EditorialLiebe Leserinnen und Leser,

die Bedienung von Mobiltelefonen ist nicht jedermanns Sache. Zu verschachtelt, zu viele Möglichkeiten oder zu missverständlich. Auf jeden Fall: Unübersichtlich und für eine schnelle Bedienung zu kompliziert angelegt. Das galt lange Zeit als sicher anzunehmende Tatsache. Auch heute noch trifft man hinreichend oft auf Modelle, die den Umgang mit den vielschichtigen Angeboten des Handys verkomplizieren.

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Editorial: Liebe Leserinnen und Leser,

Verliebt in die technischen Möglichkeiten, die ohne viel Aufwand anzubieten waren, stellten die Ingenieure ein überladenes Package zusammen, das in vielen Fällen mehr Last als Lust war und ist. Gleichfalls nicht einfacher ist mit den Jahren die Bedienung unserer Fernseher geworden. Immer mehr Funktionen lassen die Konsumenten verzweifeln. Der will sehen und nicht suchen. Richtig aufgeräumt mit diesem Berg der Hindernisse hat erst das Iphone. Es folgte der Apple-Philosophie einfach strukturierter Angebote, die ohne viel Federlesens bedient werden konnten. Das gilt schon seit Anbeginn. Ob, Mac, Ipod, Iphone oder jetzt Ipad. Die Bedienung ist genial einfach. Schaut man sich die Manuals aus Cupertino an, dann sind diese äußerst schlank zu nennen. Das Lesen mehrerer hundert Seiten starker Handbücher kann entfallen. Wer es dennoch mag: Es gibt sie zum herunterladen.

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Der Aufstieg von Apple zur Kultmarke hat zu einem Teil sicherlich im genial einfachen Bedienkonzept seine Ursache. Die Leute von Steve Jobbs tüfteln bis ins tiefste Detail, bevor sie ein Produkt auf die Rampe schicken. Selbst die ungezählten Apps für die Mobilgeräte, die von fremden Programmierern kommen, unterliegen strengen Qualitätskriterien. Es ist deswegen nicht verwunderlich, wenn nun auch der Maschinenbau in Richtung Kalifornien schielt. Das Iphone ist in seiner Einfachheit und Verständlichkeit ein Leuchtturm für Bedienungsfreundlichkeit. Mehr Bedienkomfort bringt einen bemerkenswerten Nutzen. Im Vorfeld von Motek und SPS fielen mehrfach die Stichworte Bedienerfreundlichkeit und im gleichen Atemzug Apple. Eines ist all diesen Statements aus namhaften Häusern der deutschen Industrie gemeinsam: Auch hier wird über eine radikale Vereinfachung der Bedienkonzepte nachgedacht. Eine neue Philosophie, die doch so alt ist, hält Einzug auf Bedienpanels, Handhelds und sonstigen Tastenfeldern: Denn, was für das Mobile gilt, kann für die Bedienung von Maschinen und Anlagen nicht falsch sein: Einfachheit überzeugt alle, Simplicity wins.

Der Maschinen- und Anlagenbau steckt immer mehr Anstrengungen in eine erleichterte Bedienerführung. Das hilft den Arbeitnehmern. Und es hilft den Maschinenbetreibern, denn weniger Fehler lassen die Maschinen länger laufen. Und es spart bares Geld, wenn sich eine Maschine und ihre Bedienung selbst erklären. Dies ist ein Fortschritt, der gar nicht hoch genug einzuschätzen ist: Ein Fingertipp muss genügen. Diese Philosophie verdient Appleaus.


Ihr

Bernd Waßmann

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