Sicherheitsdämpfer

Robert Timmerberg,

Harter Einsatz in der Krätzesortieranlage

Die Krätzesortieranlage nahm schnell Schaden, wenn große Mengen Gußreste zum Sortieren eingeworfen wurden. Erste eine weichere Federung erhöhte die Standzeit drastisch. © Wieland-Werke AG

Mit Tubus-Strukturdämpfern der Baureihe TC137-90 konnte ACE dem Kupferverarbeiter Wieland-Werke AG helfen, die Standzeit der Abwurftrichter in der Sortieranlage entscheidend zu erhöhen.

Wenn Metall auf Stahl fällt, können selbst massive Abwurftrichter zerstört werden. Diese Erfahrung hat auch die Wieland-Werke AG gemacht. Da die Auswirkungen auf die Gesamtkonstruktion einer Krätzesortieranlage stärker waren als zuvor angenommen, hat der führende Spezialist in der Kupferverarbeitung mit Hilfe von Maschinenelementen der ACE Stoßdämpfer GmbH schnell nachjustiert und freut sich heute über wesentlich längere Wartungsintervalle.

Werkstoff Kupfer
Kupfer ist eines der ältesten von Menschen verwendeten Metalle und bis heute nicht aus Elektro- und Rohrinstallationen oder aus der Automobilindustrie wegzudenken. Überall werden die Eigenschaften von Kupfer geschätzt. Dazu gehören in erster Linie eine gute Formbarkeit, Festigkeit, Beständigkeit sowie ausgezeichnete Wärme- und Stromleitfähigkeit.

Vor fast 200 Jahren als Kunst- und Glockengießerei gegründet, hat sich die in Ulm ansässige Wieland-Werke AG zum weltweit anerkannten Anbieter von über 100 Werkstoffen aus Kupfer und Kupferlegierungen entwickelt. Sowohl konventionelle als auch innovative Kupferlegierungen stammen aus einer eigenen Gießerei und enthalten neben Kupfer unter anderem Zink, Zinn und Nickel. Bei der Neu- und Weiterentwicklung von Werkstoffen, Produkten und Verfahren orientiert sich das Traditionsunternehmen an aktuellen Kundenbedürfnissen sowie globalen Trends wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz oder E-Mobilität.

Anzeige

Als einziger Hersteller von Halbfabrikaten aus Kupferlegierungen verfügt die Wieland Gruppe über ein akkreditiertes Prüflabor gemäß DIN EN ISO/IEC 17025:2005. Zudem leistet das Unternehmen einen wesentlichen Beitrag auf dem Gebiet der Normung hinsichtlich der Festlegung von Produkt- und Prüfstandards. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung von Werkstoffen, die eine effiziente Nutzung von Ressourcen ermöglichen und dem Schutz von Umwelt und Gesundheit dienen. Möglich wird das vor allem durch die enge Zusammenarbeit mit Kunden sowie Instituten, Forschungseinrichtungen und anderen anerkannten Partnern, wie der ACE Stoßdämpfer GmbH im nachfolgend geschilderten Einsatzfall.

Das Ziel:  Vier Tonnen Metallmasse bändigen
Die Optimierung einer Krätzesortieranlage ist einerseits ein gutes Beispiel für die ökonomische, partnerschaftliche Zusammenarbeit zweier Unternehmen, die in ihren jeweiligen Bereichen führend sind. Andererseits ist eine Krätzesortieranlage auch ein wichtiger Bestandteil im ökologischen Umgang mit Ressourcen. "Sie dient dem Trennen des Metall-Krätzegemisches und sorgt damit dafür, dass ein möglichst großer Metallanteil weiter verarbeitet werden kann!, erläutert Felix Scherb, Project Engineer in der Ulmer Firmenzentrale. "Wenn dann die Anlage in unschöner Regelmäßigkeit gewartet und instandgesetzt werden muss, konterkariert das unsere Bemühungen eines effektiven und nachhaltigen Arbeitens."

Doch genau dies war in den ersten Monaten nach der Inbetriebnahme zu beobachten. Der Grund hierfür war schnell ausgemacht. Nachdem der Metallanteil über Siebrinnen in verschiedene Körnungen aufgeteilt wurde, landeten die Metallausläufer mit einer Masse von bis zu 4000 KIlogramm in einem Abwurftrichter. Von dort gelangten sie im freien Fall und mit lautem Knall am Ende eines 2,3 Meter langen Weges in einer massiven stählernen Auffangkonstruktion, die einer überdimensionalen Schublade gleicht.

