Zeche Zollern

„Verbotene Städte“

Industriedenkmäler in Dortmund
Das Fördergerüst von Schacht II
Mit der Kohlekrise begann Ende der 1950er Jahre das Zechensterben im Ruhrgebiet. Die darauf folgende Stahlkrise führte dann zur Schließung fast aller Kokereien, Hütten- und Stahlwerke. Viele der Industrieanlagen wurden abgerissen – eine ganze Reihe ist jedoch heute für die Öffentlichkeit zugänglich. Vor drei Jahren begann Jörg Lehnert hinter die Mauern der einst „verbotenen Städte“ zu schauen und diese industriellen Relikte zu besichtigen und fotografisch festzuhalten.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat charakteristische Bauten des Industriezeitalters gerettet und restauriert, um Geschichte und Kultur dieser prägenden Epoche lebendig zu halten. Zu den Highlights der Industriearchitektur zählt die Zeche Zollern II/IV in Dortmund – heute eine von acht Standorten des LWL-Industriemuseums.

Nur die historische Bedeutung der Jugendstil-Maschinenhalle rettete die ehemalige Musterzeche mit ihren schlossartigen Gebäuden vor dem Abriss. Die Maschinenhalle beherbergt die älteste elektrische Fördermaschine des deutschen Bergbaus. Sie wurde im Jahr 1903 installiert und Anfang 2005 nach 40 Jahren Stillstand zu Demonstrationszwecken wieder in Betrieb genommen. Wegen Renovierungsarbeiten kann die Halle derzeit nur im Rahmen besonderer Führungen besichtigt werden.

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Für den in der IT-Branche tätigen Diplom-Wirtschaftsingenieur Jörg Lehnert liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit nicht auf der Dokumentation alter Industrieanlagen als Ganzes, sondern auf der Schönheit einzelner Details und ungewöhnlicher Perspektiven. Neben der Zeche Zollern stellt der Hobbyfotograf auf seiner Website http://www.verbotene-staedte.de weitere Industriedenkmäler des Ruhrgebiets vor. gm

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