VVL - Innovationen durch entwicklungsbegleitende Forschung

Optimierung logistischer Prozesse

Der Verein zur Förderung innovativer Verfahren in der Logistik (VVL) e. V. ist im Rahmen seiner an die drei Institutsbereiche ausgelagerten F&E-Aktivitäten in verschiedene Institutionen, Forschungsvereinigungen und Verbände eingebunden und so in der Lage, Projektanträge jeweils thematisch passend zuzuordnen und gezielt im Hinblick auf die Antragstellung zu platzieren. Eine Mitgliedschaft in mehreren Vereinigungen eröffnet den Forschungsstellen somit die Möglichkeit, sich selbst thematisch breiter aufzustellen und damit auch die Abhängigkeit von einzelnen Vereinigungen zu verringern. Interessenten - insbesondere aus dem Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) - haben auch ohne eine Vereinsmitgliedschaft die Möglichkeit, im Rahmen von F&E-Projekten mit dem VVL zusammenzuarbeiten, der u. a. für eine zeitnahe Beantragung von Fördermitteln in geeigneten Programmen sorgt und die Partnerunternehmen unterstützt. Zudem steht der Verein über diese Kooperationsform hinaus auch für direkte Beratungs- und Planungsdienstleistungen zur Verfügung. Vereinsmitglieder profitieren direkt von den erzielten Ergebnissen in den F&E-Projekten sowie durch die untereinander bestehende zusätzliche Vernetzung und den vergünstigten Zugang zu VVL-eigenen Veranstaltungen und Seminaren.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Versuchsaufbau im LogIDLab. (Fotos: VVL)

Die Nutzung von Auto-ID-Technologien in logistischen Prozessen ist zunehmend verbreitet, jedoch müssen regelmäßig physikalische Herausforderungen bewältigt werden und eine Umsetzung ökonomisch gerechtfertigt sein. Dazu sind im Vorfeld einer Implementierung insbesondere anwendungsspezifische Untersuchungen durchzuführen, um auf der Basis umfangreicher Testreihen bspw. die jeweils am besten geeignete Kombination aus den verfügbaren Hardware-Komponenten zu identifizieren. Der VVL unterhält dazu mit dem LogIDLab ein eigenes Versuchs- und Demonstrationslabor Das Institut für Distributions- und Handelslogistik (IDH) des VVL e. V. hat in diesem Zusammenhang zuletzt Projekte zum Qualitäts- und Effizienznachweis von Transpondern, zum Einsatz multisensorischer Transponder in TUL-Prozessen sowie zur energieeffizienten Supply-Chain-Steuerung mittels Expertensystemen durchgeführt. Weitere Herausforderungen der absehbaren Zukunft bestehen in der Entwicklung und Umsetzung der als Industrie 4.0 bezeichneten nächsten Schritte der Automatisierung sowie in der Untersuchung innovativer Logistikkonzepte für die Versorgung von Ballungsräumen.

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Forschung an der Nachhaltigkeit

Die Integration des Nachhaltigkeitsgedankens sowie die zunehmende Individualisierung von Verpackungen machen es erforderlich, auf dem Feld der Verpackungstechnik neue Forschungsansätze zu generieren und innovative Lösungen zu erarbeiten. Die Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit am Institut für Verpackungstechnik (IfV) des VVL e. V. liegen daher konsequent in der Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen - unter Verwendung biobasierter Packstoffe - und Möglichkeiten zur Diebstahlprävention. Konkret wurden in der jüngeren Vergangenheit flexible, mehrwegfähige Service- und Reparaturverpackungen konzipiert, eine Prüfsystematik zur Bestimmung der Manipulationsfähigkeit von Verpackungen entwickelt, Lösungen für altersgerechte Produktverpackungen evaluiert und das Potenzial z. B. von aufbereitetem Miscanthusstroh zur Herstellung von neuen Verpackungslösungen untersucht.

