Schwerlaststapler mit Steinstapelgreifer

Keine Fahrt zu steinig

Zwölf Stunden Betriebszeit pro Tag, 230 Tage pro Jahr, bis zu fünf Tonnen Last pro Fahrt: Die Baustoffwerke Havelland verlassen sich auf den Yale-Schwerlastgabelstapler GDP 120DC. Der Hersteller von Steinen für den Hochbau ließ den GDP 120 individuell anpassen, unter anderem mit einem Steinstapelgreifer.

Zwölf Stunden Betriebszeit pro Tag, 230 Tage pro Jahr, bis zu fünf Tonnen Last pro Fahrt: Die Baustoffwerke Havelland verlassen sich auf den Schwerlastgabelstapler GDP 120DC. (Bild: Yale)

Es ist ein Baukasten für den Hochbau: Das Produkt „Planelemente“ aus dem Unika KS Werk ist ein Renner in der Produktpalette der Baustoffwerke Havelland. Architekten senden CAD-Daten direkt an den Hersteller von Kalksandsteinen, und dieser produziert passgenaue Planelemente, die auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt werden müssen. Was der Baufirma vieles erleichtert, ist für den Hersteller eine Herausforderung: Die Planelemente sind unterschiedlich groß und bis zu einem Meter breit. Da sie stückweise verkauft werden, ist eine Palettierung nicht sinnvoll. Am Ende der Produktionslinie für die Planelemente ist also ein Zangenstapler gefordert. Er greift dort bis zu zwanzig Planelemente mit bis zu fünf Tonnen Gesamtgewicht und bringt das Paket ins Freilager auf dem Firmengelände. Geht es zur Baustelle, greift der Stapler die Quader und hebt sie auf den Lkw und das Ganze rund um die Uhr an 230 Tagen im Jahr.

Fällt der Stapler aus, steht die Produktion

Der Zangenstapler greift bis zu zwanzig Planelemente mit bis zu fünf Tonnen Gesamtgewicht und bringt das Paket ins Freilager auf dem Firmengelände. Geht es zur Baustelle, greift der Stapler die Quader und hebt sie auf den Lkw. (Bild: Yale)

Diese Transportlogistik kann keine Ausfälle dulden. „Wenn der Stapler ausfällt, steht die Produktion“, sagt Olaf Lilie, technischer Betriebsleiter der Baustoffwerke Havelland. Lange Jahre ging das gut, aber im Jahr 2016 hat das Unternehmen beschlossen, die Lagerlogistik mit einem zweiten Schwerlaststapler abzusichern. Der Baustoffhersteller aus Brandenburg legte dabei nicht nur Wert auf die technischen Anforderungen, sondern auch auf die Gesamtkosten der neuen Investition. „Es nützt nichts, wenn die Investitionskosten zunächst niedrig sind, wir aber hohe Betriebskosten, lange Stillstandzeiten oder hohe Wartungskosten haben“, sagt Olaf Lilie. Es gehe vielmehr um eine Wirtschaftlichkeit auf lange Sicht, dazu gehöre auch das Thema Service-Geschwindigkeit. An einem 12-Tonnen-Stapler führte kein Weg vorbei, denn bei den Baustoffwerken wollte man nicht bei den hohen Lasten mit einem kleineren Stapler höhere Ausfallzeiten riskieren. Der neue Stapler muss belastbar und betriebssicher sein und sich auch noch schnell auf dem Gelände bewegen können.

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Die Baustoffwerke Havelland entschieden sich für das Gerät von Yale. Yale-Händler MF Gabelstapler offerierte ein Modell vergleichbar mit dem bestehenden Zangenstapler. Mit diesem hatte man mehr als fünf Jahre lang gute Erfahrungen gemacht. Lilie: „Wir haben uns für das entschieden, was wir kennen und schätzen. Wir wollten keine Experimente machen.“ Hinzu kam, dass den Steine-Experten aus Brandenburg die neue Zusammenarbeit mit dem Yale-Händler MF Gabelstapler Service von Anfang an gefallen hat. „Die Gespräche haben in einer sehr konstruktiven Atmosphäre stattgefunden“, berichtet Olaf Lilie. MF Gabelstapler hätte die Anforderungen der Baustoffwerke Havelland schnell verstanden und entsprechende Vorschläge gemacht.

Die zangen des Steinstapelgreifers des Herstellers Steinweg Klammersysteme wurden aufgrund der Größe der Planelemente auf eine Gesamtbreite von 230 Zentimeter verbreitert. (Bild: Yale)

Ein Standard-Schwerlaststapler für die besonderen Aufgaben im Havelland kam für die Baustoffwerke nicht infrage. Wichtigste Besonderheit des GDP 120 darum: Der Steinstapelgreifer des Herstellers Steinweg Klammersysteme. Die Zangen wurden aufgrund der Größe der Planelemente auf eine Gesamtbreite von 230 Zentimeter verbreitert. Die Zangen sind speziell beschichtet, so dass sie unverpackte und folienverpackte Steine gleichzeitig greifen können. Eine LED-Leuchte am Greifer erleichtert die Arbeit bei schlechten Lichtverhältnissen – eine Ergänzung, die die Staplerfahrer vorgeschlagen haben.

Ergonomie und Sicherheit im Fokus

Überhaupt war es den Baustoffwerken Havelland wichtig, dass die Anforderungen der Mitarbeiter in ihr neues zentrales Arbeitsgerät eingehen und Komfort und Wohlbefinden des Fahrers am Arbeitsplatz ausgebaut werden: Das Fahrzeug hat einen luftgefederten Sitz, eine erhöhte Rückenlehne, eine Lendenwirbelstütze und eine Sitzheizung. Die rundum verglase Kabine ist mit einem Umluftsystem und mit einer Klimaanlage ausgestattet. Eine Leselampe und eine Dokumentenablage erleichtern die Arbeit. Ein Radio sorgt für Kurzweil. „Uns war wichtig, dass der Mitarbeiter einen guten, geschützten Arbeitsplatz bekommt“, sagt Olaf Lilie.

Die Mitarbeiter bei den Baustoffwerken Havelland wissen das zu schätzen. „Das ist jetzt mein Lieblingsgerät“, hört Olaf Lilie aus der Belegschaft, die Fahrer fühlten sich im neuen Yale-Stapler schlicht „gut aufgehoben“. Und auch aus Sicht der Firmenleitung hätten sich die Erwartungen in den neuen Helfer „voll und ganz erfüllt“, sagt der technische Betriebsleiter. Der Stapler ist seit März 2017 bei den Baustoffwerken Havelland störungsfrei im Dauereinsatz. as

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