Mechatronik

„Einbauen und vergessen“

Plug and Work – Systemlösungen für die Handhabungstechnik
Kunden geben eine Handhabungsaufgabe vor, Festo liefert die Lösung plug and work. Zum Beispiel auch dieses kartesische High-Speed H-Portal für Photovoltaik-Anwendungen. (Foto: Festo)
Mechatronik ist nicht nur das perfekte Zusammenspiel hervorragender Produkte aus Mechanik, Elektronik und Software – Mechatronik bedeutet auch, die Kooperation zwischen Lieferanten und Kunden zu partnerschaftlicher Perfektion zu führen. Festo hat dieses Ziel im Blick: Die Kunden geben die Handhabungsaufgabe vor, Festo liefert die Lösung plug and work direkt in die Anlagenzelle. Aufwändige Inbetriebnahmen entfallen.

Die Handhabungsaufgabe des Kunden bestimmt die Lösung – unabhängig von der Antriebsart. Die Experten von Festo bedienen sich aus der ganzen Bandbreite von mehr als 30.000 Produkten und nutzen damit das Beste aus elektrischen, pneumatischen und servopneumatischen Antrieben – eben Mechatronic Motion Solutions.

In nicht einmal drei Wochen nach der Bestellung bekommen Hersteller von Montagezellen ihre fix und fertig einbaubereiten Handhabungssysteme an die Anlage geliefert. Dafür sorgen rund 50 Projektingenieure und Konstrukteure im Handhabungstechnik-Team von Festo – für Deutschland und Europa. Fix und fertig zusammengebaut und geprüft erfolgt die Anlieferung der einbaufertigen Systemlösung direkt an die Maschine. Die Handlings sind vorab durchgecheckt und mit allen Konstruktionsdaten und Schaltplänen sowie umfassender Funktions- und Festpreisgarantie ausgestattet. Anwender erhalten sowohl die Hardware in Form einer anschlussfertigen Baugruppe oder eines Subsystems als auch ein komplettes Wertschöpfungspaket. Komplettlösungen entlasten das Fachpersonal, halten Konstruktionsaufwand gering, erleichtern den Beschaffungsprozess und senken die Prozesskosten. „Einbauen und vergessen ist dabei das Ziel für unsere Kunden“, erklärt Peter Löbelenz, Leiter des Handhabungstechnik-Teams für Deutschland und Europa in Esslingen.

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Subsysteme in vielen Branchen

Mehr als 2.000 Handlings verlassen jährlich die Systemtechnik-Werkstatt von Festo in Esslingen. Sie werden zu Subsystemen in Montagezellen des Sondermaschinenbaus, bilden Be- und Entladesysteme von Werkzeugmaschinen, werden im Kleinteilehandling in der Automobilzulieferung oder auch beim Blechhandling der Automobilhersteller eingesetzt. Sie sind in der optischen Industrie oder in der Photovoltaik zu finden. Alle werden individuell erstellt und auf die Kundenwünsche angepasst. Nur selten gleicht ein Handhabungssystem dem anderen. Die Palette reicht vom einfachen Pick & Place-System über Linienportale, Ausleger, Raumportale bis hin zum stabkinematischen Robotersystem Tripod, High-Speed-Portalen oder zu individuellen applikationsabhängigen Greifsystemen. „Unsere Kunden geben die Handhabungsaufgabe vor, wir liefern die Lösung plug and work direkt in die Anlagenzelle – aufwändige Inbetriebnahme entfällt“, so Löbelenz weiter.

Mechatronischer Mehrachsbaukasten

Dabei greifen die Projektingenieure und Konstrukteure auf das breite und tiefe Katalogprogramm von Festo zu: Im mechatronischen Mehrachsbaukasten von Festo stehen fürs Greifen, Fügen, Drehen, genaue und raumgreifende Positionieren mehrere tausend frei kombinierbare und aufeinander abgestimmte elektrische, pneumatische und servopneumatische Komponenten zur Verfügung. Energieführungskette, Integrationsschlauch, Sensoren und Ventilinseln sind Konstruktions- und Lieferbestandteil fertiger Handlings. Europaweit kommen die Anfragen beim Handhabungsteam an. Danach vergeht nur eine Stunde bis höchstens drei Tage, bis dem Kunden ein konkretes Angebot vorliegt. Dazwischen prüfen Projektingenieure per Simulation im Arbeitsraum am Bildschirm, welche Handhabungslösung für das spezifische Kundenprojekt die geeignete ist.

Viele Anfragen lassen sich schnell durch einen Zugriff auf den Baukasten beantworten. Die Projektingenieure wählen dabei aus mehr als tausend Varianten fürs Handling von Werkstückmassen von 0,5 bis fünfzig Kilogramm aus. Sie haben im Vergleich zu kundenspezifischen Handhabungssystemen eine kurze Lieferzeit von rund einer Woche.

Bei komplexeren Aufgaben reichen Simulationen am Bildschirm nicht mehr aus. Dann werden Tests im Application Center von Festo notwendig. Unter Realbedingungen werden mit Werkstücken des Kunden Zykluszeiten und Wiederholgenauigkeiten an Handling-Systemen getestet und die Bewegungen mit der High-Speed-Kamera von Festo aufgezeichnet. Erhält Festo den Auftrag, entwickeln Konstrukteure in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber das entsprechende Handling für die Montagezelle. Dabei liefert der Kunde die CAD-Konstruktionsdaten dazu. Die Konstrukteure von Festo erarbeiten per CAD das passende Handling in die Vorgaben der Montagezelle hinein.

20 Fachmonteure kombinieren in der Systemtechnik-Werkstatt einzelne Komponenten zu Systemlösungen für die Handhabungstechnik. Dabei nutzen sie nach den Vorgaben der Projektingenieure die komplette Bandbreite der Festo-Automatisierungswelt – von der Sensor-Aktor-Ebene bis zur Anbindung an die Steuerungsebene per Ethernet/Profibus zur SPS des Kunden. Controller der elektrischen Antriebe, Vision-System, pneumatische Ventilinseln und Mensch-Maschine-Interface sind dabei mit der Mehrachssteuerung verknüpft. Die Montage beschränkt sich dabei nicht nur auf das Handling selbst, das aus den Komponenten des Mechatronikbaukasten entsteht, sondern umfasst auch das Alu- oder Stahlgestell, an dem das Handling befestigt ist, Greifer mit speziellen Greiferfingern für das Werkstück, den Schaltschrank und das Vision-System. pb

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