ERP-Software

Sondermaschinenbau ist berechenbar

Digitalisierung in der Fertigung. SME Sondermaschinenbau Engelsdorf fertigt Maschinen und Anlagen speziell nach Kundenwunsch. Die ERP-Software Deleco von Delta Barth begleitet jedes Projekt – von der Angebotserstellung, über die Generierung von Stücklisten bis hin zur Arbeitsplanung und Rechnungslegung.

Wenn es darum geht, Autositze passgenau zu montieren, kommen automatisierte Produktionsanlagen von SME zum Einsatz. © SME

Wenn es darum geht, Autositze passgenau zu montieren, schwere Materialien mühelos von A nach B zu fördern oder Joghurtbecher platzsparend auf Paletten zu verladen, dann kommen automatisierte Produktionsanlagen zum Einsatz. SME Sondermaschinenbau Engelsdorf hat sich auf die Produktion dieser Handling-, Montage- und Transportanlagen spezialisiert, hauptsächlich für die Branchen Automotive, Lebensmittel- sowie Baustoffindustrie. SME sei immer dann gefragt, so Geschäftsführer Jan Wolf, wenn Standardlösungen nicht weiterhelfen: „Wir verstehen uns als Dienstleister der Industrie. Egal welches Produkt der Kunde befördern oder montieren möchte – wir liefern den Automatisierungsprozess dafür.“

Bei SME läuft kein Prozess an der ERP-Software Deleco vom Software-Hersteller Delta Barth vorbei. Durchgängig begleitet Deleco jedes Projekt durch alle Abteilungen – beginnend mit der Angebotserstellung, über die Generierung von Stücklisten aufbauend auf den Konstruktionsdaten bis hin zur Arbeitsplanung und Rückmeldung der aufgewendeten Zeiten sowie schließlich der Rechnungslegung. „Diese klaren Abfolgen haben unsere Arbeitsweise positiv beeinflusst“, beschreibt Jan Wolf, der die größte Herausforderung an seine Business Software allerdings darin sieht, die perfekte Balance aus geregeltem Workflow und Flexibilität zu finden. Denn der Bau einer Sondermaschine sei immer als Prozess zu verstehen. Nicht selten ergeben sich in der laufenden Fertigung zusätzliche Anforderungen, neue Lösungswege werden erprobt und hinzukommende Bauteile müssen hergestellt oder eingekauft werden.

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Änderungen in der Konstruktion werden beispielsweise in Form nachträglicher Ergänzungen oder mithilfe verschiedener Technologievarianten abgebildet. Trifft zusätzlich bestelltes Material in der Warenannahme ein, kann dieses als „ungeplant“ dem entsprechenden Fertigungsauftrag zugeordnet werden und findet so auf kurzem Weg seinen Platz im System. So bleibt SME flexibel und behält gleichzeitig den Überblick über alle Projekte sowie die dazugehörigen Daten – für ein späteres Controlling ein immenser Vorteil.

Bei SME läuft kein Prozess an der ERP-Software Deleco vom Software-Hersteller Delta Barth vorbei. © SME

Kosten und Einnahmen im Blick
Die strukturierte Arbeitsweise bietet einen weiteren Vorteil: den Rundumblick auf Kosten und Einnahmen. „Mit einer stichhaltigen Kostenauswertung steht und fällt der Erfolg eines Unternehmens“, ist sich Jan Wolf sicher. Besonders im Hinblick auf den Sondermaschinenbau mit seinen zahlreichen Kostenbestandteilen sei es wichtig, sich auf akkurate Geschäftszahlen verlassen zu können. Die Voraussetzungen schafft Deleco aufgrund einer lückenlosen Datenbasis. Von der ersten Zeichnung bis zu den Fertigungsschritten in der Produktion werden die Arbeitszeiten, welche die Mitarbeiter aufwenden, erfasst. Darüber hinaus werden die Maschinenstunden in Form von Fertigungskosten sowie die Ausgaben für Einkaufsteile, Fremdvergaben oder Material direkt aus dem Einkauf herangezogen. All diese Daten analysiert die Software und stellt die Ergebnisse mittels Auswertungen und Diagrammen zur Verfügung.

Jan Wolf schätzt vor allem die stichtagsbezogene Betrachtung der Projektzahlen. Hierbei werden die im Auftragswert kalkulierten Kosten mit den tatsächlich entstandenen Ausgaben und Einnahmen in direkten Vergleich gesetzt. Selbst erwartete Kosten bezieht die Software anhand von Bestellungen, Wareneingängen sowie Rechnungen mit ein. Den Rundumblick komplettieren die Anzahlungs- und Schlussrechnungen im Verkauf. Die Liquidität des Unternehmens wird damit zu jeder Zeit überwacht.

Und ein weiterer Nutzen liegt auf der Hand: „Durch den Soll-Ist-Vergleich habe ich stets den kostenmäßigen Projektstand parat und sehe sofort, ob die Kalkulation aufgeht oder sich Differenzen ergeben“, schildert der Geschäftsführer. Ist letzteres der Fall, schließt sich meist der Blick in die Aufschlüsselung der Kostenbestandteile an. Anhand dieser Auswertung ist sofort ersichtlich, wie sich die Ausgaben zusammensetzen und ob beispielsweise die Material-, Fremdvergabe-, Projektaufgaben- oder Fertigungskosten für den Anstieg verantwortlich sind. Damit ist es möglich, frühzeitig zu reagieren.

Zusätzlich wird mit jedem abgeschlossenen Projekt auch die Preisberechnung präziser. „Dank Deleco können wir in der Nachkalkulation extrem in die Tiefe gehen. Wir können die Kosten für die einzelnen Baugruppen als Ganzes betrachten oder sie bis zur letzten Schraube aufschlüsseln“, berichtet Jan Wolf. Die so gewonnenen Informationen zieht der Unternehmer bei der Kostenschätzung für den nächsten Auftrag wieder heran. as

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