Zwei Millionen Euro investiert

Boge eröffnet intelligente Fabrik

Am Stammsitz Bielefeld hat Kompressorenhersteller Boge rund zwei Millionen Euro in eine intelligente Produktion investiert, um jederzeit eine qualitativ einwandfreie Fertigung zu ermöglichen. Auf 2.000 Quadrameternist jetzt eine Fertigungsstrecke in Betrieb gegangen, die Bauteil, Technik und Mensch miteinander verbindet.

Um die Highspeed-Turbo-Technologie schnell und sicher herzustellen, kommunizieren Mensch, Bauteil und Maschine in der Smart Factory von Boge miteinander. (Bild: Boge)

Innovativ, einzigartig und kundenindividuell – dafür stehe das Design des Highspeed-Turbo-Kompressors Boge HST, so der Hersteller. Bei mehr als 100.000 Umdrehungen pro Minute im Einsatz muss deshalb jedes Bauteil sitzen. „Um die Fertigung und Montage des innovativen Maschinenkonzeptes einfach und sicher zu gestalten, haben wir zukunftsweisende Produktionstechnologien für unsere Anforderungen modifiziert“, sagt Thorsten Meier, Geschäftsführer bei Boge. Vorbild für die intelligente Fabrik ist die Smart Factory OWL in Lemgo. Die dort installierten Prototypen wurden geprüft und geeignete Verfahren für die Boge Serienproduktion weiterentwickelt. Innerhalb eines Jahres erfolgte der Teilumbau eines bestehenden Fertigungsbereichs am Hauptsitz des Familienunternehmens in Bielefeld-Jöllenbeck. 

Smarte Mensch-Maschine-Interaktion

Eine Kombination aus Digitalisierung, Automation und Handwerk ist die Lösung, um den Boge HST sowohl variantenreich als auch prozesssicher zu fertigen – unabhängig vom Erfahrungsschatz der Mitarbeiter. Ein digitalisiertes Assistenzsystem ermöglicht eine schnelle Einarbeitung und eine ergonomische Durchführung auch von komplexen Arbeitsschritten. Die Bauteile „kennen“ ihre Eigenschaften und die Erfordernisse in der Fertigung. So erzeugt allein die Bauteilcodierung eine Projektion der Arbeitsanweisungen und Montageinformationen, die direkt im Sichtbereich des Beschäftigten erscheinen.

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Die Bauteilcodierung erzeugt eine Projektion der Arbeitsanweisungen und Montageinformationen, die direkt im Sichtbereich des Beschäftigten erscheinen. (Bild: Boge)

Pick-to-Light erleichtert die Montage der benötigten Teile, die über einen modularen Baukasten zur Verfügung stehen. Durch die Verbindung zum ERP-System stellt die jeweilige Prozesstechnologie automatisch die bauteilspezifisch relevanten Parameter ein. Das intelligente Fertigungskonzept ermöglicht eine lückenlose Rückverfolgbarkeit relevanter Kennzahlen pro Kompressor. Eine Andon-Tafel informiert jederzeit über den aktuellen Status der Fertigungslinien. Die Smart Factory befindet sich in permanenter Evolution. Zudem soll das Fertigungsprinzip in Zukunft auch auf andere Baureihen übertragen werden. as

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