Anlagenbau in 3D – Unterstützung bei jedem Planungsschritt

Exakte Maße aus der Punktwolke

Feige Filling ist Hersteller im Bereich der Abfülltechnologie - von der Herstellung von halbautomatischen Füllstationen bis hin zur Planung und Konstruktion von vollautomatischen Abfüllanlagen für flüssige und pastöse Produkte. Das Unternehmen nutzt die Autodesk Factory Design Suite, um Zeit und Kosten zu sparen.

Dispersionsfarbenherstellung und Hochleistungsfüllautomat für Eimer. © Feige

1972 gegründet hat das Unternehmen weltweit über 3.500 Anlagen geliefert. Die Spezialisten von Feige Filling sind bekannt dafür, Anlagen zu entwickeln, die exakt auf die Wünsche des Kunden zugeschnitten sind. "Die Verbindung von Tradition und Innovation hat uns zu einem Branchenführer gemacht. Wir wollen, dass Feige Filling ein attraktiver Partner für Kunden aller Unternehmensgrößen ist und den Anforderungen auf höchstem Niveau gerecht wird. Alle Anlagen, die wir entwerfen, sind einmalige, spezielle Lösungen für den konkreten Anwendungsfall", erklärt Jörg Duus, Leiter Feige Factory Design, die Firmen-Philosophie. Um sowohl Kosten als auch Entwicklungszeit zu sparen, entwirft das mittelständische Unternehmen die Anlagen seit Langem digital mit Lösungen von Autodesk, zum Beispiel AutoCAD Mechnical, Autodesk Inventor oder Autodesk Vault.

Entscheidung für die Suite
Um immer auf dem aktuellsten technischen Stand zu bleiben, nutzt Feige Filling die Digital Prototyping Lösungen von Autodesk. Diese ermöglichen erst die Entwicklung von höchst produktiv arbeiteten (und oftmals sehr komplexen) Systemen. Feige Filling setzt dabei seit 2011 auch auf die Autodesk Factory Design Suite Ultimate. Jörg Duus sieht das als Investition in die Zukunft: "Wir wollen die Möglichkeiten der Suite frühzeitig in vollem Umfang ausschöpfen, um so unsere führende Position am Markt weiter auszubauen. Nur einige wenige Anlagenbauer in unserem Marktsegment bieten ähnlich umfangreiche 3D-Planungsmöglichkeiten." Mit geringem Aufwand können aus den Konstruktionsmodellen Planungszeichnungen, Hallengrundrisse oder virtuelle Rundgänge generiert werden - Arbeiten, die ohne die Suite mehr Zeit in Anspruch nehmen würden. Das ermöglicht die Realisierung sogenannter Turn-Key-Projekte, also kompletter schlüsselfertiger Anlagen, für die auch die Komponenten vor und nach dem Abfüllvorgang von Feige Filling geplant werden. Das können beispielsweise die Anlieferung der leeren Gebinde, die Etikettierung oder die Palettierung und der Abtransport der befüllten Gebinde sein. Die Kunden erhalten ihre Anlagen aus einer Hand und profitieren von der hohen Technologiekompetenz und Erfahrung von Feige Filling.

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Verringerter Integrationsaufwand
Die Factory Design Suite unterstützt die Anlagenbauer dabei in jedem Prozessschritt, von der ersten Grobplanung über die Angebotserstellung bis hin zur konkreten Zeitplanung der einzelnen Montageschritte. "Wir kennen keine anderen Lösungen, die die Möglichkeiten der Factory Design Suite so umfänglich für den Anlagenbau anbieten", erklärt Jörg Duus. Die Entscheidung für weitere Lösungen von Autodesk war für ihn selbstverständlich: "Wir setzen seit fast 20 Jahren auf Autodesk-Produkte. Neue Funktionserweiterungen und Komponenten aus derselben Softwarefamilie haben für uns den Vorteil, dass der Integrationsaufwand im Vergleich mit Teillösungen anderer Anbieter gering ist." Die Kompatibilität der Lösungen zueinander und die dadurch verbesserten Workflows waren weitere Gründe für die Autodesk Factory Design Suite.

Füllautomat für hoche Leistungen. © Feige

Einfacher Wechsel zwischen 2D und 3D
Mit der Autodesk Factory Design Suite können komplette Anlagen, Produktionshallen und sogar ganze Werke geplant werden. Dreh- und Angelpunkt sind dabei die 3D-Konstruktionsmodelle, mit denen Feige Filling schon seit Jahren arbeitet. Durch die Factory Design Suite können diese mit weiteren Zusatzinformationen, zum Beispiel zusätzlichen Daten oder Parametern, angereichert und weiterverwendet werden. Das können beispielsweise Hallengrundrisse, 2D- und 3D-Architekturmodelle mit AutoCAD oder die Kollisionsprüfung mit Autodesk Navisworks sein. Die Factory Design Suite ermöglicht, frei zwischen 2D- und 3D-Konstruktion zu wechseln.