AutoID in der Praxis

Des Weiteren stellen die Optimierung von Ladeeinheiten- und Ladungssicherungsmaßnahmen sowie die praxisgerechte Integration von AutoID-Elementen in sämtliche Verpackungslösungen aktuelle Forschungsansätze dar, um die zukünftigen Herausforderungen des Industrie-4.0-Gedankens (Smart Objects) bewältigen zu können. Insbesondere wurden Integrationsmöglichkeiten der RFID-Technik in Ladungssicherungshilfsmittel erarbeitet sowie klimatische Einflüsse auf Antirutschmatten und mögliche Anbindungen der Ladungssicherung an Telematiksysteme untersucht.

Optimierung von Rückholprozessen

Den Schwerpunkt der Tätigkeiten des Instituts für Kreislaufwirtschaft und Umwelttechnik (IfKU) des VVL e. V. bildet die branchenübergreifende Optimierung von Sammel- und Rückführungsprozessen unter Gewährleistung der hierfür relevanten gesetzlichen Restriktionen. Das Ziel ist letztlich die ressourceneffiziente Auslegung der auf Rückführungen basierenden Stoffströme. Aktuelle Schwerpunktthemen bilden u. a. die Sammel- und Transportprozesse von Elektro(nik)geräten sowie die logistischen Problemstellungen in Bezug auf einen anschließenden Export der Geräte in Drittländer. Darüber hinaus finden "Problemfelder der Zukunft" - beispielsweise das Recycling von RFID-Transpondern oder die Rückführung von Solarpaneelen - schon heute Berücksichtigung bei der inhaltlichen Ausrichtung der Institutsaktivitäten. Zuletzt wurde ein Leitfaden zur Optimierung der Retourenlogistik im B2C-Bereich entwickelt.

Wissenstransfer in die Industrie

Ein wesentlicher Aspekt bei der Durchführung von mit öffentlichen Mitteln geförderten F&E-Projekten ist der Transfer der erlangten Erkenntnisse in die Unternehmen sowie die Information der interessierten Öffentlichkeit. Dazu führt der VVL regelmäßig projektbegleitende Veranstaltungen sowie Seminare durch, in denen der aktuelle Stand der Forschungsarbeiten und wesentliche Ergebnisse vorgestellt werden. Diese Aktivitäten werden begleitet von Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und der Präsentation im Rahmen von Vorträgen auf Messen, Kongressen und anderen, projektspezifisch ausgewählten Veranstaltungen. Bereits seit 2004 kooperiert der Verein mit der NürnbergMesse und richtet im Rahmen der FachPack die Sonderschau "Marktplatz innovativer Logistiklösungen" aus , auf der sich Unternehmen mit neuen innovativen Produkten und Lösungen gemeinsam präsentieren. Kern der Sonderschau ist ein Gemeinschaftsexponat, das anteilig von den beteiligten Unternehmen getragen wird und einen übergreifenden Gesamtablauf aufzeigt.

Größer auf die Cemat

Eine weitere Kooperation besteht seit 2008 mit der Deutschen Messe in Hannover zur Organisation einer weiteren Sonderschau zum Thema Intralogistik im Rahmen der ab 2014 alle zwei Jahre stattfindenden Cemat. So konnten im Jahr 2011 im Rahmen der Cemat-Sonderschau "Auto-ID und Verpackungslogistik" 30 Unternehmen als Mitaussteller gewonnen werden, die auf einer ca. 1.000 Quadratmeter großen Gemeinschaftsfläche unterschiedlichste Ansätze zu diesem Themengebiet präsentierten. Auch 2014 organisiert der VVL wieder eine Sonderschau zur Cemat, die im Vergleich zu 2011 sowohl im Hinblick auf die Exponat- als auch auf die Ausstellerfläche deutlich zulegen konnte. Der gezeigte Ablauf des Gemeinschaftsexponats beginnt bei der Produktkommissionierung und führt über alternativ aufgezeigte Verpackungsprozesse über die Ladeeinheitenbildung und sicherung bis hin zur Ladungsbildung und -sicherung auf den Transportmitteln. Dabei werden von den beteiligten Unternehmen unterschiedliche technologische und organisatorische Ansätze aufgezeigt und im Rahmen von mehreren täglichen Führungen dem Publikum erläutert. bw

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