Meinung

Unsere Zukunft …

… sehr geehrte Leserinnen und Leser, gestalten wir mit all jenem, was wir heute tun und unterlassen. Dass die Zukunft digital, vernetzt, intelligent, innovativ und smart werde, hören und lesen wir täglich zigfach. Industrie 4.0 sei die Zukunft. Wenn ein Begriff sich verselbständigt, sämtliche Neuerungen der Automatisierungstechnik in denselben Topf wirft und zügellos auf- und davongaloppiert, verliert er Glaubwürdigkeit und mutet wie ein großes Konjunkturprogramm an.

Petra Born, Chefredakteurin handling

Wir sind gespannt, welches Bild der Zukunft uns die Automatica zeichnet. Der führende Marktplatz für automatisierte Produktion, wie die Münchner Messemacher ihre Veranstaltung bezeichnen, bündele das weltweit größte Angebot an Industrie- und Servicerobotik, Montageanlagen, industriellen Bildverarbeitungssystemen und Komponenten. Darauf freuen wir uns! Viele Unternehmensmeldungen beziehen sich auf Industrie 4.0 – auch wenn die Brücke zuweilen arg wackelig scheint. Etwa das Zusammenspiel von Mechanik, Elektronik und Software – auch wenn es intelligent sein mag – mit umgesetzter Industrie 4.0 zu bezeichnen, nenne ich klar überzogen; die klassische Mechatronik kennen wir seit vielen Jahren. Stimmt ja: Die Digitalisierung verändert sukzessive die Welt auf allen Gebieten des Alltagslebens und der industriellen Fertigung. In der, wie ich meine, nach wie vor der Mensch im Mittelpunkt zu stehen hat. Zukunft – die fängt bei den Mitarbeitern an. Sie fußt auf Mitarbeitern, die gut ausgebildet sind, hochmotiviert sind, mitdenken dürfen, gestalten wollen, fähig sind zur Analyse, wertgeschätzt sind und Freude bei der Arbeit haben. Diese Mitarbeiter sind die Grundlage unserer Wettbewerbsfähigkeit und unseres Wohlstands von morgen.

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Unterlassen wir es also, alles und jedes unter dem Begriff Industrie 4.0 zu subsumieren. Klären wir vielmehr auf, worin genau das Potenzial der digitalen Vernetzung steckt und heben diesen Schatz!

Die Automatica will businessrelevantes Wissen und wertvolle Orientierung vermitteln. Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass dies gelingen möge.


Mit herzlichen Grüßen aus der handling-Redaktion,

Ihre

Petra Born
Chefredakteurin handling

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