Editorial

Meldungen eines Tages

Liebe Leserinnen und Leser, das gesamte handling-Team bedankt sich sehr herzlich bei allen Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten für die vielen guten Wünsche zum neuen Jahr.

Das fängt ja gut an, möchte man meinen, wenn man – willkürlich herausgegriffene – Pressemitteilungen aus unserem Posteingang liest: + + + Die deutschen Unternehmen sind weiter im Stimmungshoch, trotz der Mehrwertsteuererhöhung. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem außerordentlich starken Boom – wie zuletzt 1990“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. + + + Axxom Software steigerte im Jahr 2006 ihren Gesamtumsatz um mehr als 30 Prozent. Insgesamt konnte die Firma ihren Umsatz im Bereich Intralogistik nahezu verdoppeln. + + + Die SPS/IPC/Drives vermeldet einen neuen Besucherrekord. Zur führenden Messe für elektrische Automatisierung in Europa kamen im vergangenen November 43.891 Fachbesucher, annähernd 27 Prozent mehr als 2005. Deutlich gestiegen ist mit 6.229 Personen auch die Zahl der internationalen Besucher. + + + Nokia steigerte seinen Nettogewinn um 19 Prozent. Wie das Unternehmen mitteilte, betrug der Gewinn im vergangenen Jahr 3,6 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg 2006 um 20 Prozent auf gut 41,1 Milliarden Euro. + + + Dürr Factory Assembly Systems bekam einen Auftrag für die Lieferung einer kompletten Endmontage im russischen Werk Elabuga. + + + Die Fachmesse Sensor+Test (22.-24.05.07) wird voraussichtlich zehn Prozent mehr Aussteller haben als im Vorjahr. + + +
Wenn ich diese erfreulichen Meldungen lese, dann frage ich mich nur, warum immer noch Zehntausende Ingenieure – und Hunderttausende weitere Menschen – ohne Arbeit sind. Liegt es tatsächlich nur an den Betroffenen? Haben sie etwa den Makel, älter zu werden? Wie sieht es mit der Personalstrategie der Firmen aus?

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Lebenslanges Lernen ist heute Pflicht. Wie die Praxis zeigt können Menschen, die bereits erfolgreich Dinge bewegt haben, auch auf benachbarten Fachgebieten Großes leisten. Und wiegt das besonnene, lebenserfahrene Handeln älterer Mitarbeiter und ihre Loyalität zum Unternehmen nicht mehr als die hektische Betriebsamkeit karriereorientierter Yuppies? Man kann vieles betriebswirtschaftlich optimieren, doch kein Roboter und keine Software ersetzten das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Auch im Jahr 2007 viele gute Anregungen wünscht Ihnen

Gunthart Mau, Chefredakteur

P.S.: Unter den Teilnehmern der Leserumfrage in der vergangenen Ausgabe haben wir attraktive Buchpreise verlost (S. 23).

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