Marsrover

Marsrover laufen und laufen

Seit Januar 2004 schon erkunden die Roboter „Spirit“ und „Opportunity“ den roten Planeten. In jedem der beiden Rover stecken 39 Gleichstrommotoren des Schweizer Antriebsspezialisten Maxon Motor. Eingesetzt werden die Präzisionsantriebe für den Antrieb der Roboterarme, für den Gesteinsbohrer, für die Bedienung der Kameras, für den Steuerungsmechanismus sowie für die sechs Räder, die die rund 180 Kilogramm schweren Fahrzeuge über die Marsoberfläche bewegen. Bei den Motoren handelt es sich um Standardprodukte mit Durchmesser 20 und 25 Millimeter und einem Wirkungsgrad über 90 Prozent. Durch geringfügige Anpassungen wurden die Motoren für die harten Bedingungen ausgelegt. Die Apparaturen müssen Temperaturwechsel auf der Marsoberfläche von circa minus 120 bis plus 25 Grad Celsius, Erschütterungen und die spezielle Atmosphäre aushalten. Die beiden 1,6 Meter langen und 1,5 Meter hohen Marsroboter sind mit Kameras, zwei Spektrometern und einem Mikroskop für geologische Untersuchungen ausgerüstet. Bislang haben sie insgesamt 21 Kilometer zurückgelegt. Dabei erklommen sie Berge, stiegen in Krater hinab und kämpften sich durch Sanddünen. Der Erfolg der Mission übertrifft alle Erwartungen: Ursprünglich hatte die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa für die Marsroboter „Spirit“ und „Opportunity“ mit einer Betriebszeit von drei Monaten gerechnet. Doch auch nach fünf Jahren kurven die sechsrädrigen Fahrzeuge noch immer auf dem Mars herum und senden spannende Daten zur Erde – bis heute 36 Gigabytes über Entfernungen zwischen fünfzig und vierhundert Millionen Kilometern, je nach Position der Planeten. ho

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