Material handling

Ergonomie stärker im Blickpunkt

Messechef Peter Kazander über die Logimat als „effiziente Informationsplattform“
Peter Kazander: Die Logimat soll ein Leistungsbild der Branche liefern.
Mit einem frühen Termin läutet die Logimat das Messejahr 2011 ein. Trotzdem kann Euroexpo-Chef Peter Kazander bereits im November melden: Auch in der Intralogistik ist die Talsohle durchschritten.

handling: Wer 2011 zur Logimat möchte, muss frühzeitig im Jahr aufstehen. Die Messe startet bereits am 8. Februar in Stuttgart. Ist dieser Termin der Cemat geschuldet, die ebenfalls im nächsten Jahr veranstaltet wird?
Kazander: Die Logimat ist im nächsten Jahr der Kick-Off der Branche schlechthin, und der Termin ist ausschließlich unseren Ausstellern geschuldet. Nachdem wir festgestellt haben, dass unser Hannover-Equivalent mal wieder früher stattfindet und einige Unternehmen auch diese Messe in ihrem Plan haben, wollten wir auf diesem Wege die Terminsituation etwas entzerren.

handling: Bleibt es bei diesem frühen Termin für die Zukunft?
Kazander: Ja, wir bleiben im ersten Quartal. Die Logimat 2012 wird aber in ihrem Jubiläumsjahr vom 13. bis 15. März stattfinden. In den darauffolgenden zwei Jahren wieder jeweils Ende Februar. Das Messegelände in Stuttgart ist nicht zuletzt dank der hervorragenden Infrastruktur ein begehrter Veranstaltungsort. Die Logimat hat inzwischen eine solche Größe erreicht, dass sie frühzeitig in der Terminplanung der Messe Stuttgart einbezogen werden muss. Das ist ein Puzzelspiel der besonderen Art.

handling: Wie gelingt es der Logimat, sich von der Cemat abzusetzen? Wo liegt der USP von Stuttgart?
Kazander: Die beiden Messen sind konzeptionell völlig unterschiedlich und das sehen nicht nur die Aussteller so. Mein erklärtes Ziel ist es, mit der Logimat keine Leistungs-Show abzuhalten, sondern ein qualitativ hochwertiges Gesamtbild der Intralogistik zu bieten, wo sich die Aussteller und Besucher „auf Augenhöhe“ begegnen. Ein angemessener Auftritt zu einem überschaubaren Budget ist unsere Devise. Auch damit kann man im richtigen Umfeld Impulsgeber für die Branche sein. Kurze Wege führen in die Hallen, und die oft woanders anzutreffende Schwellenangst durch Mega-Messestände existiert quasi nicht. Gerade für Entscheider in der Logistik ist die Logimat mit ihrer Veranstaltungsdauer von drei Tagen zu einer räumlich und zeitlich konzentrierten und somit sehr effizienten Informationsplattform geworden.

handling: Sie haben bereits im Mai des Jahres reges Interesse an der Veranstaltung 2011 melden können. Beim gegenwärtigen Konjunkturverlauf müssten doch die Bücher überquillen.
Kazander: Das ist richtig eingeschätzt. Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt, was den Anmeldestand betrifft, bereits das Vorjahresergebnis leicht überschritten und dies unter der Berücksichtigung, dass die Messe im nächsten Jahr einen Monat früher beginnt. Die Talsohle ist endgültig durchschritten, und die Investitionsbereitschaft auf Kundenseite ist da.

handling: Energieeffizienz, Automatisierung, Prozess- und Kostenoptimierung sind seit Jahren die beherrschenden Themen. Geht es so weiter, oder kommt 2011 ein neuer Aspekt hinzu, zum Beispiel vereinfachte Bedienbarkeit, Servicefreundlichkeit oder verbesserte Nachhaltigkeit? Wo liegt der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit Ihrer Aussteller?
Kazander: Ihre angesprochenen Themen – allen voran der „Green-Gedanke“ und damit das Thema Nachhaltigkeit – sind mittlerweile aus der Logistik nicht mehr wegzudenken. Die Kernfrage in diesem Zusammenhang ist jedoch, wie sich der tatsächliche Ressourcenverbrauch messen und möglichst verursachungsgerecht gestalten lässt. Hinzu kommt neben der ökologischen Dimension außerdem die Frage nach der sozialen Nachhaltigkeit in den Unternehmen. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung stehen Methoden und Werkzeuge rund um die Ergonomie mehr und mehr im Fokus.

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Das Interview führte Bernd Waßmann

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