Mechatronische Allianz

Verpackt und abgefüllt

6. Forum Mechatronik: Verpackungsmaschinen mechatronisch entwickeln
Dr. Rainer Stetter (li.) im Gespräch mit Gerhard Schubert.
Der deutsche Maschinenbau boomt. Maschinen „Made in Germany“ sind weltweit gefragt. Besonders erfolgreich sind die Hersteller von Verpackungsmaschinen für feste und flüssige Stoffe. Daran hat auch die Mechatronik ihren Anteil.

Am 3. Juni 2008 fand das von der Mechatronik Allianz organisierte 6. Forum Mechatronik im Maschinenbau statt. Auf dieser Veranstaltung, die von mittelständischen Unternehmen sowie dem VDMA und dem ZVEI getragen wird, drehte sich alles um die mechatronische Entwicklung zukunftsorientierte Verpackungsmaschinen. Diesmal war das Forum (erneut) zu Gast bei Festo in Esslingen. Dr. Peter Post, Leiter Forschung und Technologie bei Festo, empfing die Gäste in einem der drei 900 Quadratmer großen Atrien des Technologie-Centers in Esslingen.

Dr. Rainer Stetter, Geschäftsführer der ITQ und Sprecher der Mechatronik Allianz, moderierte die Vormittagsveranstaltung, auf der Verpackungsmaschinenbauer über ihre Erfahrungen mit Mechatronik berichteten. „Mechatronik in Verpackungsmaschinen der pharmazeutischen Industrie“, so lautet das Thema von Klaus Hillebrand, dem Leiter Elektrokonstruktion und Softwareentwicklung bei Bosch Packaging Technology. Er zeigte auf, wie ein Unternehmen mechatronische Prozesse organisiert. „Mechatronik – ein neuer Standard für Verpackungsmaschinen?“ Diese Frage stellt Gerhard Schubert, Geschäftsführer Schubert Verpackungsmaschinen in seinem Referat. Er formulierte, was heute mit einem mechatronisch organisierten Maschinenkonzept möglich ist. Dass Mechatronik noch nicht überall Standard ist, sieht Schubert als eine der großen Herausforderungen an. Weitere Referenten waren Heinz Hillmann (KHS) und Dr. Georg Pfeifer (Optima Packaging Group).

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Der Nachmittag gehörte traditionell dem „Open Space“, einem Klassiker auf dem Forum Mechatronik im Maschinenbau. Unter der bewährten Moderation von Paul Kho, Festo, wurden die Teilnehmer/innen aktiv in die Diskussion einbezogen. An einer Pinnwand platzierten sie ihre Anliegen und Beweggründe für die Teilnahme am Forum. Dann wurden die Fragestellungen geclustert, kleinere Arbeitsgruppen gebildet, Erfahrungen ausgetauscht und neue Arbeitskontakte geknüpft. Im Einzelnen ging es um die Fragestellungen „Wie kann der Weg zur mechatronischen Entwicklung verkürzt werden?“, „Anforderungen an Komponentenhersteller“, ferner die „Abgrenzung Komponenten-, Modullieferant und Systemintegrator“ sowie um „Lebenslanges Lernen“. Anschließend stellte ein Vertreter aus jeder Arbeitgruppe die Ergebnisse vor.

Obwohl der Begriff „Mechatronik“ alles andere als neu ist, hatte ich den Eindruck, dass die mechatronische Produktentwicklung als Prozess, an dem unterschiedliche Disziplinen beteiligt sind, noch relativ weit am Anfang steht. Das belegten auch die Äußerungen verschiedener Teilnehmer. Umso wichtiger ist der regelmäßige Erfahrungsaustauch auf diesem Forum. Bitte mehr! Gunthart Mau

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