Lockout-Systeme

Druck ohne Risiko

Sichere Druckminderung in Pneumatik-Systemen. Es gibt eine Reihe von sicherheitsrelevanten Normen, die für ein Lockout/Tagout-System (LOTO) konzipiert wurden.

Beim Druckabbau in Pneumatiksystemen sind sicherheitsrelevante Schritte einzuhalten. (Foto: Ross)

Ein pneumatischer Lockout beinhaltet vier Kernpunkte, die berücksichtigt werden müssen, wenn zuverlässiger Personenschutz und die konsequente Einhaltung sicherheitstechnischer Maßnahmen in einem Produktionsbetrieb fest verankert werden sollen. Die Aspekte im Einzelnen:

Zur Vereinfachung der pneumatischen Lockout-Prozedur gehört die Beseitigung unnötiger Schritte innerhalb dieses Prozesses. So kann beispielsweise die Energietrennung und die Entlüftung des nachgeschalteten Volumens durch die Verwendung eines Gerätes mit entsprechender Kombi-Funktion realisiert werden. Die Zeit, einen sicheren Betriebszustand zu etablieren, ist beim Umgang mit pneumatischer Energie von entscheidender Bedeutung. Es gibt drei Arten des pneumatisch realisierten Lockouts, wobei jede mit ganz speziellen, sicherheitsrelevanten Kriterien verbunden ist.

Bei separaten Einheiten sind zusätzliche Arbeitsgänge erforderlich, damit keine potenziell gefährliche Rest-Energie im System bleibt. Absperr- und Entlüftungsfunktion sind in einem Ventil untergebracht, jedoch ist die Entlüftungspforte unterdimensioniert. Wenn das verwendete Gerät den nachgeschalteten Druck über eine kleine Pforte entlüftet, kann es eine Verzögerung zwischen dem Auslösen der Energietrennung und dem Erreichen einer sicheren Situation geben.

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Absperr- und Entlüftungsfunktion sind in ein Ventil mit großer Entlüftungskapazität integriert: Ist für die Lockout-Routine nur ein Schritt erforderlich, so wird die Bereitschaft, die Lockout-Prozedur zu befolgen, gefördert und vereinfacht. Ein heikler Punkt ist die Beseitigung des System-Restdrucks während des Lockout-Vorgangs. In Pneumatiksystemen kommt es im Rahmen normaler Arbeitsprozesse durchaus vor, dass Restdruck in den Leitungen verbleibt. Bei der Auslegung eines Lockout-Systems muss dafür Sorge getragen werden, dass diese potenziell gefährliche Energie sicher neutralisiert wird.

Potenziell gefährliche Energie beseitigen
Im Rahmen eines sachgerecht ausgeführten Lockout-Systems kann das Bedienpersonal problemlos überprüfen, ob potenziell gefährliche Energie beseitigt worden ist. Diese Verifizierung erfolgt mittels Positions-Anzeigestift. Auch kann ein Manometer in die Druckanzeigepforte der Einheit zur Energietrennung montiert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen Druckschalter zu installieren, der eine Signalleuchte betätigt oder eine Rückmeldung an das zentrale Kontrollsystem auslöst.

Wenn ein entlüftetes System wieder mit Druck beaufschlagt wird, kann es leicht zu gefahrbringenden Initialbewegungen der Arbeitselemente kommen. Oft tritt diese Bewegung unerwartet und schnell ein — mit fatalen Folgen für die Maschine, vor allem aber auch für das Bedienpersonal. Abhilfe schafft ein Soft-Start-Gerät: Es sorgt dafür, dass sich der Druckaufbau kontrolliert vollzieht; zunächst schrittweise auf bis zu 50 Prozent des Leitungsdrucks, ehe der Durchfluss die volle Leistung erreicht.

Eric Cummings; Dietrich Warmbier/bw

Halle 6, Stand 6408

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