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HandlingmoduleStandard in der Sondermaschine

Ambotec setzt bei Montage- und Automatisierungsanlagen auf elektrische Handlingmodule von Afag. Von Vorteil ist die Komponenten-Standardisierung.

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Handlingmodule: Standard in der Sondermaschine

Ambotec in schweizerischen Langenthal gehört zu den "Alten Hasen" in Sachen Produktions- und Montageautomatisierung und fokussiert prozessorientierte und funktionsintegrierte Komplettlösungen. In der Nische "High-End-Automation" hat sich das Unternehmen mit seinem Geschäftsführer Francesco Bonfanti einen guten Namen erarbeitet und versteht sich auf das Lösen kniffliger Aufgaben aus den Bereichen Prototypenentwicklung für fertigungs- und automationsgerechte Produktionskonzepte. "Die Projekte, die wir für unsere Kunden realisieren, erstrecken sich von der einfachen Handhabungsstation bis zu schlüsselfertigen, komplexen, vollautomatischen Montageanlagen mit 25 Metern Länge, die aus mehreren Zellen oder Satelliten bestehen. Dabei unterstützen wir die Kunden schon bei der Produktentwicklung und fertigen am Ende Nullserien oder Bemusterungsserien, um in der Serienfertigung die üblichen Anlaufprobleme zu minimieren und kundenseitige Lieferprobleme zu vermeiden. Zudem können die Anlagenbetreiber via Modem oder Internet jederzeit auf unseren Teleservice und im Notfall auf einen unserer Servicetechniker vor Ort zurückgreifen", erläutert Francesco Bonfanti.

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Erfolgsfaktor Komponenten-Standardisierung
Damit dies möglichst wenig der Fall ist, setzt Ambotec auf leistungsfähige und qualitativ hochwertige Maschinenbau-Komponenten. Nicht nur die Eignung und Flexibilität bezüglich Einsatz und Nutzung zählen, sondern auch Zuverlässigkeit, Langzeit-Qualität und vor allem die Komponenten-Standardisierung, die hinsichtlich Konstruktion und deren Vereinfachung, Beschaffung, Ersatzteilversorgung, Montage, Installation und Inbetriebnahme Vorteile bringt. Für Thomas Schmitter, Prokurist und Leiter Technik bei Ambotec, ist zudem klar, dass die Elektrifizierung in der Produktions- und Montageautomatisierung voranschreitet und sowohl den Kunden als auch dem Anlagenbauer dient: "Wir arbeiten zwar seit vielen Jahren mit den pneumatischen Handling-Modulen von Afag, favorisieren heute aber mehr denn je elektrische Handling-Module oder kombinieren beide." Afag hat Module beider Technologien im Programm. Ambotec schätzt das Zentrierhülsen-Verbindungssystem sowie die damit verbundene Kompatibilität und Passgenauigkeit zwischen den elektrischen und pneumatischen Handling-Modulen, weil es praxisgerechte Individual-Lösungen ermöglicht. Ambotec setzt nach Möglichkeit elektrische Handling-Module ein, weil gegenüber rein pneumatischen Handhabungslösungen mehr Einsatz-, Aufbau- und Umrüst-Flexibilität gegeben ist. Außerdem reduzieren sich der Montage-, Installations- und Einrichteaufwand, und die Bewegungsabläufe sind dynamischer, vor allem bei sich überlagernden Handhabungs-, Zuführ- und Positionier-Prozessen.

Elektrische und pneumatische Module arbeiten kombiniert
Die elektrischen Handling-Module sind zunächst teurer als pneumatische Komponenten; dies werde aber durch die genannten Vorteile wettgemacht, versichert Ambotec. Ein Beispiel: eine aus mehreren Zellen bestehende Montageanlage für Gasventile. Es handelt sich hier um ein klassisches Simultaneous-Engineering-Projekt. Die ersten Anlagen-Zellen sind parallel zur Produktentwicklung entstanden, und die Anlage wuchs buchstäblich mit dem Entwicklungsfortschritt des Produkts. Aufgabe war es, ein Spektrum an Gasventilen, die je nach Variante aus bis zu 15 Komponenten bestehen, auf ein und derselben Anlage in beliebiger Chargengröße im Mehrschichtbetrieb vollautomatisch fertigen zu können. Die Anlagen-Kapazität ist auf eine Stückzahl von rund eine Million Gasventile pro Jahr ausgelegt, was samt Vormontage-, Montage-, Löt-, Prüf- und Kennzeichnungs-Prozessen eine Taktzeit von etwa zehn Sekunden bedeutet. Die Anlage besteht aus den sechs Zellen Bereitstellen, Löten, Räderwerkmontage, Endmontage, Prüfen und Palettieren; die Baugruppen-Vormontagestationen sind jeweils den entsprechenden Zellen zugeordnet. Insgesamt sind in der gesamten Anlage 20 elektrische Afag-Portalachsen vom Typ PDZ (Zahnriemenantrieb) sowie elektrische Spindelausleger vom Typ SA (Spindelantrieb) und Spindelausleger vom Typ OZ (Zahnriemenausleger) in verschiedenen Hublängen (PDZ160 mit 1.600 Millimeter Hub) und Baugrößen (SA 3 und SA 6, OZ 50) installiert. Hinzu kommen rund 70 pneumatische Handling-Module wie Compactschlitten (CS), Linearmodule (LM) Rotationsschlitten (CR) und Drehgreifer (DG) oder Parallelgreifer (PG). Die elektrischen Portalachsen und Spindelausleger sind mit den pneumatischen Handling- Modulen kombiniert und als einfache Handhabungseinheiten oder auch multifunktionale Stationen aufgebaut.

Um die geforderte Taktzeit sichern zu können, wurden manche Stationen mehrfach ausgeführt. Für deren kontinuierliche Versorgung mit Montagekomponenten entwickelte Ambotec spezielle Trays, die kartesisch abgefahren werden müssen. Samt der durch die Bauteil- und Endprodukt-Versionen erforderlichen Positionier-Variationen versprachen die Handhabungslösungen mit den Portalachsen statt Robotern deutliche Flexibilitäts-, Platz-, Zugänglichkeits- sowie Aufbau- und Kostenvorteile. Um die Standardisierung durchziehen zu können, hat Ambotec einige Anwendungen speziell auf den Einsatz von Afag-Modulen abgestimmt. Auf diese Weise verringert sich auch die Beschaffungszeit für elektrische Handling-Module. Afag wiederum lieferte die elektrischen Handling- Module sowohl mit offener Motorenschnittstelle als auch mit den vom Kunden speziell gewünschten Motoren als anschlussfertige Einheiten.   pb

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