Afag ermöglicht schnelle Realisierung von Montageplattformen

Zuführtechnik im Teamwork

Mit Synergieeffekten aus verschiedenen Bereichen der Zuführtechnik sowie Transport-und Handhabungslösungen bietet Afag den Maschinenbauern und Anwendern alle Bausteine zur flexibel-wirtschaftlichen Realisierung der Prozesskette für die rationelle Montagetechnik.

Das Bild zeigt den Trommelförderer von Afag als andockfertig aufgebaute Einheit zum Entwirren, Vereinzeln und Zuführen von Federn sowie kleinteiligem Montage-Schüttgut. (Foto: Afag)

„Prozesssicheres Zuführen ist der Schlüssel für eine produktive und qualitative Montage von Baugruppen und Komplettgeräten.“ Dieses klare Statement bestimmt die Philosophie des Handhabungs- und Zuführtechnik-Spezialisten Afag. Mit den sich verzahnenden Bereichen Zuführen-Handhaben-Transportieren, werden heute alle Disziplinen abgedeckt, um aus dem Baukasten heraus individuelle Montagestationen, Montagemaschinen und Montagesysteme zu realisieren. Der entscheidende Vorteil dabei ist, dass sich im Lieferprogramm alle relevanten Komponenten und Baugruppen wie pneumatische und elektrische Handhabungs-Module sowie Linear-/Portalachsen, verschiedene Zuführlösungen und Komponenten, die Montageplattform LTM (Linear Transport Modul) und zahlreiches Zubehör befinden. Damit ist es möglich, ausgehend von einem Grundsystem, nämlich der Montageplattform LTM, über den Aufbau unterschiedlichster Pick-and-Place-/Handhabungsstationen für verschiedene Prozesse bis hin zu Zuführstationen, alles aus einer verantwortlichen Hand zu erhalten.

Anzeige

Für die Konstrukteure und Maschinenbauer wie für die Anwender bringt dies den Vorteil, sich nicht um mechanische oder steuerungs- beziehungsweise softwaretechnische Schnittstellen kümmern zu müssen. Außerdem unterstützt die weitgehende Standardisierung die schnelle Realisierung von Anlagen aller Größenordnungen, was für die Anwender wiederum ein schnelleres „Time-to-Market“ mit sich bringt. Oder andersherum: Die Räder greifen schon im Lieferwerk Afag ineinander und nicht erst im Sondermaschinenbau. Allerdings verlangt diese einmalige Philosophie sowohl hohe Kompetenz im Baukasten-Aufbau und in der Ausführung als auch geballtes sowie prozessorientiertes Know-how für Detaillösungen.

Maßgeschneidert aus dem Baukasten
Ein sehr gutes Beispiel dafür stellt der Afag-Bereich Zuführtechnik dar. Dieser befasst sich mit Entwicklung und Herstellung von Linearförderern, Wendelförderern, Trommelförderern, Fördertöpfen, Nachfüllvorrichtungen und Steuergeräten in Standard-/Sonderausführungen. Je nach Zuführgut kommen dabei aus Edelstahlblech konventionell gefertigte oder mittels 5-Achsen-CAD-/CAM-Technik aus Kunststoff-, Aluminium- oder Edelstahl-Rohlingen gefräste Fördertöpfe zum Einsatz. Die Möglichkeit, frei aus unterschiedlichen Produkten auswählen zu können, bringt den Kunden optimale Lösungen, weil sie keine Kompromisse eingehen müssen. Dies gilt beispielsweise auch dann, wenn als Schüttgut angelieferte Montageteile sowohl entwirrt als auch vereinzelt werden müssen. Dafür hat Afag einen Trommelförderer entwickelt, der mehr kann als nur Druckfedern entwirren, sortieren und vereinzeln. Aufgebaut als kompakte und andockbare Sub- oder Teilsysteme, bestehen der Trommelförderer aus den folgenden Hauptkomponenten: Antrieb, Trommel, Schwingförderer und Vereinzelung. Die Dreh-Geschwindigkeit der Trommel ist stufenlos und feinfühlig einstellbar. Dasselbe trifft auch auf die Fördergeschwindigkeit des Linearförderers mit Schwingungskräfteausgleich zu. Der standardisierte Trommelförderer findet universelle Anwendung beim automatischen Entwirren und Vereinzeln von Federn sowie von kleinteiligen Montagelementen. Je nach Ausführung der zuzuführenden Montageteile sind nur wenige Systemkomponenten zu wechseln, sodass die Umrüstzeiten kurz und die Umrüstkosten gering ausfallen.

