Palettiersystem varioSTACK

Bereitstellen, zuführen, abholen

Palettiersystem für unterschiedliche Anforderungen. Mit dem Variostack hat IEF-Werner ein offenes und modulares Palettiersystem entwickelt, das sich an verschiedene Aufgabenstellungen anpassen lässt.

Palettiersysteme vom Typ Variostack mit Frontlader. Diese können von vorn mit den palettierten Rohteilen beladen werden. (Foto: IEF)

Der Anwender kann den Palettierer mit einem integrierten IEF-Produkthandling betreiben oder an ein bereits vorhandenes Roboter- oder Handlingsystem anbinden. Außerdem lässt sich der kompakte Palettierer standardmäßig mit Palettenwagen oder Transportbändern beladen - bei der Bandladerversion sogar von der Seite aus. Rohteile, die von einer Produktionslinie auf eine angegliederte Montagelinie befördert werden sollen, kann der Nutzer mit dem Palettiersystem orientiert bereitstellen und in vorgegebener Lage der weiteren Bearbeitung zuführen. Nach der Montage holt das Palettiersystem die Fertigteile wieder von der Bearbeitungslinie ab. Je nach Gebrauch wird der Palettierer mit Einfach- oder Mehrfachgreifer ausgestattet. Der Variostack lässt sich an unterschiedliche Traygrößen anpassen - insbesondere an Paletten im Viertel- oder Achteleuromaß. Das System bearbeitet beladene Paletten mit einem maximalen Gewicht bis zehn Kilogramm. Die Wiederholgenauigkeit des Palettentisches liegt bei plus/minus 0,05 Millimeter. Der Palettenwechsel dauert weniger als vier Sekunden.

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Der Hersteller hat das Palettiersystem so konzipiert, dass der Anwender flexibel auf unterschiedliche Platzverhältnisse und Gegebenheiten in der Produktionshalle eingehen kann. Die Anlage lässt sich zum Beispiel von vorn sowohl über ein Transportband als auch einen Wagen oder von der Seite über ein Transportband mit Paletten beladen - bei gleichem Grundaufbau. Zudem können mehrere Palettiersysteme dieses Typs miteinander kombiniert werden. Der Schaltschrank ist in die Anlage eingebaut. Dies ist zum Beispiel durch Motoren mit integrierten Verstärkern sowie spezieller Verkabelung möglich. Zudem sind an dem Palettiersystem alle Gefahrenstellen verdeckt. Es benötigt nur eine Fläche von einem Quadratmeter und lässt sich in jede vorhandene Produktionsstruktur integrieren, sagt der Hersteller. Gesteuert wird die Anlage entweder mit einer kundenseitigen Steuerung oder mit der PA-Control IEF-Werner. Diese vereint die bekannte Positionier- und Ablaufsteuerung mit dem Anzeigemedium in einem Gerät. Damit lässt sich das Palettiersystem leicht verständlich bedienen. Inbetriebnahme und Programmierung erfolgen über eine Ethernet-Schnittstelle mit dem Softwarepaket Winpac. Die PA-Control Touch verbindet die Vorteile einer NC-Steuerung mit denen einer SPS; das schafft eine hohe Bearbeitungs- und Wiederholgenauigkeit, und es lassen sich mehrere Anlagen miteinander verbinden und bedienen.

Aktuell im Einsatz ist dieses Palettiersystem zum Beispiel bei einem Hersteller medizintechnischer Produkte: Hier werden mit Endoskopen befüllte Paletten mit den Maßen 600 mal 400 Millimeter einem Roboter zur Laserbeschriftung zugeführt. Dazu legt der Bediener einen Stapel bestückter Paletten auf das Einlaufband, das diesen der Anlage automatisch zuführt. Um die Paletten zu vereinzeln, verfährt eine Hubachse nach unten zum Palettenstapel. Da drei verschiedene Palettenhöhen unsortiert im Stapel verarbeitet werden sollen, befindet sich an der Stirnseite jeder Palette ein Barcode mit Informationen zur Palettenhöhe und zum genauen Inhalt. Ein Barcode-Reader am Palettengreifer übermittelt die Informationen an die Steuerung, die sie wiederum über das Bus-System an die Roboter-Steuerung weitergibt. Anschließend wird die vereinzelte Palette nach oben transportiert und in Bearbeitungsposition gebracht, wo die Produkte vom kundenseitigen Roboter entnommen, beschriftet und wieder in der Palette abgelegt werden.    pb

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