Montagetechnik

Das Ganze ist mehr…

... als die Summe seiner Teile: Montagetechnik im Fokus. Aus Komponenten und Maschinenelementen werden am Ende des Montageprozesses fertige Produkte – das Zusammenbauen und Fügen von Teilen ist Kern der industriellen Produktion. Art des Montageprozesses und Architektur der Anlage richten sich jeweils nach dem konkreten Fall – Montagetechnik ist klassischer Sondermaschinebau.

Am Ende des Montageprozesses steht ein fertiges Produkt.

In der Montageabteilung schlägt das Herz der industriellen Produktion. Einzelteile und Komponenten, die zuvor angeliefert, gelagert, sortiert, bereitgestellt und zugeführt wurden, werden an der Montageanlage systematisch zusammengebaut – aus Teilen werden zunehmend komplette Baugruppen und schließlich fertige Produkte, die nun wiederum abgeführt, gekennzeichnet, verpackt, gelagert, verteilt und schließlich versandt werden. Die Montage von Produkten kann manuell, halbautomatisch oder vollautomatisch erfolgen; Teilprozesse sind das Zuführen, Handhaben, Fügen, Prüfen und Messen sowie das Reinigen, wiederum jeweils in unterschiedlich ausgeprägtem Automatisierungsgrad.

Montageanordnung – ganz anwenderspezifisch
An einer Montagelinie sind Montageplätze linear angeordnet; hier werden Teile oder Baugruppen üblicherweise auf Werkstückträgern über ein Transportsystem von Station zu Station zur Bearbeitung weitergegeben. Diese Stationen können stattdessen auch anders angeordnet sein, etwa U-förmig bei vielen Handarbeitsplätzen oder kreisförmig wie in einer Rundtaktmaschine. Eine andere Art der Anordnung ist die Montagezelle – deren Zentraleinheit ist ein Roboter, der die zugeführten Teile greift, fügt, verbaut und schließlich an die Abtransporteinheit weitergibt. Im Zuge einer engeren Mensch-Roboter-Kooperation wird diese Abschottung des Kernprozesses in einer Zelle zunehmend entfallen – Mensch und Maschine montieren Teile und Baugruppen dann Hand in Hand.

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Der Ablauf der Montage hängt von der Architektur des Montagevorgangs samt Zuführ- und Transportsystemen, Greifern, Magazinen, Teilespeichern, Sensorik und Bildverarbeitung ab. Auch der Grad der Automatisierung, der vom zu produzierenden Produkt abhängt, bestimmt den Ablauf, ebenso wie die Verrichtungsbeziehungen der zu verbauenden Teile untereinander. Auch räumliche und bauliche Bedingungen in der jeweiligen Produktionsumgebung sowie Anforderungen an die Ergonomie sind Determinanten. Serienfertigung oder Einzelfertigung, Null-Fehler-Produktion, Modularität, Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und Energieeffizenz sind weitere Merkmale und Bedingungen, die eine Montageanlage je nach konkretem Fertigungsumfeld bestimmen.

Werkzeuge und Komponenten kommunizieren miteinander
Allermeistens ist eine Montageanlage eine Sondermaschine, aufgebaut aus modularen Standardkomponenten, die für die konkrete Aufgabe zu einer Spezialanlage zusammengestellt wird. In jedem Fall sind Präzision, Geschwindigkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit maßgebende Vorgaben für den Montagevorgang – der Takt, in dem die Anlage arbeitet, bestimmt den Produktausstoß und damit die Produktivität. Maximale Qualität, schnelle Umrüstbarkeit, minimaler Teileausschuss, effizienter Materialfluss sowie optimale Arbeitsplatzgestaltung ist Ziel jeder Produktion. Montageprozesse, die anpassbar und optimierbar konzipiert sind, sind für die Zukunft gerüstet – wenn Werkzeuge und Komponenten miteinander kommunizieren und den Takt der Fertigung selbst bestimmen.

Petra Born

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