Drehmaschinen

Zwei Achsen und ein Trägertisch

Feinst-Drehmaschinen. Spinner ist seit 60 Jahren bekannt für Präzisionsmaschinen und hochgenaue Feinst-Drehmaschinen. Auf der Intec stellt das Unternehmen die sechste Generation an Drehmaschinen vor – mit ganz neuen Möglichkeiten.

Auf der Intec stellt Spinner seine neue Drehmaschine Microturn vor. © Spinner

Wenn sich eine Drehmaschine wirklich in engen Fertigungstoleranzen bewegen will, also deutlich kleiner als fünf Mikrometer in der Serie, dann muss auf alle störenden Einflüsse, zum Beispiel aus Revolvern, aus zusätzlichen Y-Achsen und unnötigen Wärmequellen, verzichtet werden. Außerdem sollten im entscheidenden Prozess möglichst wenige Achsen im Einsatz sein.

Das bietet ein Konzept mit einem linearen Werkzeugträger ohne Schaltrevolver und einem Zwei-Achsen Kreuzschlitten, wie es in den bisherigen Ultrapräzisionsdrehmaschinen von Spinner zum Einsatz kam. Dieses Grundprinzip der Physik findet sich auch in der neuen Spinner Microturn wieder. Der Unterschied ist ein stationär fest ins Maschinenbett integrierter langer Trägertisch, auf dem die Drehwerkzeuge, aber auch schwerere Sonderaufbauten wie Schleifspindeln oder hochtourige Bohrspindeln aufgebaut werden können. Dem Werkzeugträger gegenüber befindet sich die Spindel verfahrend in zwei Achsen auf einem hochgenauen Kreuzschlitten, welcher in seiner Positioniergenauigkeit und seinem Wärmegang für feinstes Positionierverhalten optimiert ist.

Kunden, die kleinere Serien fertigen, wollen natürlich Flexibilität, schnelles Rüsten, universelle Fräsmöglichkeiten und wünschen sich daher einen Revolver. Dafür wird optional ein Revolver unten im Arbeitsraum mit einer integrierten Y-Achse angeboten. Dieser ist aber völlig unabhängig und kann für universelle Bearbeitungen wie etwa Vorbearbeitung eingesetzt werden. Die Feinbearbeitung kann nach wie vor auf dem linearen Werkzeugträger erfolgen – ohne Einschränkung durch Schaltfehler oder Wärmegang des Revolvers und das Positionierverhalten der Y-Achse.

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Als weitere Ausbaustufe bietet das Unternehmen einen Fräskopf oben im Arbeitsraum mit einer weiteren Y-Achse und einer als B-Achse schwenkbaren Frässpindel mit mehr als zehn Kilowatt Antriebsleistung, 12.000 Umdrehungen pro Minute Fräsdrehzahl und ein Werkzeugmagazin mit bis zu 72 Werkzeugen in HSK40.

Spindelseitig werden mehrere Varianten in unterschiedlichen Drehzahlreihen bis maximal 10.000 Umdrehungen pro Minute angeboten – jeweils als wassergekühlte Motorspindel in moderner Synchron-Antriebstechnik bis zu einem maximalen Spindeldurchlass von 52 Millimeter. Die Spindeln sind eine Eigenentwicklung und werden als Herzstück hochgenauer Drehmaschinen im Werk nahe München gefertigt.

Als Steuerung wird die neueste Version der Siemens 840D-Solutionline angeboten mit „Spinner-Touch-Panel 4.0“ auf der Basis eines 24-Zoll-Bildschirms. Die ergonomisch gestalteten Bedieneinheiten sind in Höhe und Neigung individuell auf den Bediener einstellbar. Zur automatischen Be- und Entladung der Werkstücke für größere Serien werden außerdem Roboter-Automationsmodule angeboten. as

Intec, Halle 3, Stand A12

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