Umreifungsmaschinen

Kante auf Kante gesetzt

Umreifungsmaschine in der Wäscherei. Moderne Großwäschereien waschen, trocknen und bügeln Hand- und Tischtücher, Uniformen und Bettwäsche vollautomatisch. Am Ende der Linie legt eine Faltmaschine die einzelnen Stücke zurecht. Netzwerkfähige Umreifungsmaschinen von Mosca sichern die Wäschepakete für den Transport.

Wäschestücke kommen gefaltet und in Stapeln bei der Umreifungsmaschine von Mosca an und werden je nach Typ ein- oder zweifach umreift.

Geschäftskunden stellen an Großwäschereien Anforderungen im industriellen Maßstab: Ein Hotel gibt über Nacht hunderte von Handtüchern, Bettlaken und Service-Uniformen ab. Die Herausforderungen an Reinigung und Logistik sind beträchtlich: Bei der Auslieferung soll alles nicht nur sauber, sondern auch nach Wäschetyp sortiert und gebündelt beim richtigen Hotel ankommen. Kannegiesser, Anbieter von Wäschereistraßen und -technik aus dem ostwestfälischen Vlotho, begegnet diesen Herausforderungen mit dem Konzept der „Smart Laundry“ – der sich selbst steuernden Wäscherei. Durch eine Zentralsteuerung sind die Maschinen von der Waschstraße bis zur Faltmaschine aufeinander abgestimmt und verarbeiten die Wäsche vollautomatisch.

Seit 2012 kommen hier Mosca-Maschinen zum Einsatz. Durch ihre vollständige Netzwerkfähigkeit, die Nutzung gängiger Austauschformate wie JSON, dem Maschinenkommunikationsprotokoll OPC UA und offene Schnittstellen lassen sich die Maschinen in automatische Produktionslinien einbinden. Scanner ermöglichen es, ankommende saubere Wäschebündel zu erkennen und je nach Anforderungen ein- oder zweimal zu umreifen. Von Vorteil sind die Unkompliziertheit des Systems und die Inbetriebnahme nach dem Plug-and-Play-Prinzip.

Anzeige

Auch in der Wellpapp- und Papierindustrie, der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, bei Zeitungen und in der grafischen Industrie, in der keramische Industrie sowie bei Versandhandel, Logistik und Baustoffbetrieben kommen Umreifungsmaschinen zum Einsatz. Mosca setzt auf Apps wie Remote Monitoring Interfaces (RMI), mit denen vernetze Maschinen über Computerbrowser aufgerufen und kontrolliert werden können. Sollte eine Maschine einmal nicht die erwartete Leistung bringen, so kann sich Mosca per Fernwartung einen Überblick über das Problem verschaffen. Dafür schalten sich Experten auf einen Computer des Kunden auf, der per LAN-Kabel mit der betroffenen Maschine verbunden ist. Damit sind sie in der Lage, über die bereits vom Kunden genutzte Anwendung schnell eine Analyse durchzuführen.

Das Industrie-4.0-Potenzial von Mosca endet nicht bei den Umreifungsmaschinen selbst. Ähnlich wie bei den Wäschestücken, die in der Großwäscherei dem richtigen Stapel und damit Kunden zugeordnet werden, geschieht dies auch mit dem in eigener Produktion hergestellten Umreifungsband. Dazu entwickelte Mosca in Zusammenarbeit mit dem ERP-Spezialisten PSI Automotive & Industry sowie der Firma Winckel ein System, das auf RFID-Tags beruht. Damit lässt sich Bandmaterial vollautomatisch lagern und nachbestellen. pb

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Kommissioniersystem

Die Ware kommt

Wanzl hat ein Kommissioniersystem nach dem Ware-zur-Person-Prinzip vorgestellt. Es heißt „Dynamic Material Handling“, funktioniert teilautomatisiert und adaptiv und soll die Lagerung und Bereitstellung von Artikeln optimieren.

mehr...
Anzeige

Transportsystem

Autonomer Transport

Dem Trend nach mehr Flexibilität in der Fertigung folgend bietet der Maschinenbauspezialist Tünkers in Kooperation mit dem AGV-Spezialisten Sinova aus Brasilien verschiedene Automationslösungen für den europäischen Markt an.

mehr...