Routenzüge für die Produktionslogistik

Taxi bitte an die Linie!

Schlepper, Leiterwagen, Taxi-Systeme – das sind Antworten auf einen in Fertigungsbetrieben vorherrschenden Trend: die Versorgung der Produktionslinien mit Routenzügen.

Die Fertigung nach den in der Produktion gängigen „Just in time“- und „Just in sequence“- Prinzipien stellt hohe Ansprüche an die Materialbereitstellung am Montageband. Das richtige Material muss stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um Ausfallzeiten zu vermeiden. Die transportierten Einheiten werden dabei immer kleinteiliger, während die Frequenz steigt. Der Trend geht deshalb zum getakteten Routenverkehr mit Schleppern als Zugmaschine. Routenzüge bieten Vorteile: Für das Handling zwischen Logistikzug und Montageplatz ist kein weiteres Gerät wie Handhubwagen oder Gabelstapler mehr erforderlich. Auch die Ver- und Entsorgung erfolgt mit ein- und demselben Gerät, was das Aufkommen von Leerfahrten reduziert. Gleichzeitig erhöhen sich die Umschlagleistung und das Transportvolumen, während der Stapler-Fuhrpark, der zuvor auch die Versorgung der Linie abgedeckt hat, schlanker wird.

Der Routenzug von Toyota besteht aus einer Taxiwagen-Lösung mit einem leistungsstarken und flexibel einsetzbaren Schlepper an der Spitze. Die Taxiwagen mit einer Nutzlast von 500 Kilogramm je Wagen bieten Platz für Bodenroller zur Aufnahme von entweder einer Europalette oder zwei Halbpaletten. Während des Transports lassen sich die Rollen durch eine elektrische Hebevorrichtung anheben. Die optionale Vierradlenkung der Taxiwagen sorgt für Wendigkeit und Spurtreue. Als Aufbaualternativen sind unterschiedliche Regalsysteme im Angebot. Diese Lösung ist somit variabel, was die Anzahl der Transporte minimiert und die Frequenz der Güterlieferungen erhöht.

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An der Spitze des Zugs steht der Schlepper BT Movit TSE300. Das kompakte Hochleistungsgerät kann es bei Transporten im Innenbereich mit schweren Gabelstaplern aufnehmen, sagt der Hersteller. Der AC-Drehstrommotor ermöglicht eine kraftvolle Beschleunigung auf maximal zwölf Kilometer pro Stunde. Die Zugkraft beträgt 1.320 Newton bei einer maximalen Anhängelast von 3.000 Kilogramm. Das patentierte E-Man-Lenksystem ermöglicht es dem Fahrer, die Zugmaschine mit nur einer Hand zu bewegen. Der BT Movit ist somit sowohl für den Schleppbetrieb als auch für Kommissionier-Anwendungen geeignet.

Außerdem präsentiert der Anbieter ein Schleppkonzept mit Anhängern für leichtere Einsätze. Als Zugmaschine kommt dabei der Mitfahrschlepper BT Movit TSE100 zum Einsatz. Mit Drehstrom angetrieben ist das Gerät geeignet für Kommissionier- und Transporteinsätze zwischen verschiedenen Produktions- und Warenlagerstätten. Das Gesamtgewicht der gezogenen Anhänger beträgt maximal 500 Kilogramm, mit Bremsvorrichtung 1.000 Kilogramm. Der Kunde kann aus vielen Standardlösungen wählen - vom Etagen- über Leiter- und Plattform- bis zum Paketwagen. Individuelle, kundenspezifische Lösungen seien kein Problem, lässt Toyota wissen. pb

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