Arbeitsunfälle vermeiden

Sicherheit auf Rollen

Durch sicheres Bewegen und Bremsen sowie einen festen Stand von Lasten werden die Hauptursachen von Arbeitsunfällen minimiert. Räder- und Rollenspezialist Blickle leistet mit seinen Produkten einen Beitrag zur Erhöhung der Arbeitssicherheit.

Die LKE-Transportsysteme sind mit Blickle Rollen und einem Fußschutz ausgestattet. © LKE

2016 sind laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) 30 Prozent der insgesamt 781.050 meldepflichtigen Arbeitsunfälle in Betrieben aus der Bewegung heraus entstanden. Bereits an vierter Stelle der Unfallursachen folgt mit rund zehn Prozent der Transport von Hand. Dazu zählt, neben dem Tragen einer Last durch eine Person, auch das Transportieren eines Gegenstands in der Vertikalen und Horizontalen.

Bewegen, Bremsen und Stillstand
Ist ein Wagen in Fahrt, kann er sich je nach Geschwindigkeit schnell zu einem gefährlichen Geschoss entwickeln. Die Gefahrenpotenziale in der Intralogistik gliedert Blickle nach dem Bewegungszustand des Transportgeräts in drei Bereiche: Bewegen, Bremsen und Stillstand. In all diesen Situationen will der Räder- und Rollenspezialist dazu beitragen, die Arbeitssicherheit zu erhöhen.

Beim Bedienen eines Wagens gibt es bereits während der Fahrt zahlreiche Gefahrenquellen. Schutz vor Verletzungen durch Fahrzeugräder oder hochgeschleuderte Gegenstände bietet eine mit Fußschutz ausgestattete Rolle. „Unsere Transportsysteme sind standardmäßig an allen Rollen mit einem Fußschutz ausgestattet“, berichtet Peter Beele, Produktmanager beim langjährigen Blickle Kunden LKE, Hersteller von Transportgeräten und -systemen mit Sitz in Marl.

Anzeige

Zur Vermeidung von Arbeitsunfällen ist es außerdem wichtig, dass der Bediener eines Wagens jederzeit während der Fahrt die Kontrolle behält. Mit den trommelgebremsten Rollen kann im Gegensatz zu herkömmlichen Feststellsystemen auch während der Fahrt die Geschwindigkeit des Wagens reduziert werden. Darüber hinaus bietet Blickle eine breite Auswahl an Lenk- und Bockrollen mit Totmannfunktion, um den Personenschutz weiter zu erhöhen. Die Totmannbremse hat eine Bremskraft von über 600 Newton. In der Ausgangslage sind die Bremsen dabei geschlossen und lösen sich erst bei aktiver Betätigung.

Im Bereich der elektrischen Antriebssysteme kommen bei der Blickle-Serie Ergomove elektromechanische Totmannbremsen zum Einsatz. Dank der automatischen Bremsentriegelung durch eine Sensor-Handerkennung an den Bediengriffen ist eine Bewegung des Transportwagens nur dann möglich, wenn der Bediener beide Hände aktiv am Wagen hat. Beim Loslassen eines Griffs bremst der Wagen sofort ab. Die Not-Aus- und Einklemmschutz-Funktion verhindern zusätzlich Druck- und Quetschverletzungen und erfüllen dadurch höchste Sicherheitsstandards.

Im Prüflabor werden die Räder und Rollen unter Bedingungen, die über die Normen DIN EN 12527 bis 12533 hinausgehen, getestet. © Blickle

Sicher auch in der Ruhephase
Nicht nur beim Bewegen und Bremsen von Lasten steht die Arbeitssicherheit im Fokus, sondern auch in der Ruhephase. Hier kommen die Feststellsysteme zum Einsatz. Diese sind entweder als Rad- und Drehkranzfeststeller direkt in die Rollen integriert oder können auch als eigenständige Einheiten flexibel am Wagen montiert werden, wie beispielsweise die Feststellfüße. Sie sind vergleichbar mit einem klassischen Wagenheber und unterscheiden sich dadurch, dass sie die Transportgeräte entlasten ohne diese anzuheben. Bei Betätigung der Feststellfüße wird eine Anpresskraft von rund 600 Newton zwischen dem Wagen und dem Untergrund erzeugt. Somit sorgen sie selbst bei schweren Lasten für einen sicheren Stand. Dabei bleibt die Feststellkraft immer konstant, unabhängig von der tatsächlichen Belastung.

Heberollen ermöglichen das flexible Anheben, Verfahren, Positionieren und Nivellieren mobiler Betriebseinrichtungen, Transportgeräte und Maschinen. Sowohl Feststellfüße als auch Heberollen eignen sich gut für Anwendungen auf glatten, rutschigen Oberflächen und sorgen hier für Sicherheit und einen stabilen Stand.

Bereits im Entwicklungsprozess ist die Sicherheit der Räder und Rollen von großer Bedeutung. Mit der Finite-Elemente-Methode simulieren die Konstrukteure das Gesamtverhalten des Endprodukts im Einsatz unter Berücksichtigung verschiedener Effekte. So optimieren sie das Produkt noch im Anfangsstadium in Hinblick auf den geplanten Anwendungsbereich. Die berechneten Belastbarkeiten werden dann mit speziellen Verfahren im firmeneigenen Testlabor auf die Probe gestellt.

Speziell für den Schutz vor elektrostatischer Entladung hat Blickle für nahezu alle Räder und Rollen eine elektrisch ableitfähige Variante in seinem Programm. Sie schützt den Bediener eines Transportgeräts vor einer schmerzhaften elektrostatischen Entladung und sensibles elektronisches Transportgut vor Beschädigungen. Blickle unterstützt dadurch auch die Hersteller von elektrischen und mechanischen Geräten bei der Einhaltung der europäischen Richtlinie ATEX. as

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommissionierung

Beleglos Zeit sparen

Automatisierte Prozesse bis hin zur Null-Fehler-Quote: Immer kürzere Reaktionszeiten bei zunehmender Warenmenge oder -vielfalt verlangen schnelle, zuverlässige Logistikabläufe.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Lagerlogistik optimieren

Messen und wiegen

KHT hält Lösungen parat, mit denen sich die Lagerlogistik optimieren lässt. Hierzu gehört beispielsweise die mobile Erfassungsstation Multiscan, mit der selbst komplexe Formen erfasst und vermessen werden können, sowie das damit kombinierbare...

mehr...

Dematic-Kundentag

Kompakte Lösung zur Lageroptimierung

Dematic präsentiert auf dem Kundentag bei Röthlein Logistik eine maßgeschneiderte Automatisierungsanlage: Auf 14.000 Quadratmeter hat das Unternehmen ein Multishuttle-System, ein AKL, Multiorder-Kommissionierplätze und Fördertechnik installiert.

mehr...