Warenträger-Transportsystem

Modultausch ohne Stillstand

IEF-Werner zeigt mit Smallflex ein modulares und flexibel anpassbares Warenträger-Transportsystem, das sich im laufenden Betrieb umrüsten und warten lässt.

Das kompakte Warenträger-Transportsystem lässt sich im laufenden Betrieb umrüsten. (Foto: IEF-Werner)

Modultausch und Wartung während des Betriebs sind möglich durch die dezentrale Steuerung mit RFID-Technologie. Zudem sind die Systemkomponenten mit autarken Steuerungsmodulen ausgestattet; sie lassen sich per Ethernet miteinander vernetzen. Damit eignet sich dieses Warenträger-Transportsystem für eine effiziente automatisierte Montage. Wenn kleine Veränderungen am Produkt erfolgen, sind meist direkt alle nachfolgernden Montageprozesse betroffen. Deshalb muss der Anwender das Produktionssystem schnell an die neuen Gegebenheiten anpassen können. Mit Smallflex ist dies möglich, sagt IEF Werner.

Die Komponenten des Warenträger-Transportsystems sind kompakt gestaltet. Somit lassen sich Montageanlagen auf engem Raum realisieren – besonders interessant in Sauber- und Reinräumen, wo jeder Quadratmeter teuer ist. Das Transportsystem kann Warenträger der Größe 80 mal 80 Millimeter und mit Höhen von 30 Millimetern bewegen. Damit eignet sich das System besonders für die Mikro- und Feinwerktechnik. Smallflex arbeitet energiesparend; alle Systemkomponenten arbeiten mit 24-Volt-Antrieben, und einige Module nutzen die Piezo-Technologie. Druckluftverbraucher kommen nur dann zum Einsatz, wenn es unbedingt erforderlich ist.

Die Hauptkomponente des Systems ist der Basistisch, der mehrere zentrale Aufgaben übernimmt. Er stellt zum Beispiel die Versorgung mit Energie und Druckluft bereit und kann die Werkstückträger an bis zu drei Basisstationen transportieren. Zudem ist er Kommunikationsschnittstelle zum Produktionsleitsystem. Die Basisstationen nehmen die verschiedenen Komponenten auf, versorgen und steuern diese. Etwa das Transportband: Es führt die Werkstückträger vom Hauptband zur Montagestation und wieder zurück. Der Anwender kann das Transportband einfach per Plug-&-Play in die Basisstation integrieren. Mit Weichen lassen sich die Werkstückträger in verschiedene Stationen einschleusen. Sie sorgen dafür, dass bereits bearbeitete Werkstücke wieder zurück zum Hauptband transportiert werden. Kurven sind mit Umlenkwinkeln von 90 und 180 Grad erhältlich. Sie behalten die Werkstückträgerorientierung bei und ermöglichen einen erschütterungsfreien Transport.

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Die Bearbeitungsstationen fixieren die Werkstückträger wiederholgenau an definierten Positionen. An den einzelnen Stationen lassen sich kundenspezifische Anwendungen wie Pick-and-Place-Systeme anbringen. Diese nehmen die Bauteile auf, drehen sie bei Bedarf und legen sie an den dafür vorgesehenen Stellen ab. IEF-Werner bietet die Systeme mit schnellen Linearantrieben sowie mit Piezoaktuatoren an. Die Piezo-Technologie hat den Vorteil, dass beim Betrieb keine Schutzumhausung nötig ist. Je nach Anwendung lässt sich zum Beispiel auch das Palettiersystem Smallstack einsetzen; diese modulare Lösung handhabt empfindliche und kleine Teile. Paletten können von einem Zuführstapel vereinzelt, zur Be- oder Entladung bereitgestellt und wieder abgestapelt werden.

pb

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