge sind Kundenreklamationen und erhebliche Kosten, vom Imageverlust ganz zu schweigen.

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Bei sitzender Tätigkeit ist das Tragen eines ESD-Handgelenkbandes vorgeschrieben. (Bild: ESD-Protect)

Wegen der enormen Bedeutung des ESD-Schutzes bietet die ESD-Akademie in Großmaischeid umfangreiche Schulungen und Trainings auf diesem Gebiet an. Von der ESD-Fachkraft über den ESD-Koordinator bis hin zum ESD-Auditor können alle Qualifikationen erreicht werden. Neu ist ein Seminar zur Planung, Konstruktion, Bau und Abnahme normgerechter Fertigungsanalgen, Produktionslinien und Sondermaschinen, mit denen ESD-sensitive Bauteile und Baugruppen gehandhabt werden sollen.

In einer ESD-gerechten Sicherheitszone (electrostatic protected area EPA) sind die Kleidung der Mitarbeiter, Werkzeuge, Geräte, Möbel und Fußböden ESD-sicher und ableitfähig. Zusätzlich kann mit dem Einsatz von Ionisatoren sogar die Umgebungsluft neutralisiert werden. Eine EPA muss entsprechend gekennzeichnet sein. Darüber hinaus sind ESD-sichere Verpackungen der empfindlichen Bauteile von hoher Bedeutung. as

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