Van Riet-Fördersystem

Durch die Blume gefördert

Nach einer Phase explosiven Wachstums wurde es für den niederländischen Blumen- und Pflanzengroßhandel Van der Plas schwierig, die intralogistischen Prozesse effizient zu gestalten. Seit dem Umzug in größere Räumlichkeiten sorgt eine von Van Riet konzipierte Lösung für geringere Fehleranfälligkeit und höhere Kapazitäten.

Über ein angetriebenes Förderband werden die gefüllten Kartons in einer zentralen Reihe ge-sammelt, wo sie gescannt und in Richtung eines Schuhsorters transportiert werden. (Bild: VanRiet)

Der niederländische Blumen- und Pflanzengroßhändler Van der Plas ist ein Komplettanbieter für Großhändler und Floristen, den Einzelhandel, das Export- und Kommissionsgeschäft sowie für Großimporteure. Das Sortiment umfasst Schnittblumen, Blattwerk, Pflanzen oder Dekoration, die als Gesamtpaket an Kunden in ganz Europa geliefert werden. In den letzten Jahren konnte das Unternehmen seinen Umsatz vervierfachen. Dabei zählt der Vertrieb im Internet derzeit zu einer der Stützen dieser Expansion.

Allerdings hatte das Wachstum bereits seit einiger Zeit direkte Auswirkungen auf die Effizienz der internen Logistik. „Der Wandel in unseren Geschäftsaktivitäten beeinflusste auch unseren Logistik-Betrieb. Während früher die Pflanzen oft direkt in die Lastwagen verladen wurden, beschäftigen wir uns heute mit Aspekten der Lagerverwaltung und Kommissionierung“, erklärt Machiel van der Bent, Business Process Engineer bei Van der Plas.

„Wir platzten aus allen Nähten“

Die zunehmende Komplexität der betroffenen Logistikaktivitäten stellte für Van der Plas eine wachsende immer größer werdende Herausforderung dar. Aufgrund des Wachstums sah sich das Unternehmen zudem mit Platzproblemen konfrontiert. Es mussten externe Lagerräume gemietet werden, was wiederum einen erhöhten Aufwand bei der Verarbeitung und somit eine Steigerung der Kosten zur Folge hatte. „Kurz gesagt: Wir platzten in unseren alten Geschäftsgebäuden aus allen Nähten“, so van der Bent. Darüber hinaus wurden alle Pflanzen und Blumen bis vor einem Jahr noch manuell sortiert.

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Mit dem Umzug in neue, größere Räumlichkeiten, die sich auf dem Auktionsgelände von FloraHolland in Rijnsburg befinden, konnte endlich die benötigte Optimierung realisiert werden. Das neue Gebäude hat 50 Prozent mehr Platz und ermöglicht einen effizienteren Logistikfluss. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen besteht nun eine direkte Brückenverbindung mit FloraHolland und zum anderen befindet sich jetzt ein von Van Riet Material Handling Systems entwickeltes und installiertes Förder- und Sortiersystem im Einsatz, das die internen Prozesse verbessert. „Wir brauchen weniger Personal und es gibt mehr Transparenz und Kontrolle“, erläutert van der Bent.

20 Prozent höhere Produktivität

Van Riet hat ein Förder- und Sortiersystem entwickelt, das den internen Prozess effizienter und weniger fehleranfällig macht. Wenn die Aufträge vollständig sind, werden die Blumen an vier doppelseitigen Packstationen in Kartons verpackt. Über ein angetriebenes Förderband werden die gefüllten Kartons dann in einer zentralen Reihe gesammelt, wo sie gescannt und in Richtung eines Schuhsorters transportiert werden. Falls erforderlich, leitet der IQ-Grid – eine Sortierlösung mit Schwenkrollen – die Kartons an den Rand des Förderbandes. Ein Schuhsorter mit einer Kapazität von 1.250 Kartons pro Stunde schleust die Aufträge schließlich zum korrekten Ausgang. Die leeren Blumeneimer werden an den Packstationen auf ein tiefer liegendes Förderband gesetzt und zu einer automatischen Kippanlage transportiert, die pro Stunde 2.000 Blumeneimer leert und stapelt.

Bei dem niederländischen Blumen- und Pflanzengroßhandel Van der Plas ist ein von Van Riet Material Handling Systems entwickeltes und installiertes Förder- und Sortiersystem im Einsatz. (Bild: VanRiet)

Dank des neuen Verfahrens hat sich auch die Produktivität um etwa 20 Prozent erhöht. „In Hinblick auf unser angestrebtes Wachstum stellt dies einen immens wichtigen Aspekt dar“, sagt van der Bent. „Die Produktivitätssteigerung hat immerhin einen direkten Einfluss auf unsere flexiblen Einsatzkapazitäten, die relativ groß sind. Jetzt können wir mit derselben Gruppe von Mitarbeitern deutlich mehr Aufträge bearbeiten.“

Das System selbst ist ebenfalls für weiteres Wachstum ausgelegt. Die Kapazitäten sind ausreichend groß, um die Wachstumsziele von zehn bis 15 Prozent pro Jahr für einen Zeitraum von fünf Jahren zu ermöglichen. „Darüber hinaus ist das System modular aufgebaut und wir können es, falls erforderlich, in Zukunft relativ leicht erweitern“, sagt van der Bent. as

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