Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

neues Jahr, neues Thema: „Personality“ nennen wir unsere Seite, auf der wir in jeder handling-Ausgabe eine Persönlichkeit aus der Branche vorstellen. Beziehungsweise sie sich selbst, denn mit Antworten auf unser standardisiertes Interview gewährt uns der oder die Befragte einen Blick hinter seine persönliche Kulisse. Uns interessieren nicht nur Produkte und Anwendungen der Unternehmen, sondern die Menschen, die sie führen. Wir werden sicher viele interessante Seiten erleben. So könnte es durchaus kommen, dass Sie künftig die Lektüre des Heftes von hinten beginnen, weil Sie so gespannt sind, wer an der Reihe ist. Den Anfang hat Uwe Weiss in Buchen gemacht – dafür vielen Dank!

Mit dem Special dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf die Medizintechnik: Im Gegensatz zu anderen industriellen Vorzeigebranchen hatte sie jüngst keine Krise, sondern nur eine Delle zu ertragen. Die Medizintechnik ist eine der wichtigsten Zukunftsbranchen in Deutschland, und sie wird auch noch viele Jahre ein wachsender Markt sein. Die Gründe liegen auf der Hand: In den Industriestaaten werden die Menschen immer älter, benötigen daher immer mehr Gesundheitsleistungen, und sie zahlen gern aus eigener Tasche Beträchtliches dazu, um gesund und fit zu bleiben. Das heißt: Die Nachfrage nach Tabletten, Spritzen, Untersuchungen, Operationen, Hilfsmitteln und Geräten steigt. Zugleich nimmt in den Schwellenländern der Wohlstand und damit dort die Nachfrage nach medizintechnischen Produkten und Dienstleistungen zu: in den Schwellenländern bis zum Jahr 2020 um jährlich neun bis 16 Prozent und in den Industrieländern drei bis vier Prozent. Weil der Maschinenbau Zulieferer der medizintechnischen Fertigung ist – und durch seine Innovationskraft außerdem Treiber der Fertigungs-Entwicklung –, profitiert er von diesem Wachstum. Ganz klar bedienen deshalb viele Unternehmen unserer Branche zunehmend und bewusst den Markt der medizintechnischen Industrie – etwa mit Montageautomaten für Spritzen, Kanülen und Katheter, mit Greifersystemen zum Beispiel für die Prothesentechnik, mit Führungs- und Positioniersystemen, mit Mikroantrieben und Robotiklösungen für die Operations-Assistenz, mit Ident-Systemen für die Überwachung von Geräten, Patienten und Personal, mit Verpackungsmaschinen sowie mit Lösungen für die Lagerhaltung und Materialverteilung. Kurzum, wir beleuchten diesmal, was unsere Firmen aus der Handhabungstechnik, Fabrikautomation und Intralogistik für die Medizintechnik anbieten – es sind spannende Themen dabei.
Dennoch: Auch wenn es ganz tolle Technik gibt – gesund bleiben ist immer noch das Beste! Das wünsche ich Ihnen – und viele interessante Informationen!

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Ihre Petra Born

Chefredakteurin handling

www.handling.de

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