Mensch-Maschine-Kooperation

Der Mensch und die Automation

Trends in der Automation. Die Mensch-Maschine-Kooperation ist für Schnaithmann eines der Zukunftsthemen. Dazu entwickelt das Unternehmen neben Industrie-4.0-Lösungen auch Assistenzsysteme für ältere und leistungsgeminderte Mitarbeiter zur Sicherstellung prozesssicherer Arbeitsplätze.

Die Kooperation von Mensch und intelligentem System ist in den Anlagen von Schnaithmann gelebte Praxis. (Bild: Gesamtmetall/Pit Junker)

Die Globalisierung und der demografische Wandel haben einen hohen Einfluss auf die industrielle Produktion und Montage in Deutschland. „Wir bemerken bei unseren Kundenanforderungen den Trend: weg von der Serie – hin zu hoher Variantenvielfalt. Dadurch steigt der Anteil der Kleinserien mit geringen Stückzahlen stark an“, erklärt Karl Schnaithmann, Geschäftsführer von Schnaithmann Maschinenbau in Remshalden. Viele Lösungen des Unternehmens bieten daher einen hohen Automationsanteil mit hoher Flexibilität. Eine modulare Bauweise ermöglicht dabei investitionssichere Maschinenlösungen – je nach Anforderung können Fertigungsstraßen zu einem beliebigen Zeitpunkt ergänzt oder verändert werden.

Zum anderen sieht Schnaithmann das Zusammenspiel Mensch-Maschine als ein weiteres spannendes Thema der Zukunft. „Wir sind mit Industrie-4.0-Lösungen bereits auf dem Weg zur intelligenten und flexiblen Produktion. Unsere Aufgabe ist es, dass Menschen, Maschinen und Produkte direkt miteinander kommunizieren und kooperieren“, so Schnaithmann.

In Zukunft sollten Mensch-Roboter-Schnittstellenlösungen für Kunden auch weiterhin kontinuierlich entwickelt werden. Um die internationale Serviceorientierung auszubauen, hat das Unternehmen bereits zahlreiche Kooperationen. „Doch der demografische Wandel verlangt nach weiteren adäquaten Servicelösungen. Auch Themen wie Low-Cost-Automation, Schnellrüsten und wertstromorientierte Anlagenbau-Gesamtlösungen oder die Einführung von Verfahren zur Selbstoptimierung und Vernetzung im Anlagenbau sind durchaus wichtige Weiterentwicklungsschritte“, erläutert der Geschäftsführer.

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Darüber hinaus hat das Unternehmen gemeinsam mit der Beschützenden Werkstätte Heilbronn, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, und der Hochschule FHTE Esslingen ein Montage-Assistenzsystem umgesetzt. Die Aufgabe war, älteren oder leistungsgeminderten Menschen einen prozesssicheren Arbeitsplatz zu bieten. Ziele waren die Reduzierung der Einarbeitungszeit aufgrund unterschiedlichen Leistungsniveaus, der Erhalt von Arbeitsfähigkeit und -motivation und die Minimierung der Fehleranfälligkeit. Kurzum, die Mitarbeiter sollen aufgrund sozialer als auch wirtschaftlicher Gesichtspunkte wieder in das Arbeitsleben integriert werden. Die Fortsetzung und Weiterentwicklung dieser Assistenzsysteme ist für Schnaithmann eine Herzensangelegenheit: „Als verantwortungsvolles, soziales Unternehmen sehen wir weit mehr als wirtschaftliches Streben, sondern denken in erster Linie an den Menschen, der hinter aller Arbeit steht. Dies verfolge ich intern bei meinen Mitarbeitern sowie auch bei vielen sozialen Projekten, die wir gerne und von ganzem Herzen unterstützen. Denn es braucht in erster Linie den Menschen, um auch künftig ‚Partner der Besten‘ zu bleiben.“ as

Halle 3, Stand 3420

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