Editorial

Die 30. Motek, liebe Leserinnen und Leser,

steht unmittelbar vor den Stuttgarter Messetoren. Selbstredend, dass sich diese handling-Ausgabe wieder mit einem Special in besonderem Maße dieser Leitmesse für Montage-, Handhabungstechnik und Automation widmet. Die Branche kündigt interessante Neuheiten und Weiterentwicklungen an, und der Fokus aller Bemühungen liegt natürlich auch weiterhin auf noch sparsameren Komponenten und optimierten Prozessabläufen. Ab Seite 41 werfen wir gemeinsam mit dem Motek-Gründer und Messeveranstalter P. E. Schall, mit dem unser Fachmagazin eine Medienpartnerschaft verbindet, einen Vorausblick auf die Motek – aber auch eine Rückschau auf die Geschichte der Messe. So wie das Furtwangener Unternehmen IEF Werner auf Seite 50/51, das zu jenen Ausstellern gehört, die einst bei der allerersten Montage- und Handhabungsausstellung in Sindelfingen dabei waren.

Ein frohgemuter Blick in die Zukunft ist uns derweil leider nicht vergönnt. Zwar geht es den Maschinenbauern aktuell prächtig. Sie arbeiten volle Auftragsbücher ab. Alles könnte so schön sein. Aber allzu viele interagierende „Baustellen“ im Weltgeschehen, begleitet von einem taumelnden Finanzmarkt, bedeuten dräuendes Unwetter. Düstere Szenarien und das ungeliebte K-Wort in fast jeder Tageszeitung drücken die Stimmung. Aus einer aktuellen Umfrage des Manager Magazins geht hervor, dass drei von fünf Führungskräften den USA nicht zutrauen, ihre Schuldenproblematik in den Griff zu bekommen, und 57 Prozent der Befragten richten sich auf eine neue Wirtschaftskrise ein. Aber wer wollte sich schon wieder runterziehen lassen! Wir auch nicht. Rittal-Chef Friedhelm Loh, der in diesen Wochen mit seinem Unternehmen eine bemerkenswerte 50jährige Erfolgsgeschichte feiert, sagte jüngst: „Wer in die Zukunft schauen will, darf nicht in die Zeitung sehen“. Denn der Mensch braucht Zukunft, und dazu benötigt er Gelassenheit und Zuversicht. Also lieber handling lesen, rate ich. Die vorliegende Ausgabe haben wir anlässlich des Motek-Geburtstags um mehr als 17.000 auf insgesamt 45.600 Exemplare aufgestockt – das unterstreicht, wie gut die Branche für die Zukunft unterwegs ist. Und es hebt die Stimmung.

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Ich wünsche Ihnen interessante Messetage,

Ihre Petra Born

Chefredakteurin handling

born@hoppenstedt.de

PS: Wie stets während der Motek hat unser Verlag, die Hoppenstedt Publishing GmbH, einen eigenen Stand. Das ist der richtige Ort für einen guten Kaffee, ein Erfrischungsgetränk oder einen kleinen Imbiss. Oder einfach mal ein paar Minuten Ruhe vor dem Messetrubel. Sie sind herzlich willkommen in Halle 1 am Stand 1231.

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