Allein bei der genannten Fallhöhe sorgte die reine Metallmasse, die selbst im geringsten Fall noch 500 Kilogramm betrug, für eine zu starke Belastung sowohl der Schublade als auch des darunter befindlichen Teils der Gesamtkonstruktion. Im Betrieb kam es regelmäßig zu einer Zerstörung der massiven Struktur des Abwurftrichters. Für eine schnelle Abhilfe waren laut Felix Scherb zwei Faktoren maßgeblich: "Erstens gibt uns unser Unternehmen immer viel Freiräume bei Fachentscheidungen und zweitens arbeiten wir seit vielen Jahren mit der ACE Stoßdämpfer GmbH zusammen, die uns schon häufig mit bewährten Dämpfungslösungen geholfen hat. So auch hier."

Riesenschublade sanfter einbetten
Als Felix Scherb sich mit Udo Fischer, dem technischen Kundenberater von ACE in der Region Südwest in Verbindung setzte, schwebten diesem mit Stoßdämpfungsplatten der Slab-Serie oder alternativ mit Tubus-Strukturdämpfern gleich zwei mögliche Lösungen für den Schutz von Schublade und Gesamtkonstruktion vor. Nach Berücksichtung der wichtigsten Kenndaten, zu denen neben Gewicht und Fallhöhe vor allem die Taktung von acht Aufprällen pro Stunde gehört, ergab sich ein großflächiger Einsatz von Tubus des Typs TC137-90. Insgesamt wurden am Ende 20 Vertreter dieser Sicherheitsdämpfer verbaut, auf denen nun die Schublade steht, in welche die Metallbrocken aus dem Abwurftrichter hinunterfallen.

Große Massen bändigen
Zu den Tubus-Sicherheitsprodukten von ACE gehören für das Bändigen von großen Massen vor allem die TC-S- und TC-Produktfamilien. Beide stellen kostengünstige Lösungen mit hoher Kraftaufnahme dar. Die wartungsfreien Maschinenelemente decken Energieaufnahmen von 450 bis 17810 Newtonmeter stufenlos ab und kommen dank hoher Federraten neben Lade- und Hebevorrichtungen sowie Hydraulikgeräten vor allem auch in Krananlagen zum Einsatz.

Die enorme Bandbreite liegt am Dual-Konzept der TC-S-Familie, doch auch die Kraftaufnahmen der einzelnen TC-Typen von 1210 bis 14140 Newtonmeter sind für viele Konstruktionen vollkommen ausreichend, zumal sie, wie in Ulm, dank ihrer kompakten Bauform in fünf Reihen à vier Stück problemlos in Stahlprofilen zu verschrauben sind. Dabei gehört der verwendete Typ TC137-90 zu den größten Modellen der mit Durchmessern von 64 bis 176 Millimetern ausgestatteten Sicherheitsdämpfer. Bei einem Hub von gerade einmal 90 Millimetern kommt ein einziges dieser Modelle bei Standarddämpfungen bereits auf Kraftaufnahmen von 6.350 Newtonmetern, für Notfälle sind sogar 8.890 Newtonmeter zulässig. Wie bei allen Produkten von ACE sorgen zahlreiches Zubehör und Anschlussteile für eine einfache Integration in bestehende Konstruktionen. Und seit ihrem Einbau in die Krätzesortieranlage der Wieland-Werke AG nehmen die 20 in Reihe montierten Tubus die Kräfte gleichmäßig und zuverlässig auf. Laut Felix Scherb sind deshalb jetzt wesentlich längere Wartungsintervalle möglich, und zu einem Ausfall kam es gar nicht mehr. dsc

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

ACE auf der Motek

Für den Stopp in der Not

ACE nimmt erstmals viskoelastische Stoßdämpfer in das Portfolio auf und erweitert den Bereich der Sicherheitsprodukte. Damit bietet das Unternehmen Konstrukteuren und Anwendern Lösungen für Not-Stopp-Einsatzfälle.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Klemmelemente

Prüfkopf in der Klemme

Eine vielseitig einsetzbare Prüfeinheit sollte auch effizient und kostengünstig arbeiten. Um eine solche Vorrichtung zu optimieren, hat Sonplas als Hersteller von Montage- und Prüfanlagen in einer Entwicklung Klemmelemente von ACE verbaut.

mehr...

Gasdruckfedern

Sauber drücken

Neue Gasdruckfedern aus Edelstahl von Norelem sind zusätzlich zu den regulären Modellen aus Stahl erhältlich. Die Kolbenstange besteht aus Edelstahl 1.4305, das Druckrohr aus Edelstahl 1.4301.

mehr...