Meinung

Dem Menschen immer ähnlicher…

… werden die Roboter, liebe Leserinnen und Leser. Dass sie Namen haben und Gesichter, das ist keine Neuheit mehr und auch keine Seltenheit. Roboter haben inzwischen auch Spitznamen – Robi beispielsweise gehört hier zu den beliebteren.

Annina Schopen, Redakteurin handling © WBM

Aber kommt es zur Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen, stellt sich noch oft die Frage nach der Akzeptanz. Denn trotz aller technischen Reife und Fortschritts in der Arbeitssicherheit existieren Bedenken bis hin zu Ängsten gegenüber der MRK. Die Angst vor dem Wegfall des Arbeitsplatzes oder einer Dequalifizierung aufgrund der Automation sind nur zwei Beispiele für mögliche Gründe.

Dem sollten Unternehmen entgegenkommen, beispielsweise durch Workshops und Einbindung der Mitarbeiter, denn die Akzeptanz wirkt sich auf das Verhalten und damit letztendlich auch auf die Leistung aus. Durch MRK können sich Arbeitsqualität und -effizienz in industriellen Prozessen steigern lassen, aber nur, wenn die individuellen Eigenschaften von Mensch und Roboter in einem gemeinsamen Arbeitssystem kombiniert werden. Einfach dürfte die Einführung von MRK sein, wenn beim Mitarbeiter ungesunde, eintönige oder gar gefährliche Aufgaben wegfallen. Dann ist man schnell bereit, den neuen Freund anzuerkennen, den Robi mit dem freundlichen Gesicht. Aber wie weit kann die neue Freundschaft gehen? Wie menschlich kann der Roboter wirklich werden? Mit der rasanten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz ist auch die Diskussion um die Roboterethik oder eine Moral der Maschinen aufgekommen, der Ruf nach ethischen Regelungen wird laut. Wie sollen Roboter handeln, wenn es einen Gewissenskonflikt gibt? Wer ist für das Handeln von Robotern verantwortlich? Und wie sollen eigentlich Roboter behandelt werden?

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Allerdings sind solche Fragen zwar sicherlich relevant, wenn es um selbstfahrende Autos geht oder auch in der Pflege- und Servicerobotik. Im industriellen Umfeld und hier vor allem in kleinen- und mittelständischen Unternehmen geht es aber sicherlich darum, viel praktischere Hindernisse zu überwinden. Sollen in einem ersten Schritt die einfachen Arbeitsschritte automatisiert werden, benötigt man nicht die ausgefeiltesten Lösungen. Es geht um überschaubare Investitionen, die sich schnell amortisieren. Igus hat daher einen Geschäftsbereich „Low Cost Automation“: Was es damit auf sich hat, lesen Sie hier in  diesem Beitrag, der unser Special zur Robotik einleitet.


Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen,

Ihre

Annina Schopen
Redakteurin handling

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