Elektroschraubsystem

Von 0 auf 3.400 in unter 10 Sekunden

Elektroschraubsystem. Das Herzstück jeder Spritzgießmaschine ist die Schließeinheit. Für ihre Montage ist Präzision das oberste Gebot. Arburg verschraubt die Zuganker ihrer Allrounder-Spritzgießmaschinen mit einem Tensor-Schrauber von Atlas Copco.

Mit dem Tensor Revo verschraubt Arburg die Zuganker seiner Allrounder-Spritzgussmaschinen sechsmal produktiver. © Atlas Copco

Die aus hartem Spezialstahl geschmiedeten und an ihren Enden mit einem robusten M42-Gewinde versehenen Zuganker stellen für die Firma Arburg einen weichen Schraubfall dar. Weich deshalb, weil nach der sogenannten Kopfauflage des Schraubfalls zum Erreichen des Enddrehmoments noch etwa 720 Winkelgrade anzuziehen sind. „Die drehmomentkorrekte Montage der je nach Modell acht bis zwölf Zugstangen sind eine der wichtigsten Schraubfälle an unseren Maschinen“, betont Martin Widmaier, Gruppenleiter Betriebsmittelkonstruktion bei Arburg: „Ein präzises Verschrauben dieser Stangen schafft erst die Voraussetzung für die optimale Kraftverteilung in der Schließeinheit.“

Die Allrounder bringen mit Schließkräften von bis zu 6.500 Kilonewton Spritzteile in Form. Zusammen mit dem Werkzeuglieferanten Technik Center Tuningen stimmte Arburg ein Tensor-Elektroschraubsystem von Atlas Copco auf diese besondere Fügeaufgabe ab.

Der in einem wendigen Werkzeugwagen untergebrachte Tensor-Revo-Schrauber lässt sich bequem an seine Einsatzorte in der Montagehalle fahren und erhält über ein WLAN-Modul alle Daten zu den jeweils benötigten Drehmomenten und Anziehwinkeln. Zudem lässt sich das System mit der elektronischen Maschinenakte verbinden, die jeden Allrounder durch die Fertigung begleitet. Um bei einem Zieldrehmoment von 3.400 Newtonmetern ein etwaiges Verspannen der Gussplatten zuverlässig auszuschließen, ist der digital gesteuerte Hochmomentschrauber auf ein zweistufiges Anziehen programmiert.

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DieBedienung ist intuitiv-einfach: Im ersten Schritt überträgt der Tensor Revo zunächst 1.800 Newtonmeter in den Schraubfall, in der zweiten Stufe zieht das Werkzeug dann aufs Endmoment von 3.400 Newtonmeter an. Im Vergleich zum zuvor verwendeten Hochmoment-Pneumatikschrauber dreht das Atlas-Copco-Werkzeug 30-mal schneller und erreicht die benötigten 3.400 Newtonmeter in weniger als zehn Sekunden.

Den Zeitbedarf für das Verschrauben der Zuganker konnte Arburg auf nur noch zehn bis zwölf Minuten senken. „Die neue Schraubtechnik hat uns in diesem Montagebereich insgesamt rund sechsmal produktiver – und noch prozesssicherer – gemacht“, stellt Martin Widmaier fest. as

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