Antriebssystem Softmove

Schonender und prozessgerechter Werkstückträger-Transport

Energieeffizienz, Materialschonung, Qualitätssicherung und Arbeitsschutz: Die Antriebstechnik Softmove will Maßstäbe in der Wirtschaftlichkeit beim Transport von Werkstückträgern setzen.

Das Ei kommt wohlbehalten an: Werkstückträger-Transportsysteme mit Softmove-Antriebstechnik stehen für einen schonenden, prozessgerechten Transport auch empfindlicher Güter. (Foto: Stein Automation)

Zu den Anforderungen an den Materialfluss in der Produktions- und Montage-Automatisierung gehören die kontinuierliche Material-Bereitstellung und möglichst niedrige Investitions- und Betriebskosten. Besonders gilt dies im Bereich der Material-Fördersysteme und Werkstückträger-Transportsysteme, die nach dem Einschalten den ganzen Tag durchlaufen und doch oft nichts zu transportieren haben ¿ häufig ist das betriebliche Realität. Solche Förder- und Transportsysteme sind zigtausendfach im Einsatz, sie sind robust und praxiserprobt. Allerdings gehen mit dem Dauerlauf einige Nachteile einher: die Geräuschkulisse, ein unnötiger Verschleiß, ein rauer Umgang mit dem mitunter sich aufstauenden Transportgut und schließlich eine relative Unflexibilität. Weitere Kritikpunkte bei den klassischen Förder-/Transport-/Transfer-Systemen sind eine zumeist nicht regelbare Geschwindigkeit sowie Erschütterungen des Transportgutes, die wiederum Probleme bei der Teilezuführung und Füge-Positionierung verursachen können. Dies kann sich negativ auf die Prozesssicherheit auswirken. Zwar gibt es durchaus Möglichkeiten der Abhilfe ¿ etwa den Einbau von gedämpften Stoppern, Motorabschaltungen oder auch den Einsatz von Frequenzumrichtern. Diese Maßnahmen allerdings können mit hohem Investment verbunden sein und am Ende doch nur Kompromisse darstellen.

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Antriebssystem Softmove wurde auf den Prüfstand gestellt

Stein Automation weiß, was Kunden wünschen: geringstmögliche Betriebskosten, minimalen Verschleiß, höchste technische Verfügbarkeit und hohe Produktivität jetzt und in Zukunft. Deshalb hat das Unternehmen in Villingen-Schwenningen das Antriebskonzept seines Werkstückträger-Transportsystems komplett auf den Prüfstand gestellt. Stein hat ein Anforderungsprofil formuliert, das die Reduzierung des Energieverbrauchs, die Verschleiß-Minimierung, die Abrieb-Minimierung, den strikt bedarfsgesteuerten Transport, variable Transportgeschwindigkeiten, kürzere Wechselzeiten der Werkstückträger aus und in die Prozessstationen sowie den schnellen und dabei schonenden Transport zum Inhalt hatte. Daraus entstand das neue Antriebssystem Softmove, das auf dem Einsatz von EC-Motoren basiert und dem Anwender sowohl prozesstechnisch als auch hinsichtlich Betriebskosten Vorteile bringt: stufenlose Geschwindigkeiten ab 0,5 und bis 20 Meter pro Minute, bestes Regelverhalten für exakte Positionierung der Werkstückträger, Ansteuerung über ASI oder Canopen, weitgehende Kompatibilität zum Drehstrommotor, hoher Wirkungsgrad, keine Kühlrippen und keine Lüfter und somit reinraumgeeignet.

Durch die Vorteile und Energieeinsparungen sei die Amortisation der Mehrkosten für die Softmove-Antriebstechnik eigentlich schon mit dem ersten Betriebstag gegeben, so der Hinweis des Herstellers. Darüber hinaus ergebe sich durch die Möglichkeit des schnelleren Wechsels der Werkstückträger aus und in die Prozessstationen eine spürbare Produktivitätssteigerung, weil sich die Stillstandzeiten der besagten Prozessstationen verringern. Nicht zuletzt sorgt der nun durchgängig schonendere Transport für reduzierten Verschleiß an der Anlage und an den Werkstückträgern, für ein schonendes Handling der Teile und Baugruppen oder Werkzeuge, für die individuell-kontinuierliche Versorgung der Bedarfsstellen ¿ und zu guter Letzt für hörbar weniger Geräusche am Arbeitsplatz.

pb

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