Material handling

Stapler auf Inventur

Das Stapler-Shuttle kann mehr als transportieren
Gèrard Lacher, Leiter der Intralogistik-Systeme bei Still, betont den innovativen Charakter des neuen Transportsystems aus Hamburg. (Fotos: Still)
Alle Erfahrungen, die mit den bisherigen Satellitenfahrzeugen gesammelt wurden, flossen in das neue Still PalletShuttle und brachten als Ergebnis eine Lagerlösung, dessen Funktionalität in dieser Kombination einzigartig ist.

Beim Still PalletShuttle handelt es sich um ein halbautomatisches Ein- und Auslagerungssystem, bestehend aus einem Shuttle und einem mehrstöckigen Kanallagersystem mit Führungsschienen. Die Funktionsweise des Shuttle ist einfach: Es nimmt die Palette am Anfang einer Regalebene vom Stapler auf, fährt sie automatisch an das Ende oder den nächstmöglichen freien Platz des Gangs, setzt sie dort vorsichtig auf den Lagerschienen ab und kehrt an den Anfang zurück, um die nächste Palette zu empfangen. „Stapler und Shuttle arbeiten gleichzeitig und Hand in Hand“, stellt Gèrard Lacher, Leiter der Abteilung Intralogistik-Systeme, fest. Die Kommunikation mit den Satellitenfahrzeugen erfolgt per Funkfernbedienung. So hat der Anwender das Ein- und Auslagern fest im Griff. Das Shuttle kann zudem in die Systemwelt von Still integriert werden, dann erfolgt die Lagerführung durch das Still MMS (Materialfluss Management System). Aber auch eine vollautomatische Lagerlösung ist möglich. Hier wird durch automatisierte Serienfahrzeuge das Shuttle mittels einer Automatisierungsschnittstelle bedient.

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Dynamisches Beschleunigen und Bremsen, präzises Erreichen von Zielpositionen, neueste Steuerungstechnik, ein Lithium-Eisen-Phosphat Akku und ein Servomotor mit Allradantrieb – diese üppige Grundausstattung erfährt Ergänzung: Das PalletShuttle beherrscht die automatische Auslagerung einer definierten Anzahl von Paletten. Dies erleichtert die Arbeit, beispielsweise bei der Tourenbereitstellung. Hinzu kommt die Parametrierbarkeit wichtiger Systemeinstellungen: Wartepositionen, Wartezeiten, Geschwindigkeiten, Palettenabstände. Das Shuttle kann Mitarbeitern neben dem Ein- und Auslagern noch einen weiteren Arbeitsprozess abnehmen: Die Inventur. Durch die Inventurfunktion zählt es automatisch die Paletten in der jeweiligen Kanalebene.

Abgestimmtes Sicherheitskonzept

In Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution wurde zudem ein innovatives Sicherheitskonzept entwickelt. Innovativ, weil das Shuttle zwischen verschiedenen Arten von Hindernissen unterscheiden kann. Möglich macht dies die Kombination eines Sick-Laserscanners mit einer Not-Halt-Schaltleiste. Lacher: „So können die Sicherheitsanforderungen der Berufsgenossenschaft in vollem Umfang erfüllt werden, ohne die Gesamtperformance des Systems zu beeinträchtigen“. Die Sicherheitsmechanismen: Erkennt der Laserscanner ein mögliches Hindernis, reduziert das Shuttle seine Geschwindigkeit dynamisch bis hin zu einer Schleichgeschwindigkeit von 0,1 Meter pro Sekunde. Berührt die Not-Halt-Schaltleiste anschließend das Hindernis, löst sie den Not-Halt aus. Also nur dann, wenn das Hindernis eine Weiterfahrt wirklich unmöglich macht. „Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass das Shuttle beispielsweise bei herabhängenden Folien nicht jedes Mal in den Not-Halt geht, sondern die herabhängende Folie langsam unterfährt“, erläutert Lacher den Vorzug der eingesetzten Sicherheitstechnik. Ein totaler Stillstand des Gesamtsystems wird somit vermieden. bw

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