Die integrierte Steuerung ermöglicht wahlweise den autarken oder flexiblen Betrieb und versorgt zudem weitere Peripheriegeräte. Dafür stehen acht digitale und zwei analoge Ausgänge, zwölf digitale Eingänge, und ein achtfacher Ventilblock mit 3/2-Wegeventilen zur Verfügung. Um das Plug & Play in der Zuführtechnik wirkungsvoll zu unterstützen, gibt es neu die Afag Smart Box, die auf dem modularen, frei programmierbaren Gerätekonzept an Steuerungen für die Zuführtechnik aufbaut. Die Smart Box ergänzt die bewährten Afag-Steuergeräte für Linear- und Wendelförderer sowie für Bandbunker und vereint erstmals die erforderliche Intelligenz zum Betrieb von Schwingförderern, Sensoren und Peripherie einer Zuführstation in einem Kompaktsystem. Damit ist der autarke Betrieb von Zuführsystemen auf benutzerfreundliche Art und Weise möglich, weil die Smart Box sowohl den Steuerungs-Ablauf der Zuführstation als auch die Koordination weiterer Afag-Steuergeräte übernimmt. Die Smart Box ist einfach und schnell in Betrieb zu nehmen und erlaubt das individuelle Einstellen, Speichern und Abrufen von zum Beispiel Einschalt- und Verzögerungszeiten, ausgehend von der Sortieraufgabe. Zudem ist die Smart Box in der Lage, über ein Bereitschaftssignal mit dem der Zuführstation übergeordneten System zu kommunizieren, wodurch sich die Systemintegration der Zuführtechniklösungen von Afag stark vereinfacht.

Zuführen unter Reinraum-Bedingungen
Verdeutlichen schon das Lieferprogramm und die Steuerungssysteme der Zuführtechnik aus dem Hause Afag die umfassende Kompetenz für Zuführlösungen, so wird dies durch die nachgewiesene Reinraum-Eignung der Zuführsysteme nochmals unterstrichen. Ausgehend von einem Kundenprojekt (Zuführung und Montage medizintechnischer Komponenten unter Reinraum-Bedingungen) startete Afag in Kooperation mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule eine Testreihe zur Partikelmessung. Dazu wurde die von Afag gebaute und als Komplettsystem gelieferte Zuführstation bei der OTH in einem Reinraum der ISO-Klasse 7 nach DIN EN ISO 14644-1 aufgestellt. Die Aufgabe lautete, anhand einer Analyse sowohl die Partikelabgabe in der Luft als auch von den Bauteilen des Zuführsystems festzustellen. Die Ausführung des Zuführsystems entsprach der Standardversion, der Fördertopf wurde aus Polyamid weiss gemäß FDA gefertigt. Die Partikelmessung in der Luft erfolgte nach DIN EN ISO 14644-1 (Messung der Partikel in 1m³ Luft mit einem zertifizierten Partikelzählgerät), die Partikelanalyse der Zuführsystem-Bauteile erfolgte in Anlehnung an die USP 788 zweistufig mit einem Flüssigkeitspartikelzählgerät und mit einem Mikroskop. Die Auswertung aller Partikelmessungen an den Zuführsystem-Teilen Fördertopf, Auswerfer, Magnetschwinger, Transportband und Pneumatik (im Stillstand und nach 2 h Betrieb) ergab das hervorragende Ergebnis, dass sich alle Bauteile in einem einwandfreien Zustand befinden, sprich: die Abgabe von Partikeln jeweils weit unter den zulässigen Grenzwerten lagen. Damit eignen sich die Afag-Zuführsysteme auch unbegrenzt für Anwendungen in der Medizintechnik-, Feinwerktechnik- und Mikrosystemtechnik-Montage. Das Teamwork in der Zuführtechnik trifft demnach zum einen auf die Kompatibilität der Afag-Komponenten zum Aufbau individueller Zuführsysteme und zum anderen auf die interdisziplinäre Problemlösungs-Kompetenz zu.    bw

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Zuführtechnik

LAS übernimmt Eccard Engineering

Ende Oktober 2017 hat LAS Lean Assembly Systems im schwäbischen Lorch-Weitmars die Firma Eccard Engineering aus Kernen-Stetten übernommen. Damit kann die Firma nun wesentliche Komponenten der Zuführtechnik im eigenen Haus herstellen.

mehr...
Anzeige

Spiralautomat

Kein Werkzeug-Plumpsen

Betriebseinrichtungsspezialist Bedrunka + Hirth hat den Spiralautomaten TSM vorgestellt. Er ergänzt das Waren- und Werkzeugausgabesystem TSM (Tool Server Modular) um ein wirtschaftliches Element und soll Unternehmen eine automatisierte Lagerung und...

mehr...

Asycube

Drei-Achsen-Zuführsystem

Asyril, der in der Schweiz ansässige Hersteller von Drei-Achsen-Vibrations-Zuführsystemen, und Rhein-Nadel Automation (RNA), Marktführer im Bereich der Zuführtechnik, haben den Asycube 530 entwickelt.

mehr...