Digitale Fabrikmodelle
Schon beim Maßaufnehmen der Halle, in die die Anlage eingepasst werden muss, erleichtert die Autodesk Factory Design Suite die Arbeit der Konstrukteure. Ein 3D-Laserscan erfasst sie digital und generiert eine Punktwolke, anhand der alle notwendigen Maße abgeleitet werden können. Fehler, die bei der - sehr zeitaufwändigen - Maßaufnahme vor Ort entstehen können, wie falsch gemessene oder vergessene Maße, werden dadurch vermieden. Auch bei Umbaumaßnahmen ist das nützlich. Hier stimmen die vorhandenen Pläne oft nicht mit den tatsächlich gebauten Strukturen überein. Mit einem 3D-Scan der Halle haben die Konstrukteure ein wirklichkeitsgetreues Abbild der Realität, inklusive aller bereits vorhandenen Strukturen, als Grundlage für ihre Planung. Sind die bereits bestehenden Strukturen erfasst, können die Planer erste Groblayouts erstellen und Kollisionsprüfungen durchführen. "Derzeit arbeiten wir an einem Projekt, bei dem wir bereits vor der konkreten Planung die Einbausituation untersuchen müssen. Durch die Kollisionsprüfung können wir erkennen, ob die Vorstellungen des Kunden so realisierbar sind und verschiedene Layout-Optionen entwickeln - etwa testen, ob der Palettenbereich innerhalb oder außerhalb der Halle gebaut werden muss", erklärt Duus.

Dosenfüller in der Planung. © Feige

Erleichterte Anlagenkonzeption
Einzelne Modelle und Bausteine sind parametrisch in einer Online-Bibliothek in der Cloud hinterlegt und stehen als Vorlagen für die Anlagenplanung zur Verfügung. Diese können im Layout nach festgelegten Regeln verändert werden, beispielsweise lässt sich die Länge eines Förderbands anpassen. Das gibt eine enorme Planungssicherheit, denn alles, was mit den Bibliotheksvorlagen möglich ist, ist auch tatsächlich realisierbar - teure Sonderkonstruktionen werden so vermieden. Diese immer wieder verwendbaren Einzelmodule machen die Anlagenkonzeption um einiges effizienter.

Unterstützung für Projektmanagement und Vertrieb
Vor allem für das Projektmanagement und den Vertrieb stellt die Autodesk Factory Design Suite einen Fortschritt dar. Der Vertrieb profitiert beispielsweise von den weitaus größeren Möglichkeiten zur Visualisierung und Präsentation der geplanten Anlage. Statt auf vielen einzelnen Papierplänen können die Außendienstmitarbeiter die Details der geplanten Anlage auf einem Laptop oder Tablet vorführen und diese während der Präsentation sogar verändern. Die Cloud-Technologie - Daten sind online in einer virtuellen Wolke gespeichert - bietet den Mitarbeitern immer und von überall Zugriff auf die aktuellsten Dokumente wie Layouts oder Skizzen einer Anlage. Sie laufen somit nicht Gefahr, mit veralteten Plänen zu arbeiten. Durch die ebenfalls in der Cloud gespeicherte Modulbibliothek können sie bei der Planung vor Ort darauf vertrauen, dass einzelne Komponenten wie geplant realisierbar sind. Auch bei der Optimierung des Anlagenlayouts können die Vertriebsmitarbeiter ihre Kunden beraten. Statt reine Erfahrungswerte vermitteln zu müssen, sind sie in der Lage durch Materialflussanalysen konkrete Vorschläge zur Optimierung der Prozesse zu unterbreiten und diese mit Zahlen zu verdeutlichen. Können beispielsweise unvorteilhaft lange Wege für den Transport von leeren und befüllten Gebinden durch ein anderes, aber vielleicht kostspieligeres Anlagenlayout verkürzt werden, kann der Außendienstmitarbeiter dies dem Kunden anhand der Simulation und der Kennzahlen deutlich machen. Das alles trägt dazu bei, dass die Vertriebsmitarbeiter sicherer vor den Kunden auftreten und diesen den vollen Kompetenzumfang von Feige Filling vermitteln können. Aber auch die Projektplanung wird mit der Factory Design Suite vereinfacht. Jörg Duus hebt Autodesk Navisworks hervor, mit dem unter anderem Kollisionsprüfungen und die genaue Projektplanung möglich sind: ¿Wir können damit unsere Kunden bei der Planung viel besser unterstützen und genauere Aussagen zur konkreten Zeitplanung machen. Das erleichtert auch die Abstimmung bei der Montage, beispielsweise, wenn noch eine Mauer für eine größere Anlagenkomponenten offen gelassen werden muss. bw

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