Automatische Montagezelle

Eine Zelle für die Seilbahn

Die Automatisierung erhöht die Qualität der einzelnen Produkte, gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Anlagenbauer, die die automatisierten Fertigungsstraßen entwickeln sollen. Ein funktionierendes System aus einer Hand für Komponenten von Synchronmotoren lieferte Hainzl an den Seilbahnhersteller Leitner.

Hainzl lieferte mit der automatisierten Montagezelle ein Komplettsystem für Leitner ropeways. © Hainzl

Für ein weltweit einzigartiges Seilbahn-Antriebssystem, das mit einem Synchronmotor aber ohne Getriebe arbeitet, benötigte der international tätige Seilbahnhersteller Leitner ropeways einen automatisierten Produktionsschritt. Bei dem Antrieb, „Leitner DirectDrive“ genannt, wird die Ausgangswelle direkt mit der Seilscheibe verbunden. Der für den Motor notwendige Rotor besteht aus hunderten sogenannter Rotorpole. Aus logistischen und qualitativen Gründen wird die Montage der Pole in der Nordtiroler Niederlassung des Unternehmens, in Telfs, umgesetzt. Für die dortige Installation einer vollautomatischen Montagezelle mit integrierter Qualitätskontrolle wurde von dem Linzer Systemanbieter Hainzl ein Konzept entwickelt – von der Ausgansidee über die Umsetzung bis hin zur Lieferung und Implementierung in den Produktionsablauf.

Das Herzstück der vollautomatischen Fertigungszelle für Rotorpole ist ein Sechs-Achs-Knickarmroboter. Dieser verrichtet die notwendigen Handlingarbeiten und manipuliert die Einzelteile zwischen den Montagestationen. Insgesamt über 20 Arbeitsschritte sind zu bewerkstelligen, die an verschiedenen Stationen durchgeführt werden. Die Einzelteile werden jeweils gesondert bereitgestellt. Aufgrund der vorteilhaften Positionierung der Einzelteilmagazine, die außerhalb des Sicherheitsbereiches des Roboters liegen, kann die Befüllung sicher und ohne eine Unterbrechung des Montageprozesses durchgeführt werden.

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Zur Fehlerminimierung werden diverse Arbeitsschritte optisch mittels hochauflösender Kameras erfasst und durch Bildverarbeitung überwacht. Darunter fällt die Kontrolle des aufgetragenen Klebebildes oder die Position der zu entnehmenden Einzelteile.

Die korrekte Weiterverarbeitung der Rotorpole erfordert das Einhalten der Maß-, Form- und Lagetoleranzen. Die Längentoleranz der Breite und Höhe wird von digitalen Messtastern erfasst und bewertet. Bei einer Abweichung der einzuhaltenden Toleranzen werden die betroffenen Rotorpole als fehlerhaft deklariert. Um die Form- und Lagetoleranzen der Rotorpole zu vermessen, werden diese zusätzlich stichprobenartig aus der Fertigungszelle ausgeschleust und durch einen Qualitätsmitarbeiter kontrolliert.

Im Gegensatz zur händischen Montage bietet die Verwendung des Roboters nicht nur zeitliche Vorteile. Seit Mitte März ist die Montagezelle bei der Unternehmensgruppe Leitner in Telfs in Betrieb, wodurch die Qualität sowie die Flexibilität der Rotorpole inklusive deren Montage deutlich verbessert wurden. Außerdem ist durch die Ist-Wertmessung und der optischen Kontrollen der Klebebilder eine digitale Fehleraufzeichnung vorhanden. as

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